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Ratgeber

Was verdient eigentlich ein Webdesigner?

Zwischen Mediengestalter und Art Director klafft ein großes Gehaltsgefälle. Wer verdient im Bereich Webdesign was – hier erfährst du es.

Die Gehälter lassen sich wohl in keiner Branche genau bestimmen und hängen unter anderem stark vom Arbeitgeber ab. Das Portal Gehalt.de bietet dennoch einen groben Überblick auf Basis von 997 Gehaltsdaten der letzten zwölf Monate (Stand Juni 2016) im Berufsfeld Grafik und Design und zeigt, welchen Weg junge Designer vor sich haben, bis sie zum hoch dotierten Creative Director aufsteigen können. Bei allen Angaben handelt es sich um die Bruttogehälter.

Web- oder Grafikdesign?

Viele fragen sich, was eigentlich den Unterschied zwischen Web- und Design meint im übertragenen Sinn einen Entwurf oder eine Formgebung von einem Produkt. Grafik- und Webdesign gehören beide dem Design an, zwischen ihnen bestehen allerdings mehrere Unterschiede.

Grafikdesign ist die älteste aller Bezeichnungen und bedeutete früher hauptsächlich Design für analoge Medien. Dazu gehören zum Beispiel Werbebroschüren, Firmenlogos oder auch das Layout von Zeitschriften. Inzwischen haben sich die Anforderungen geändert und ein Grafikdesigner ist ebenfalls für das Design von Websiten zuständig – also von Produkten, die zur Kommunikation zwischen Kunden und Firmen dienen. Dementsprechend wird oft die nicht mehr ganz zeitgemäße Bezeichnung „Grafikdesign“ durch „Kommunikationsdesign“ ersetzt.

Ausbildung oder Studium zum Webdesigner?

Zum Beruf des Webdesigners führen viele Wege. Realschüler und Abiturienten können über eine klassische Berufsausbildung einsteigen. Zum Beispiel als „Mediengestalter/-in“ oder als „Gestalter/-in für visuelle Medien“. Nach Vollendung der Ausbildung liegen die Einstiegsgehälter laut Gehalt.de durchschnittlich bei 24.540 Euro im Jahr. Im unteren Gehaltssegment verdient der Mediengestalter 21.172 Euro jährlich. Wie schon erwähnt, schwankt das Gehalt stark von der Agentur oder dem Unternehmen.

(Screenshot: gehalt.de)
Die Grafik zeigt die Jahresgehälter von Designern ohne Studium. Q1 steht für das unterste Gehaltssegment, Q3 für das Höchste. (Screenshot: gehalt.de)

Wer sich nach der Ausbildung mit einem Studium weiterbildet und weiterqualifiziert oder nach dem Abitur ein Design-Studium absolviert, kann auf jeden Fall mit mehr Gehalt rechnen. Es gibt eine Vielfalt an Design-Studiengängen, die verschiedene Schwerpunkte haben. Dazu zählen zum Beispiel „Screen Design“ oder „Mediendesign“. Diese werden höher vergütet als der Berufseinstieg von Beschäftigten mit einer Ausbildung. Durchschnittlich verdienen Berufseinsteiger 30.270 Euro im Jahr. In der „Junior Art Director“ Position, die mit einem Studium vergleichsweise schnell erreicht wird, erhalten Designer ein Jahreseinkommen von rund 36.545 Euro. Das untere Gehaltssegment liegt bei 31.000 Euro im Jahr.

Fazit

Erwähnenswert ist, dass Berufseinsteiger mit einer Ausbildung schneller und mehr Erfahrungen sammeln, da sehr viel früher an Projekten und Kampagnen gearbeitet wird. Dafür kennen Gestalter oder Designer mit einem akademischen Hintergrund andere Techniken und lernen sehr viel differenziertere und komplexere Herangehensweisen.

Wie in vielen Berufen sagt der Titel nicht viel aus. In der gestalterischen Branche sind die Titel besonders schwer zu greifen. In der Industrie können Designer lange Zeit als „einfache Designer“ bezeichnet werden. Agenturen dagegen sind sehr kleinlich mit der Titelbezeichnung ihrer Beschäftigten. Wichtig für das Gehalt ist eben nicht bloß der Titel, sondern insbesondere die Berufserfahrung und die umgesetzten Projekte.

Du denkst du bist zu alt für den Beruf? Dann wird dir dieser Artikel das Gegenteil beweisen. Offene Stellen für eine Design-Stelle findest du übrigens auch in unserer Jobbörse!

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6 Reaktionen
Sebos

Boah, das ist echt wenig. Wie soll man davon eine Familie ernähren? Gestern gelesen, dass ein UPS Fahrer in 40h / Woche ca. 2.800 brutto verdient. Das ist ungefähr die Größenordnung eines Senior Art Directors! :-X

Antworten
Das T

Jeder ist für sein eigenes Gehalt selbst verantwortlich. Wer sich unter Wert verkauft, ist meist selbst schuld.
Klar kann man nicht alles fordern was man will. Aber wenn man sein Geld wert ist, sollte man das auch so verkaufen können und sich nicht mit (deutlich) weniger zufrieden geben.
Wer aber nichts kann und irgendwie durch das Studium kam, sollte vllt. zufrieden sein, was man ihm anbietet.

Antworten
David

Das ist aber echt nicht viel, hätte ich nicht gedacht. Da kann man ja lieber Busfahrer werden oder so :P Da hat man dann auch keine unbezahlten Überstunden.
Da hat man dann nen feschen Titel wie "Art Director" und verdient weniger als die Berufseinsteiger-Programmierer, die die Designs dann umsetzen, die man entwirft. Bisschen traurig.

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Alex J.

So wenig?! Entweder bin ich also zu teuer, oder ich mache alles richtig...

Antworten
Jörg

Hätte nicht gedacht, dass es so wenig ist. Aber ist wohl wie überall im Kunst und Medien Bereich.

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Anonymous

Hm, also ich dachte es wäre allgemein bekannt, dass in der Irgendwas-mit-Medien-Branche nicht besonders gut bezahlt wird.

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