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Verdi behauptet: Mehrere Hundert Beschäftigte bei Amazon mit Corona infiziert

Die Gewerkschaft Verdi macht dem Onlinehändler Amazon schwere Vorwürfe. So habe dieser Arbeitsschutzregeln zur Hygiene, zum Abstandhalten und zur Sauberkeit vernachlässigt.

1 Min.
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Verdi macht Amazon schwere Vorwürfe im Umgang mit der Corona-Bedrohung. (Foto: Julie Clopper / Shutterstock)

Laut Reuters hat Verdi mitgeteilt, dass Amazon wichtige Arbeitsschutzregeln an den Standorten Garbsen bei Hannover, Bayreuth und Borgstedt in Schleswig-Holstein vernachlässigt haben soll. Beweise in Form von „Fotos und Berichten von Beschäftigten“ lägen der Gewerkschaft vor. Als Ausfluss der angeblichen Versäumnisse habe es allein in dieser Woche Dutzende positiver PCR-Tests gegeben. Verdi fordert deshalb ein Eingreifen der Behörden.

Amazon verweist auf Maßnahmen zum Gesundheitsschutz

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Golem hatte daraufhin bei Amazon nachgefragt. Der Onlinehändler wollte diese Zahlen nicht bestätigen, sondern betont den umfassenden Gesundheitsschutz.

Amazon-Sprecher Eichenseher verweist darauf, dass das Unternehmen mehr als 150 Prozesse in seinem Logistiknetzwerk „maßgeblich verändert“ habe. Nach internen Schätzungen habe man im Jahr 2020 weltweit rund zehn Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit Covid-19 ausgegeben. Zudem sei ein höherer Mindestabstand von zwei Metern angeordnet und die Reinigungsaktivitäten in den Amazon-Liegenschaften deutlich verstärkt worden.

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Alle Logistikzentren seien klimatisiert. Dabei fänden regelmäßige Kontrollen der Behörden statt. Eichenseher geht davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen wie regelmäßige Temperaturmessungen, Mund-Nasen-Schutz, Einbahn-Regelungen, Abstandsmarkierungen, gestaffelte Schicht- und Pausenzeiten und viele zusätzliche Maßnahmen für ein sicheres Arbeitsumfeld ausreichend sind. Zudem gelte, wer sich krank fühle, müsse zu Hause bleiben.

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Verdi mit Amazon seit Jahren im Clinch

Der Streit zwischen Verdi und Amazon ist nicht neu. Schon seit Jahren streitet die Gewerkschaft mit dem E-Commerce-Riesen. Das Ziel Verdis besteht darin, tarifliche Regelungen für die Mitarbeiter in den deutschen Amazon-Versandzentren zu vereinbaren, die denen im Einzel- und Versandhandel üblichen entsprechen. Dabei kommt es immer wieder zu koordinierten Protestaktionen – bislang ohne Erfolg. Amazon lehnt einen Tarifvertrag mit Verdi ab.

Die Behauptung Verdis zu der angeblichen Vielzahl an PCR-Positivtests bei Amazon ist nicht überprüfbar. Unklar ist auch, über welchen Zeitraum Verdi redet, wenn Hunderte Betroffene genannt werden. Amazon hat derzeit in Deutschland 16.000 Festangestellte und beschäftigt aktuell 10.000 Saisonkräfte.

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Kommentare (1)

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Gunar Gürgens

Ich behaupte: mehrere 100 Mitarbeiter bei Verdi mit Corona infiziert.
Wieder mal ein Riesen Witz was hier abläuft. Ich nehme an, dass bei vielen Firmen ein gewisser Prozentsatz mit Corona infiziert ist. Das macht ja auch durchaus Sinn, da die infizierten ja irgendwo sein müssen und viele Leute bei Firmen angestellt sind. Somit ergibt sich logischerweise eine Schnittmenge.
Zudem kommt es auch vor, dass Arbeitnehmer sich nicht an Ansagen zum Gesundheitsschutz halten oder man sich trotz Maßnahmen infiziert.

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