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Weltraumkopfschmerzen: Warum Astronauten besonders häufig Migräne haben

In einer Studie haben Forscher:innen herausgefunden, dass Astronaut:innen besonders häufig unter Kopfschmerzen leiden. Das liegt allerdings nicht am Stress des Jobs.

Von Marvin Fuhrmann
1 Min.
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Bekommen Astronaut:innen häufiger Kopfschmerzen? (Foto: Shutterstock/ Frame Stock Footage)

Forscher:innen der Leiden-Universität in den Niederlanden haben insgesamt 24 Astronaut:innen der europäischen, amerikanischen und japanischen Raumfahrtbehörden zu einer besonderen Studie eingeladen. Innerhalb von 26 Wochen im All sollten sie protokollieren, wie oft und wann sie Kopfschmerzen haben.

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Das Ergebnis: 92 Prozent aller Beteiligten hatten während ihres Weltraumaufenthalts Kopfschmerzen. Nur 38 Prozent der Teilnehmer:innen litt auch schon vor dem Flug ins All häufiger darunter.

So häufig berichten Astronaut:innen von Kopfschmerzen

Im Laufe der gesamten Studie zeichneten die Astronaut:innen 378 Vorfälle mit Kopfschmerzen auf. Davon waren 90 Prozent sogenannte Spannungskopfschmerzen – dumpfe Schmerzen, die primär an der Stirn und am Hinterkopf vorkommen. Zehn Prozent der Kopfschmerzen waren migräneartig und schränkten die Astronaut:innen deutlich gravierender ein. Die migräneartigen Kopfschmerzen traten dabei gehäuft in der ersten Woche der Weltraumexpedition auf.

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Nach ihrer Rückkehr wurden die Astronaut:innen weitere drei Monate befragt. In dieser Zeit gab es bei niemandem Kopfschmerzen.

Was Astronauten mit ins Weltall nehmen Quelle: Nasa

Warum haben Astronaut:innen häufiger Kopfschmerzen?

„Das Gleichgewichtsorgan, das die Balance und die Haltung beeinflusst, muss sich an einen Konflikt gewöhnen: zwischen Signalen, die es erwartet, und Signalen, die es in der Abwesenheit normaler Gravitation bekommt“, so Studienautor Willebrordus P.J. van Oosterhout.

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Er fährt fort: „Das kann zur Reisekrankheit in der ersten Woche führen, deren häufigstes Symptom Kopfschmerzen sind.“ Spätere Kopfschmerzen, die nach dem Abklingen der Reisekrankheit auftreten, könnten durch Veränderungen des Schädelinnendrucks erklärt werden, so van Oosterhout.

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Künftig wollen die Forscher:innen das Phänomen noch weiter untersuchen. Die Ergebnisse könnten Aufschluss darüber geben, unter welchen Umständen wir auf der Erde Kopfschmerzen bekommen und wie die Weltraumkopfschmerzen für Astronaut:innen gelindert werden können.

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