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Auf dem Weg zum Fashion-Ökosystem: Was hinter Zalandos Übernahme von Tradebyte steckt

Zalando übernimmt den Middleware-Anbieter Tradebyte, was steckt dahinter und wie geht es weiter? Ein kurzer Überblick.

Der international tätige Fashionhändler Zalando hat zusammen mit der Veröffentlichung seinen Quartalszahlen die Übernahme des Middleware-Anbieter Tradebyte angekündigt. Die Übernahme steht unter dem Stern von Zalandos immer stärker hervortretender Plattformstrategie: dem Aufbau eines Fashion-Ökosystems.

(Screenshot: Tradebyte)
Zalando übernimmt mit Tradebyte einen Middleware-Anbieter, der unter andere für Marken und Hersteller Anbindungen an Marktplätze realisiert. Eine schematische Darstellung des Tradebyte-Angebotes. (Screenshot: Tradebyte)

Tradebyte wird von Zalando übernommen

Seit 2012 arbeitet Zalando schon mit dem Middleware-Anbieter zusammen, um die eigene Plattformstrategie umzusetzen. Zalando ist längst kein simpler Mode-Onlineshop mehr, sondern agiert weltweit als Marktplatz. Die eigenen Sortimente werden durch Marken-Sortimente ergänzt, die von Unternehmen wie Adidas selbst als Händler auf der Plattform angeboten werden.

Tradebyte wiederum ist ein spezialisierter E-Commerce-Middleware-Anbieter, der sich auf zwei Kernfelder konzentriert: auf die Anbindung von Marken und Händlern an Marktplätze und auf eine Technologie, die den Aufbau eines Marktplatzes erst ermöglicht.

In diesem Monat hat Zalando SE die Tradebyte Software GmbH nun zu 100 Prozent übernommen, der Kaufpreis wurde dabei nicht genannt. Tradebyte bleibt nach Auskunft des Unternehmens als etablierte Marke bestehen, ebenso alle Partner- und Kundenbeziehungen. Die Firma soll auch weiterhin Absatzkanäle für Hersteller und Marken außerhalb von Zalando bespielen.

Zalando baut seine Plattformstrategie aus

In Deutschland recht harmlos unter dem Link „Partnerprogramm“ versteckt, arbeitet Zalando schon seit langem daran, seine Position als Marktplatz mit angeschlossenem Ökosystem auszubauen. Mit den „Zalando Brand Solutions“ betreiben aktuell rund 100 Partner in 15 Ländern sogenannte „Brand Shops“ in Eigenregie unter Zalandos Dach und verkaufen über Zalandos Kanäle ihre Produkte. Insgesamt sind rund 150 Partner in diesem Partnerprogramm aktiv.

(Screenshot: Zalando)
Zalando ergänzt mit der Tradebyte-Übernahme seine Plattform-Strategie. (Screenshot: Zalando)

Nur an der Marge der verkauften Produkte zu verdienen, ist heute langfristig nicht mehr genug für Unternehmen, die eine Marktführerschaft in einzelnen Produktkategorien anstreben. An den ergänzenden Dienstleistungen für den Verkauf mitzuverdienen und so ein Ökosystem aufzubauen, ist eine Strategie, die sich nicht nur bei Amazon, der Otto-Group oder deren Startup „About You“, sondern auch bei Zalando immer stärker bemerkbar macht.

Neben der letztjährigen 20-prozentigen Beteiligung  an Anatwine, einem Middleware-Anbieter aus dem gleichen Segment wie Tradebyte, zeigt sich das auch an Übernahmen wie der von Metrigo, einem „datadriven“ Marketing-Startup.

Darüber hinaus entstehen besonders im mobilen Bereich Verkaufskanäle jenseits des zentralen Zalando-Onlineshops, beispielsweise mit der App Amaze, die noch auf den Zalando-Checkout setzt, oder der völlig unabhängig agierenden App Fleek oder sowie dem Projekt Zalon, einem Curated-Shopping-Dienst.

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