Ratgeber

Weihnachten beginnt im Sommer: So rüstest du deinen Shop auf

(Foto: Shutterstock / lola1960)

Es mag wie ein schlechter Scherz klingen, ist es aber mitnichten. Manch Shopbetreiber oder Ladenbesitzer kommt schon jetzt bei den Vorbereitungen für Weihnachten ins Schwitzen.

Die Erkenntnis ist nicht neu, dass das Weihnachtsgeschäft im Sommer entschieden wird. Im gesamten Handel müssen Waren, Mitarbeiter und der Laden beziehungsweise Onlineshop schon im Sommer vorbereitet werden. Für den Onlinehandel wie auch den stationären Handel ist der letzte Monat vor den Festtagen ein wichtiger Umsatzgarant. Im E-Commerce wurde 2016 beispielsweise 28 Prozent des gesamten Umsatzes im Weihnachtsgeschäft abgewickelt, insgesamt 14,3 Milliarden Euro (51,17€ Milliarden im gesamten Jahr).

Das bedeutet, dass es sich kein Händler leisten kann, den Endspurt im letzten Monat auszulassen, je nach Sortiment (wie beispielsweise Geschenkartikel und Dekoration) kann der Dezember den größten Teil des Geschäfts ausmachen. Eine gute Vorbereitung ist daher wichtig, nicht nur, wenn man Osterhasen zu Weihnachtsmännern recyceln möchte.

Das Sommerloch, das durch Ferien und meist gutes Wetter entsteht, gilt ebenso im E-Commerce und bietet eine willkommene Zeit zur Vorbereitung. Der Rückgang der Klickzahlen im Juni um gut ein Viertel, verglichen mit denen des Januars, belegen das Sommerloch deutlich. Noch dazu bietet sich die Sommerzeit für Vorbereitungen an, da noch genügend Vorlauf auch für größere Veränderungen bleibt.

Hier sind die vier wichtigsten Aspekte, die Shopbetreiber jetzt angehen sollten, damit das Weihnachtsgeschäft ein Erfolg wird.

Website optimieren

Die eigene Onlinepräsenz auf dem neuesten Stand zu halten klingt banal, wird aber häufig unterschätzt. In den letzten Jahren hat sich viel getan, vor allem im Bereich Mobile-Commerce. Legt man die Adobe-Mobile-Retail-Studie von 2016 zugrunde, zeigt sich ein Anstieg von 90 Prozent im Bereich Umsatz durch Smartphones:

(Quelle: Adobe 2016 Mobile Benchmark: Europe)

Das bedeutet, dass der Zukunftstrend schon gesetzt ist. Auch wenn der gesamte Anteil der Einnahmen über Smartphones noch bei beschaulichen neun Prozent des gesamten E-Commerce Umsatzes liegt, greifen immerhin schon 39 Prozent mit dem Smartphone auf den Shop zu.

Die Website muss daher unbedingt für Mobilgeräte optimiert werden, denn die Nutzer sollen sich wohlfühlen und möglichst nicht mit einer Desktop-Seite auf einem Fünf-Zoll-Bildschirm kämpfen müssen oder noch schlimmer, eine zerschossene Formatierung vorfinden. Zudem ist neben der Darstellung auch die Geschwindigkeit der Prozesse und die Orientierung entscheidend. Während auf dem Desktop-PC ein durschnittlicher Besuch noch acht Minuten dauert, verweilt ein mobiler Shopper gerade einmal fünf Minuten im Durchschnitt. Die verkürzte Aufmerksamkeit muss weise genutzt werden, sonst bleibt der potenzielle Kunde nur ein Besucher.
Besonders der Registrierungs- und Checkoutprozess unterliegt hier besonderen Anforderungen. Um Kundendaten und Versandadresse zu erfassen, ist meistens das Ausfüllen von Formularfeldern notwendig. Doch die Mehrzahl der Shops haben davon unnötig viele. In dem E-Book „Optimieren Sie ihren Magento Checkout“ von Addressy wird beispielsweise aufgezeigt, dass der durchschnittliche Shop 14,88 Formularfelder aufweist – doppelt so viele wie nötig.

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