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Das wertvollste KI-Startup der Welt ist jetzt 7,5 Milliarden Dollar wert

Sensetime-Mitgründer Tang Xiao'ou bei der Keynote zur KI-Konferenz WAIC. (Bild: Sensetime)

Sensetime gilt als wertvollstes KI-Startup der Welt. Nach einer Geldspritze, unter anderem von Tech-Investor Softbank, ist das Startup jetzt noch wertvoller: 7,5 Milliarden US-Dollar.

Im Frühjahr 2018 stieg das damals noch fast unbekannte KI-Startup Sensetime nach einer 600-Millionen-Dollar-Finanzierung von Alibaba zum wertvollsten Startup im Bereich Künstlicher Intelligenz auf. Damaliger Wert: mehr als drei Milliarden Dollar. In den vergangenen Monaten haben weitere einige Hundert Millionen Dollar schwere Finanzspritzen, unter anderem vom Tech-Investor Softbank, den Wert des chinesischen Startups noch weiter in die Höhe getrieben. Sensetime ist derzeit nach eigenen Angaben 7,5 Milliarden Dollar wert, wie Bloomberg berichtet.

Sensetime: KI-Startup arbeitet an eigenem Chip

Obwohl das in Hongkong beheimatete Startup an einem Börsengang feilen soll, hat Sensetime offenbar keine Eile beim Gang aufs Börsenparkett. Mitgründer und CEO Xu Li erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur, dass sein Unternehmen das Geld weiter investieren wolle. So arbeitet Sensetime seit rund zwei Jahren an einem Chip für das Training Künstlicher Intelligenz, der entsprechende Hardware von Nvidia ergänzen soll. Dabei setzt das Startup auf hauseigene Entwicklung, steckt aber auch Geld in andere auf Chipentwicklung spezialisierte Startups.

Kritiker sehen in dem Startup allerdings eher eine gigantische Überwachungsmaschinerie. Denn Sensetime entwickelt unter anderem eine Gesichts- und Bilderkennungssoftware, die auf mehr als 100 Millionen chinesischen Smartphones installiert ist. Entsprechend arbeitet das Unternehmen eng mit der chinesischen Regierung zusammen, was vor allem in den USA nicht gut ankommt. Sensetime-Chef Xu betont aber, dass Sensetime keine Kundendaten besitze und auch keinen Zugriff darauf habe. Bei der Zusammenarbeit mit Peking gehe es vor allem um die Erstellung eines Regelkatalogs für KI-Ethik.

Sensetime ist jedenfalls auf Expansionskurs in Asien. In Singapur will das Startup die Zahl seiner Mitarbeiter innerhalb der kommenden drei Jahre auf 300 verdreifachen. In dem Land, das sich als Hub für KI-Technologien positionieren will, arbeitet Sensetime mit dem Bildungsministerium und einer Universität zusammen. Der staatliche Investitionsfonds Temasek gehört zu den Investoren des Startups.

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