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Zeitmanagement: So baust du dir deine Tagesstruktur fürs Homeoffice

Es gibt keine Lösung für alle. Wenn wir zu Hause gut arbeiten wollen, müssen wir uns an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Mit diesem Modell zu Prioritäten, Bedürfnissen und Rahmenbedingungen fühlt sich die Arbeitswoche in der Wohnung besser an.

4 Min. Lesezeit
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Die Führung auf Distanz ist anspruchsvoll. Wie es Managerinnen und Managern gelingen kann, erklärt unser „Führen im Homeoffice“-Guide. (Foto: Shutterstock)

Der perfekte Homeoffice-Tag wäre ungestört, produktiv, kreativ, nutzt die Zeit, die sonst für Arbeitsweg und Kantine draufginge, für kleine Extraprojekte – und wie wir sehen, gibt es den perfekten Homeoffice-Tag nicht.

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Es liegt aber in der Verantwortung jedes Einzelnen, etwas daraus zu machen. Für die Firma, klar. Aber auch für das eigene Wohlbefinden. Wir kommen nicht sehr weit, wenn wir uns mit Druck durch die Woche zwingen – oder mit alten Regeln. Deshalb ist dies keine Liste, die dir sagt, wie du zu arbeiten hast. Ich unterstelle mal, dass du schon groß bist. Du wirst also deine eigene Lösung finden müssen. Deshalb ist das ein Artikel, der dir ein Modell an die Hand gibt, mit dem du selbst ganz automatisch herausfindest, wie du gut arbeiten kannst.

Das Problem mit den allgemeinen Ratschlägen: Sie sind nicht allgemeingültig. Mach große Dinge zuerst, heißt es da – dann sind sie aus dem Kopf. Mach kleine Dinge zuerst – dann leert sich die To-do-Liste. Oder mach zuerst das Wichtigste.

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Vergiss das alles. Arbeite mit dir selbst, es wird nicht lange dauern. Danach kannst du loslegen.

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Folgendes werden wir machen:

  1. Benenne deine Prioritäten
  2. Kläre deine Bedürfnisse
  3. Notiere deine Rahmenbedingungen
  4. Lege Zeit-Slots fest

Diese Aspekte sind wichtig, weil sie dir einen leichteren Fluss durch die Woche erlauben. Du kannst einen Kalender dafür nehmen oder dir eine Wochenübersicht auf ein A4-Papier zeichnen, dann lass oben drüber noch einige Zentimeter Platz für deine Prioritäten.

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Los gehts.

1. Notiere deine Rahmenbedingungen

Dieser Schritt ist leicht: Schreib deine Termine auf. Wann musst du telefonieren, wann hast du Meetings, wann müssen die Kinder aus der Kita geholt werden?

Schreib es in eine Wochenübersicht.

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2. Kläre deine Bedürfnisse

Du wirst schon längst wissen, wann du gut arbeitest. Falls du unsicher bist, weil sich dein Arbeitsumfeld gerade stark verändert hat, dann beobachte dich noch mal ein paar Tage. Wann bist du schnell? Wann bist du produktiv? Wann fühlst du dich bei deiner Arbeit wohl? Und wann möchtest du dich am liebsten für eine Viertelstunde hinlegen?
Schreib es dir hinter die Ohren oder notier es neben deiner Übersicht. Deinen persönlichen Rhythmus solltest du kennen und bei jeder Planung berücksichtigen.

3. Benenne deine Prioritäten

Für jeden Zeitabschnitt gibt es Dinge, die gerade am wichtigsten sind. Daraus könnte sich ein ganz natürlicher Wochen-Workflow ergeben – doch leider ist diese Methode total ineffektiv. Das Lust-Prinzip führt selten zum Ziel. Klüger ist es, für bestimmte Zeiten Prioritäten festzulegen. Für jede Woche und jeden Tag könnte für viele Menschen eine sinnvolle Einteilung sein. Wenn es bei dir anders ist, dann leg selbst Intervalle fest.

Wichtig ist, dass sie nicht zu klein werden, damit du für den Alltag flexibel bleibst. Stundenpläne funktionieren außerhalb der Schule einfach nicht mehr.

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Frage dich zuerst: Was ist in dieser Woche am wichtigsten? Das dürfen auch zwei oder drei Themen sein.
Schreib es auf.

Dann legst du für jeden Tag Schwerpunkte fest. Worauf liegt dein Fokus?
Und was ist noch wichtig?

Schreib alles auf. Aber geh nicht zu viele Tage in die Zukunft. Je nach Job reicht es schon, den nächsten Tag zu planen und für die folgenden Tage nur Termine und konkrete Aufgaben zu notieren.
Dann priorisierst du von oben nach unten. Schreib dir keine Dinge in deine Tagesübersicht, die du sowieso nicht schaffst. Für eine beeindruckende To-do-Liste gibt’s keine Preise. Verschieb sie lieber direkt auf einen anderen Tag.

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4. Lege Zeit-Slots fest

Nun weißt du alles, was du wissen musst, um gut durch die Woche zu kommen. Bis auf die Dinge, die unvorhergesehen sind, aber das können wir an dieser Stelle nicht ändern.

Überleg dir, was du wann machen willst und skizziere es grob in deiner Übersicht. Red dir nicht ein, alles sei gleich wichtig. Dieses Gefühl lügt. Genau deshalb hast du ja priorisiert. Wenn du dir selbst ein Geschenk machen willst, dann schreib noch Stillarbeitsphasen dazu.

Nun bist du gut für die Woche vorbereitet und sehr gut für den kommenden Tag. Mein wichtigster Tipp für solche Planungen: Mach sie nicht zu hübsch. Deine Übersicht soll für dich funktionieren, sie muss keine Preise gewinnen. Du wirst sowieso ständig Termine durchstreichen, Aufgaben verschieben und manchmal sogar Schwerpunkte ändern. Das Arbeitsleben ist leider zu dynamisch für herkömmliche Journaling-Methoden. Mit diesem Plan aus Schwerpunkten, Bedürfnissen und Rahmenbedingungen bleibst du flexibel.

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Die Grundlage eines guten Zeitmanagements ist es, sich selbst keinen Quatsch einzureden. Du musst dir auch keine Strategien oder Techniken merken. Merk dir nur, was für dich selbst wichtig ist. Dann kommst du gut durch die Woche.

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