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Marketing

Womit Google am meisten Umsatz macht – und wo das Geld hinfließt

Der neue Quartalsbericht von Google zeigt, dass das Unternehmen mitten im Wandel steckt. Was gestern der größte Umsatztreiber war, ist heute Schnee von gestern. Das wirkt sich auch auf die Finanzpolitik aus.

3 Min.
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Gestern hat Google nach Handelsschluss der New Yorker Börse das zweitbeste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte bekanntgegeben. Der Gewinn habe satte 3,93 Milliarden US-Dollar betragen – im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 3,35 Milliarden. Der Gesamtumsatz sei auf 17,73 Milliarden US-Dollar gewachsen. In Folge der Meldung ist der Aktienwert um sieben Prozent gestiegen.

Das Online-Werbegeschäft verändert sich immer mehr

Die Google-Suchanfragen werden immer mobiler. (Foto: Bloomua / Shutterstock.com)

Die Google-Suchanfragen werden immer mobiler. (Foto: Bloomua / Shutterstock.com)

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Satte 90 Prozent der Umsätze generiere Google nach wie vor durch Online-Werbung – allerdings verändert sich das Geschäft zunehmend. Wie Googles Chief Business Officer Omid Kordestani bekannt gegeben hat, werden schon heute in zehn Ländern – darunter USA und Japan – inzwischen mehr mobile Suchanfragen verzeichnet als Anfragen vom Desktop. Der Trend geht ganz klar in Richtung eines mobiler werdenden Geschäftes.

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„Das Werben auf Dritt-Webseiten ist nur noch Legacy Business.“

Außerdem nimmt Google das Werben auf Dritt-Webseiten nach eigenen Angaben inzwischen nur noch als „Legacy Business“ wahr. Während das Adsense-Programm bis vor wenigen Jahren noch der Umsatztreiber überhaupt war, bestünden heute keine großen Erwartungen mehr, dass dieser Bereich auch in Zukunft für volle Kassen sorgt. Wie Kordestani verriet, sei das vor allem auch daran zu erkennen, dass der Wert eines einzelnen Klicks auf Anzeigen dieser Art zunehmend schrumpft. Wesentlich interessanter für Google sei das Werben auf den eigenen Plattformen.

Vor allem YouTube scheint das neue Lieblingsprojekt zu werden. Da die Netze immer leistungsfähiger werden und der Transport datenintensiver Inhalte kein Problem mehr darstellt, steigen auch die Nutzeraktivitäten auf der Video-Plattform. Wie Kordestani in einem Gespräch mit Analysten klar gemacht hat, sei YouTube heute für die junge Generation das, was für die Älteren das Fernsehen war.

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In den USA erreicht die Plattform mehr 18- bis 49-Jährige als der reichweitenstärkste TV-Kanal. Das Besondere daran ist, dass der Google-Manager seine Aussage alleine auf die mobile Nutzung bezieht. Würde man die Desktop-Nutzung hinzuzählen, wären herkömmliche TV-Sender sowieso längst abgehängt.

Google erstmals in der Unternehmensgeschichte mit Sparpolitik

Googles neue Finanz-Chefin Ruth Porat setzt auf eine härtere Sparpolitik. (Foto: Wikipedia / Jin Lee von Bloomberg News – CC BY 1.0)

Googles neue Finanz-Chefin Ruth Porat setzt auf eine härtere Sparpolitik. (Foto: Wikipedia / Jin Lee von Bloomberg News – CC BY 1.0)

Laut Analysten findet sich ein weiterer Grund für das zweitbeste Quartalsergebnis auch in der Sparpolitik, die Google zum ersten Mal in der Firmengeschichte durchführt. Dafür hat das Unternehmen sich im Mai die 57-jährige Investmentbankerin Ruth Porat ins Boot geholt. Nach einem internen Audit habe sie neue Maßstäbe in der Kostendisziplin gesetzt: Reisen, Verbrauchsmaterialien und Veranstaltungen seien heute stärker eingeschränkt und bedürften einer besonderen Begründung.

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Dieser ungewöhnliche Kurs beruhe darauf, dass der Umsatz des Internetkonzerns nicht mehr so stark wachsen könne, weil die wichtigste Einnahmequelle Online-Werbung an Dynamik verliert. Wie oben beschrieben, verändert sich das Werbegeschäft zwar in eine mobilere und videolastigere Richtung, allerdings kann es vom Umfang her noch nicht mit altbekannten Maßstäben mithalten. Der Wandel geschieht nicht von heute auf morgen, sondern vollzieht sich schleichend. Hier bedürfe es eines weitsichtigen Managements der Ressourcen, sagt Porat.

Nach wie vor zurückhaltend gibt sich Google beim Thema der Mittelzuteilung und bei der Frage, wie sich einzelne Geschäftszweige schlagen. Die grobe Strategie gehe in die Richtung einer 70-20-10-Verteilung: 70 Prozent der Mittel gehen in die Kernbereiche, 20 Prozent in Projekte, die unmittelbar mit dem Kerngeschäft verbunden sind (wie Android oder Google+), und zehn Prozent in Experimentelles. Google sei zwar eines der innovativsten Unternehmen der Welt, dennoch sei es gar nicht so leicht, zehn Prozent in gewagte Ideen zu investieren – derartige Schritte erforderten viel Nachdenken, so Ruth Porat.

via www.heise.de

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Kommentare (2)

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Werbung für alle

Soweit ich mitbekommen habe, wurden die Analysten-Erwartungen UNTERschritten.

Werbeeinnahmen mit Text-Werbung in Suchergebnissen oder mit Gif-Bildern ?

Was machen die Webseiten die Werbung einbauen wollen ? Oder gibts inzwischen bessere Vermarkter als Google ?

HEVC ist zwar nur halb so groß (bei angeblich gleicher qualität) wie h.264. ABER dummerweise ist UHD-1 vier mal so groß wie FullHD. Und viele 4k/UHD1-Kameras machen wohl leider kein HEVC sondern nur h.264 wodurch die Videos 4mal größer werden als bisher.
Aber Traffic wird immer billiger und ist ausserhalb der USA oft sogar noch billiger. Das gleicht das dann wohl halbwegs aus aber trotzdem beklagen sich fas alle über Ruckler.

Da die meisten Projekte eh nicht realisiert werden oder dann bis zur Schliessung (Reader, Wave, Base, BodySensors, Google Code…) vor sich hin stagnieren (Wallet, Google Glass, Google Github-Konkurrenz,…) würde ich bestenfalls 1% und Leistungsbezahlung in Seitenprojekte stecken.
Die Optimierung der Werbevermarktung und Suchergebnisse bliebe natürlich Priorität #1.

Wer auch mal am Handy surft merkt schnell, das in den Ergebnisse ZWAR die M.acme…. MOBILE.acme… usw. Seiten dominieren, ABER wenn man draufgeht es doch meist nur Desktop-Seiten sind wo man herumzoomen muss.
Ein Vorbild seit Jahren für mobile-Browsing ist und bleibt Wikipedia weil sie den Content so organisieren das man auch mit Readern oder halt am Handy das wichtige zuerst sieht.

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