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Verteidigung kritischer Infrastruktur: Ukrainische Regierung bittet Hacker:innen um Hilfe

Die ukrainische Regierung sucht offenbar Freiwillige aus dem ukrainischen Hacker:innen-Underground. Sie sollen helfen, die kritische Infrastruktur des Landes zu schützen, und an der IT-Spionage gegen russische Truppen mitwirken.

2 Min. Lesezeit
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In Foren sucht die ukrainische Regierung offenbar nach Freiwilligen IT-Sicherheitsexpert:innen zur Verteidigung kritischer Infrastruktur. (Bild: GlebSStock/ Shutterstock)

Während russische Truppen zahlreiche ukrainische Städte angegriffen haben, sucht die ukrainische Regierung seit Donnerstagmorgen in einschlägigen Foren nach Freiwilligen. Die Forumsbeiträge fordern Hacker:innen und IT-Sicherheitsexpert:innen dazu auf, sich an der Cyberverteidigung des Landes zu beteiligen. Im Fokus stehen dabei der Schutz der kritischen Infrastrukturen sowie Mitarbeit an IT-Spionage-Maßnahmen gegen die russischen Truppen. Das berichteten am Donnerstag zwei an dem Projekt beteiligte Personen gegenüber Reuters.

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„Ukrainische Cyber-Community! Es ist an der Zeit, sich an der Cyberverteidigung unseres Landes zu beteiligen“, heißt es in dem Posting. Hacker:innen und IT-Sicherheitsexpert:innen werden darin dazu aufgefordert, via Google Docs eine Bewerbung einzureichen. Wichtig sei die Angabe ihrer Spezialgebiete und beruflicher Referenzen.

Aufruf offenbar von ukrainischer Regierung beauftragt

Yegor Aushev, Co-Founder einer IT-Sicherheitsfirma in Kiew, sagte gegenüber Reuters, er habe den Aufruf auf Anfrage eines hochrangigen Beamten des ukrainischen Verteidigungsministeriums hin verfasst, der ihn am Donnerstag kontaktiert hatte. Sein Unternehmen, Cyber Unit Technologies, hat in der Vergangenheit bereits mit der ukrainischen Regierung zum Schutz kritischer Infrastrukturen zusammengearbeitet. Dass die Anfrage direkt vom ukrainischen Verteidigungsministerium kam, wurde Donnerstagmorgen von einer zweiten beteiligten Partei bestätigt.

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Auf die Bitte um Stellungnahme reagierten Vertreter:innen des ukrainischen Verteidigungsministeriums offenbar nicht. Ein:e militärische:r Berater:in der ukrainischen Botschaft in Washington sagte, er könne Informationen aus Telegram-Channels weder bestätigen, noch dementieren.

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Bemühungen „kommen reichlich spät“

Am Donnerstagabend sagte Aushev gegenüber Reuters, dass sich bereits über 100 Freiwillige auf das Posting gemeldet hätten. Nach einer Überprüfung der Meldungen – es könnten sich russische Agent:innen darunter befinden – sollen die Freiwilligen in defensive und offensive Cybereinheiten eingeteilt werden. Die defensiven Einheiten sollen dabei helfen, kritische Infrastrukturen wie Wassersysteme und Energieversorgung zu schützen. Die offensiven Einheiten sollen das ukrainische Militär bei der Durchführung vom Spionagehandlungen gegen die angreifenden russischen Truppen unterstützen.

Die Bemühungen um den Aufbau einer Cybereinheit kommen Aushevs Einschätzung nach aber reichlich spät. Erst Anfang Februar hatte ein ukrainischer Sicherheitsbeamter der Washington Post gesagt, das Land verfüge über keine speziellen militärischen IT-Verteidigungseinheiten, es sei jedoch Aufgabe der ukrainischen Regierung, sie in diesem Jahr zu schaffen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die EU plant, die Ukraine bei der Abwehr von Cyberangriffen zu unterstützen.

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Am Mittwoch wurde eine zerstörerische Software auf Hunderten ukrainischen Computern entdeckt. Unter den Opfern waren Regierungsbehörden und ein Finanzinstitut, verdächtigt wurde Russland, das die Anschuldigungen jedoch bestritt.

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