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Wegen Whatsapp arbeitslos: US-Bank feuert 2 Top-Händler

Die US-Bank Morgan Stanley hat sich von zwei hochrangigen Führungskräften getrennt. Ihr Vergehen: Sie hatten per Whatsapp kommuniziert.

1 Min. Lesezeit
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Whatsapp kann zu Arbeitslosigkeit führen – zumindest an der Wallstreet. (Foto: Shutterstock)

Morgan Stanley will die volle Kontrolle über die Kommunikation ihrer Beschäftigten haben und setzt diesen Anspruch knallhart durch. Das bekamen jetzt die Spitzenkräfte Nancy King und Jay Rubinstein zu spüren.

Unkritische Informationen auf Whatsapp werden kritisch für Top-Banker

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Wie die Financial Times berichtet, hatten die beiden hochrangigen Rohstoffexperten per Whatsapp Informationen miteinander ausgetauscht. Eine interne Untersuchung hatte dabei gezeigt, dass sich die beiden inhaltlich keines Fehlverhaltens schuldig gemacht hatten. Die Informationen waren offenbar unkritisch.

Dennoch reagierte Morgan Stanley kompromisslos und legte den beiden Angestellten das Verlassen des Unternehmens nahe. Nancy King, ihres Zeichen Chefin des Rohstoffbereichs, arbeitete 34 Jahre lang für die Bank, Chef-Rohstoffhändler Jay Rubinstein war 13 Jahre lang Teil der Belegschaft.

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Morgan Stanley und andere Wall-Street-Banken lassen nur Kommunikationswege für den beruflichen Austausch zu, die sie lückenlos überwachen können. Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gehören nicht dazu. Die reine Nutzung eines solchen Dienstes soll bereits einen Kündigungsgrund darstellen.

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Wall Street erlaubt nur mitlesbare Kommunikationswege

Anfang dieses Jahres hatte bereits ein Banker von JP Morgan seinen Job aus einem ähnlichen Grund verloren, weitere wurden vom Börsenhandel entbunden. In diesem Fall hatte der Banker allerdings eine Whatsapp-Gruppe mit anderen Bankern betrieben und darüber tatsächlich Finanzmarktgespräche geführt.

Undurchsichtige Kommunikation in Finanzangelegenheiten gehört zu den Themen, die an der Wall Street regelmäßig zu Problemen führen. Banken setzen daher bevorzugt auf Tools wie das Text-Chat-Feature der Bloomberg-Börsenplattform. Die archiviert die Chats und erlaubt auch den späteren Suchzugriff. Inzwischen gibt es sogar ein KI-basiertes Tool, das die Wall-Street-Chats automatisch auf kritische Inhalte scannt.

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Passend dazu: Wolf of Wall Street: Wie uns Jordan Belfort das freie Internet bescherte

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3 Kommentare
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Steven

„Wegen Whatsapp arbeitslos: US-Bank feuert 2 Top-Händler“

Händler? Muss es nicht eher Top-Führungskräfte heißen?

Wurde hier „Trader“ wörtlich übersetzt? :-)

Antworten
Dieter Petereit

Händler im Sinne des Börsengesetzes. Führungskraft im eigentlichen Sinne war nur Frau King.

Antworten
Ingomar Otter

Es gibt da eine Reihe von Regulierungen die auditierbare Kommunikation zwingend vorschreiben, SEC Rule 17a-4, FINRA (NASD) 3110 and 4511, Sarbanes-Oxley.
Die SEC schliesst Broker, Dealer und Management ex
Non-Compliance kann richtig teuer werden, von daher ist das mit dem feuern eine verständliche Reaktion. Ich finde es bedauerlich das der Teil der Geschichte ignoriert wird und das alles auf leicht dümmliches „Gefeuert wg WhatsApp“ reduziert wird. Meh.

Antworten

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