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Ratgeber

Wordpress-Theme kaufen: Die ultimative Checkliste

Es gibt für Wordpress eine Vielzahl von sogenannten „Premium-Themes“, die häufig mit vielen Einstellungsmöglichkeiten werben. Worauf ihr beim Kauf eines solchen Themes achten solltet, zeigen wir euch in diesem Artikel.

Gleich vorweg: Themes sind nicht pauschal schlecht, wenn sie kostenlos angeboten werden, und nicht pauschal gut, wenn sie etwas kosten. Wenn ihr also ein kostenloses Theme findet, das für euch passt, dann nehmt es beziehungsweise testet es wenigstens (der Code von Themes auf Wordpress.org wird beim initialen Hochladen von einem Team überprüft, das sich mit der Materie auskennt). Wenn ihr vor dem Kauf eines kostenpflichtigen Themes steht, dann helfen euch folgende Punkte.

Wählt das Theme nicht nach Anzahl der Funktionen

Mit dieser Überschrift komme ich direkt zum meiner Meinung nach wichtigsten Tipp: Lasst euch nicht von der Vielfalt an angebotenen Funktionen blenden. Ein Wordpress-Theme sollte sich nur um die Darstellung der Inhalte kümmern, nicht darum, dass der Nutzer Inhalte erstellen kann. Wenn ihr also beispielsweise auf der Suche nach einem Theme für euer Fotografen-Portfolio seid und eins findet, das eine Portfolio-Funktion mitbringt, dann nicht einfach zuschlagen!

Der Punkt dabei ist folgender: So lange ihr das eine Theme benutzt, ist alles gut. Wenn ihr aber irgendwann mal nicht mehr mit dem Theme zufrieden seid und wechseln möchtet, dann verliert ihr alle Inhalte, die ihr über Theme-Funktionen angelegt habt – im oberen Beispiel wären das dann Galerien. Diese Inhalte müsst ihr dann wieder mühsam neu anlegen, um sie mit einem anderen Theme zu nutzen. Sehr beliebt sind beispielsweise Shortcodes, die das Theme mitbringt und die natürlich nicht mehr funktionieren, wenn ihr ein anderes Theme nutzt.

Deshalb gilt: Für Funktionen, die über die Darstellung der Inhalte hinausgehen, immer auf Plugins setzen, damit ihr die Funktionen auch nach einem Theme-Wechsel noch habt.

Wenn ihr ein Wordpress-Theme kaufen wollt, solltet ihr nicht nur nach dem Funktionsumfang des Themes gehen. Inhalte, die mit Theme-Funktionen erstellt wurden, gehen nach einem Theme-Wechsel verloren. (Screenshot: http://avada.theme-fusion.com)
Wenn ihr ein Wordpress-Theme kaufen wollt, solltet ihr nicht nur nach dem Funktionsumfang des Themes gehen. Inhalte, die mit Theme-Funktionen erstellt wurden, gehen nach einem Theme-Wechsel verloren – oben beispielsweise der Slider, Kontaktformulare …). (Screenshot: http://avada.theme-fusion.com)

Stellt euch das Theme mit euren Inhalten und Bildern vor

Bei Theme-Demos wird meist mit sehr hochwertigen Fotos gearbeitet, alles ist sehr harmonisch. Das kann ein bisschen anders aussehen, wenn ihr das Theme mit euren eigenen Inhalten bestückt. Wenn ihr also begeistert vor einer Theme-Demo sitzt, behaltet im Hinterkopf, wie das ganze wohl mit euren Inhalten aussehen wird.

Geht sicher, dass es sich um ein Theme für Wordpress (und das richtige Wordpress) handelt

So blöd es auch klingt: Auf einigen Plattformen, die Wordpress-Themes verkaufen, werden daneben auch noch andere Template-Arten vertrieben, zum Beispiel auch reine HTML/CSS/JS-Vorlagen. Achtet deshalb darauf, dass ihr euch im richtigen Bereich befindet und nicht versehentlich ein Template für ein ganz anderes System kauft ;)

Zudem gibt es einmal die selbstgehostete Variante von Wordpress, und die von Wordpress.com. Auch hier müsst ihr ein bisschen aufpassen – ein Theme für die Wordpress.org-Funktion kann nicht einfach für eine Wordpress.com-Site genutzt werden und andersrum. Kleiner Nachtrag: Es gibt auch andere Angebote, bei denen ihr nicht einfach ein beliebiges Theme installieren könnt – bei dem Managed-Wordpress-Hosting von 1und1 ist das beispielsweise nicht möglich.

Wie lange gibt es Support und Updates? Wie sind Reviews? Gibt es eine Rückerstattung?

Achtet darauf, wie lange ihr euch an den Entwickler wenden könnt, um Fragen zu stellen. Und darauf, welche Arten von „Support“ geboten werden. Wenn es gut läuft, gibt es die Möglichkeit, dem Entwickler schon vor dem Kauf Fragen zu stellen.

Zudem solltet ihr euch Reviews zum Theme anschauen, sofern vorhanden. Wichtig ist hier, sich nicht einfach auf die Sterne zu verlassen, sondern auch einen Blick auf die Bewertungen zu werfen. Eine 1-Stern-Bewertung kann auch wegen etwas abgegeben worden sein, das mit dem Theme nichts zu tun hat. Auch interessant ist die Reaktion von Entwickler-Seite auf Reviews.

Darüber hinaus müsst ihr darauf achten, wie lange ihr nach dem Kauf Updates für euer Theme bekommt und ob eine Rückerstattung möglich ist, wenn euch das Theme doch nicht gefällt.

Prüft die Anpassbarkeit des Themes

Wenn ihr eine sehr detaillierte Vorstellung davon habt, wie eure Website aussehen soll, wird es vermutlich schwer, ein genau passendes Theme zu finden. Wenn ihr also ein ähnliches Theme gefunden habt, prüft, ob die notwendigen Anpassungen am Design vielleicht schon mit den Einstellungsmöglichkeiten machbar sind (etwa Linkfarben), oder ob ihr ein Child-Theme nutzen müsst.

Wenn ein Child-Theme zum Einsatz kommen soll, wäre es optimal, wenn ein minimales Child-Theme bereits von Entwickler-Seite angeboten werden würde.

Prüft die Aktualität

Oft wird bei Themes angezeigt, bis zu welcher Version sie getestet wurden. Falls da größere Abstände zur aktuellen Version stehen, solltet ihr gegebenenfalls nachhaken, was da los ist und ob der Entwickler eventuell nicht mehr an dem Theme weiterarbeitet. Aber auch ein etwas größerer Abstand ist kein Grund, das Theme gleich auszuschließen – oft laufen Themes problemlos mit einer neuen Wordpress-Version. Nachfragen kostet bekanntlich nichts und verschafft euch Gewissheit, ob das Theme noch aktiv betreut wird.

Schaut euch auf möglichst vielen Anbieter-Plattformen um

Guckt nicht nur bei den großen Marktplätzen sondern auch bei kleineren. Eine kleine und unvollständige Liste mit Theme-Anbietern führe ich euch hier auf, mit Vor- und Nachteilen (natürlich aus persönlicher Sicht).

Elmastudio

Vor/Nachteil:

  • minimalistische Themes mit Fokus auf den Inhalten

Vorteile:

  • keine Beschränkungen in Domain-Anzahl oder der Nutzung für ein gekauftes Theme
  • Theme-Bundle, das alle bisherigen Themes sowie innerhalb von 12 Monaten dazukommende enthält
  • Support in einem dafür eingerichteten Forum oder per E-Mail (keine individuelle Theme-Anpassungen)
  • 30 Tage Geld-Zurück-Garantie ohne Angabe von Gründen. Falls Fragen zum Theme sind, können die aber vor dem Kauf gestellt werden

Nachteile:

  • Nur 12 Monate Updates für ein gekauftes Theme (wegen des sehr niedrigen Preises aber kein Beinbruch)

Themefurnance

Vor/Nachteil:

  • breites Spektrum an Anwendungsarten (E-Commerce, Blog, Portfolio …)

Vorteile:

  • „Theme Club“, in dem es Zugriff auf alle (aktuell 20) Themes gibt, inklusive 12 Monate Updates und 12 Monate neue Themes
  • Der teuerste Plan „Lifetime Club“ bietet lebenslange Updates und neue Themes
  • Support-Foren und Ticket-System
  • keine Beschränkung bei Anzahl der Websites

Nachteile:

  • 14 Tage Geld-Zurück nur unter bestimmten Bedingungen

Marketpress

Vor/Nachteil:

  • Themes mit Fokus auf Woocommerce (lassen sich aber natürlich auch ohne Woocommerce nutzen)

Vorteile:

  • keine Beschränkung in Nutzung oder Domainanzahl
  • 14 Tage Widerrufsrecht ohne Angabe von Gründen
  • Support über Helpdesk

Nachteile:

  • nach 12 Monaten muss für weitere Updates und Support verlängert werden

MH Themes

Vor/Nachteil:

  • diverse Magazin-Themes

Vorteile:

  • keine Nutzungsbeschränkungen oder Beschränkungen auf eine bestimmte Domain-Anzahl
  • Support in einem Forum (Support enthält keine individuellen Anpassungen)

Nachteile:

  • eingeschränkte Rückerstattung. Innerhalb von 14 Tagen und nur, wenn das Theme „nicht funktioniert wie beworben“

Themeforest

Vor/Nachteil:

  • sehr große Auswahl

Vorteile:

  • scheinbar keine begrenzte Zeit, in der es Updates für Themes gibt

Nachteile:

  • viele Themes mit Funktionen überladen – einiges davon wäre auch besser in Plugins aufgehoben (siehe erster Punkt)
  • begrenzte Support-Zeit. Standard sind hier sechs Monate, das kann vom Anbieter aber angepasst werden
  • Qualität durchwachsen
  • es muss eine gesonderte Lizenz erworben werden, um die Themes für Endkunden-Websites zu verwenden

Habt ihr schon Wordpress-Themes gekauft und was für Erfahrungen habt ihr gemacht?

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11 Reaktionen
davisbrown562

Gestalten Sie Templates und Themes in wenigen Minuten ohne irgendwelche technischen Fähigkeiten http://templatetoaster.com/de

Antworten
Pico

Mit Themeforest (eine envato.com Firma) hab ich ganz schleche Support-Erfahrung. Schließlich muss ich durch Paypal mein Geld zurück fordern und habe mich trotz zahlreicher Käufe auf der Plattform dazu entschlossen meinen Account sperren/löschen zu lassen. Ein rießen Ärger wegen einer Lappalie.

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grep

Hallo Pico,

ist ihnen ihr Geld denn vollständig rückerstattet worden ?

Ciao, Sascha.

Antworten
grep

Hallo ...,

weshalb sollte man für etwas Geld bezahlen zu dem es kostenlose Alternativen gibt und wieso modifiziert resp. programmiert man betreffende (kostenpflichtige) Erweiterungen (Zusatzmodule) u. / od. Vorlagen / Entwürfe nicht entsprechend den eigenen Vorstellungen; der Quellcode liegt doch offen.

Lieber das Geld in Programmier- / Lehrbücher investieren und selbst etwas kreieren.
Diese Programme sind ihr Geld nicht wert.

Ciao, Sascha.

Antworten
E.

Hallo Sascha :)

Es gibt Menschen, die nicht coden können - noch wollen, die ihre Website jedoch selbst pflegen möchten.

Ein Webdesigner kann entweder ein Theme kostenlos aus dem WordPress Verzeichnis herunterladen oder sich eines kaufen und nach belieben über ein Child Theme anpassen.

Eine mit WordPress generierte Website kann in einem Cache statisch vorbereitet sein und so sehr schnell geladen werden.

WordPress ist kostenlos und sowie 45.000 Plugins im WordPress Verzeichnis dafür auch.

Einige Themes und Plugins kosten Geld. Sind aber durchaus erschwinglich und ihr Geld mehr als wert.

Plugins können die Funktionen von WordPress extrem erweitern und viel Arbeit abnehmen.

Allerdings finde ich es schön wenn Menschen noch »ursprünglich« programmieren. Daher soll dies keinerlei Kritik sein. Ganz im Gegenteil.

»Code is poetry« <3

E.

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Olaf Hunck

Natürlich ist es immer so eine Sache mit den Premium-Themes. Die meisten Menschen brauchen nicht "alle" Funktionen und müssen dazu eine Vielzahl an Plugins installieren. Dies verlangsamt natürlich das ganze System. Ich selber finde es unerheblich was ein Theme kostet, denn wenn ich es gut finde und die Funktionen brauche, dann kaufe ich es eben, aber gerade hier sollte man sich sicher sein, was man alles braucht und ob man in der Lage ist dieses Theme so umzusetzen wie man will. Auch ich bin der Meinung, dass Elegant Themes oben noch fehlt. Gerade das DIVI ist ein sehr gutes, aber eben auch ein riesiges Theme mit großen Möglichkeiten. Ich empfehle es selber gerne, da man sehr viele Möglichkeiten hat, aber das geht auch mit Enfold oder dem Be-Theme und vielen anderen. Hier spielt auch ein bisschen der Umgang mit dem Hersteller mit. Denn gerade der Support ist dann sehr wichtig. Erst recht, wenn man persönliche Anpassungen macht. Und das sollte auch gut sein, schließlich bezahlt man auch den Support mit dem Kauf des Themes.

Antworten
Joern

Ein wesentlicher Faktor sind auch die Konditionen, ob man ein Theme für unbegrenzt viele Webseiten nutzen kann oder eben nur eine Einzellizenz erhält.
In dieser Aufstellung fehlt auch auf jedem Fall das Divi Theme, das WordPress Theme mit dem momentan wohl besten Page Builder: http://skillday.de/multipurpose-wordpress-theme/

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Markus

Wenn man ein Theme für 60$ kauft, dann das Debugging einschaltet und erst mal ne ganze Latte von Fehlermeldungen bekommt dann spricht das nicht gerade für die Qualität des Themes.

Dann doch lieber die Zeit und das Geld investieren und ein eigenes entwickeln welches skalierbar ist, mit bewährten Plugins bestückt ist und man für verschiedene Projekte hernehmen kann. Spart später im viel Zeit und Nerven.

Antworten
Stefan Kremer

Auch wenn immerhin in dem Artikel schon Anführungszeichen dafür verwendet wurden: könnten wir bitte in der WP-Community damit aufhören von »Premium« Themes für den bezahlten Käse zu sprechen. Aus den o.g. Gründen des Funktions-embedding bin ich eher geneigt von »Dreck« oder »Müll« Themes zu sprechen. Nicht nur die eingeschränkte Migrationsmöglichkeit auch elementare Sicherheitsaspekte sprechen sehr nachhaltig dagegen, die - bei WordPress ansonsten in sehr weiten Teilen sehr gut gelöste - Dreitteilung von Content, Funktion und Gestaltung durch solche Themes durchbrechen zu lassen!

Antworten
Tim

100% Zustimmung!

Antworten
grep

Hallo ...,

Webseiten mit statisch (ergo nicht dynamisch) generierten Inhalten, welche somit lediglich (X)HTML u. ggf. CSS nutzen, kein PHP, JavaScript, usw., benötigen auch kein CMS, geschweige denn ein aufgeblähtes Wordpress-CMS.

Wenn es sich bei den Webseiten-Inhalten aber um dynamisch generierte Inhalte handelt, welche dann (z. B.) mittels PHP, JavaScript, etc., erzeugt werden (sollen) und man dies in diesem Kontext unbedingt via CMS realisieren möchte / muss ..., dann sollte / muss es allerdings nicht zwangsläufig ein Wordpress-CMS sein, erst recht kein kostenpflichtiges Plugin.

Es gibt viele etablierte, sichere, kostenfreie Alternativen am Markt.

Ciao, Sascha.

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