Ratgeber

10 Tipps für deinen Markenaufbau

(Grafik: Shutterstock)

Bei jährlich über einer halben Million Existenzgründungen in ganz Deutschland ist es wirklich nicht leicht, sich in die vielen Köpfe da draußen zu brennen. Machbar ist es aber schon.

Um eine Marke aufzubauen, die Hand und Fuß hat, musst du das, was du über dich, deine Zielgruppe und deine Konkurrenz weißt, mit deiner Persönlichkeit verbinden. Nur so erschaffst du deinen ganz eigenen Stil und ziehst die Leute an, die genau diesen feiern. Gut, dass eines der Grundelemente für erfolgreiches Branding ein konsistentes Corporate Design ist, das über die gesamte Marke hinweg funktioniert, ist ganz klar. Dass Online-Marketing im Einklang mit dem Rest der Marke stehen sollte, auch.

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Aber um eine Marke zu schaffen, die wie der Phönix aus der Asche steigt, darf es nicht bei Logo, Schrift und Farbe bleiben. Branding ist mehr als das. Es geht um Glaubwürdigkeit, Authentizität, Positionierung und um ein grandioses Erlebnis für dein Publikum.

Das klingt doch nach etwas, das man unbedingt haben muss, oder? Na, dann los!

1. Schaffe positive Erfahrungen

Der Kunde ist König und das will er sich auch nicht nehmen lassen. Sobald die Wertschätzung flöten geht, der Fokus zum anderen Ende der Welt abwandert und du die Kundenbedürfnisse aus den Augen verlierst, sind Kunde und Vertrauen auch ganz schnell verloren. Und ohne Kunden ist jede Marke wertlos.

Selbst bei den Unhöflichen oder Aggressiven lohnt es sich, den „Königsweg“ zu gehen. Oft sind es diese Pessimisten, die später deine treuesten Kunden werden.

2. Halte deine Versprechen

Heißt es „Ich liefere die gewünschte Grafik bis Donnerstag, 16 Uhr “, dann wäre es fatal, das nicht zu tun. Denn wir wissen alle: Ist der Ruf erst ruiniert, ist der Erfolg wie wegradiert und der Untergang vordatiert. Zeitmanagement und Konzentration sind das A und O. Nichts ist schlimmer, als dir stündlich 220 Euro dafür zu zahlen, dass du wichtige Informationen übersiehst oder vergisst. Und das nur, weil du Larifari machst und alles überstürzt.

Es schadet auch nicht, mehr zu liefern, als vereinbart war. Es muss nichts Großes sein, aber wenn der Kunde eine Sache nicht erwartet, ist ein Lächeln garantiert. Genau wie die Erinnerung an dich.

3. Sei präsent und erreichbar

Willst du Einfluss nehmen, musst du zunächst respektiert werden. Und das geschieht nicht, wenn du nie erreichbar bist. Mache es den Kunden leicht, mit dir Kontakt aufzunehmen. Denn sind wir mal ehrlich: Interessieren wir uns für ein Produkt oder eine Dienstleistung, frustriert nichts mehr, als die Tatsache, dass niemand zu erreichen ist.

Sobald du nachlässig wirst, fällt das schneller auf deine Marke und deine Glaubwürdigkeit zurück, als du „Ich bin doch aber glaubwürdig“ sagen kannst.

4. Sei eine Ressource

Einer der wirkungsvollsten Wege, mit Menschen in Kontakt zu treten, ist, ihnen zu helfen. Du musst es aber auch aus tiefstem Herzen wollen! Oft haben wir es im Urin, wenn Großzügigkeit Fake ist. Sei ehrlich und sie vertrauen dir.

Das gilt auch für deine Dienstleistung. Gib deinen Interessenten nützliche Informationen, die ihnen dabei helfen, deine Branche und dein Tun zu verstehen. Ohne dabei Fakten zu verbergen oder die Wahrheit zu verfälschen – je nach Kundenbedürfnis.

5. Baue Beziehungen auf

Bitte deine Kunden um Feedback, damit du dein Produkt noch besser machen kannst. Und wenn sie Feedback geben, reagiere darauf. Genauso kannst du sie auch mit einbeziehen, wenn es um Vorschläge und Ideen für Veränderungen oder Neuerungen geht. Dürfen sie sich beteiligen, stärkt das nicht nur eure Geschäftsbeziehung, sondern auch die Markentreue.

Apropos Aufmerksamkeit und Reichweite: Willst du selbst mehr davon, scheue dich nicht, Leute zu kontaktieren, die dich fördern können. Nimm dir die Zeit, nach Influencern, Mentoren und Branchenkollegen Ausschau zu halten.

6. Bleib menschlich

Du willst, dass deine Marke menschlich und zugänglich statt kalt und distanziert wirkt? Dann entspanne dich ein wenig und zeig dich der Welt. Sei lustig, sei nachdenklich, sei ungeschickt, sei du selbst – die Leute spüren das und werden jede Situation mit dir fühlen.

Außerdem wird es zum Gamechanger, wenn du deiner Marke ein Gesicht gibst. Leute brauchen ein Gesicht, mit dem sie sich identifizieren können. Und wenn es ein Sprecher oder ein Maskottchen ist. Auch gut! Hauptsache ein Markengesicht.

7. Übernimm die Führung

„Meistens wissen die Leute nicht, was sie wollen, bis man es ihnen zeigt“, hat Steve Jobs einmal gesagt. Die Menschen wissen zwar, welches Problem sie haben und dass es dringend gelöst werden muss, aber es liegt an dir, ihnen zu zeigen, wie du ihr Problem lösen oder ihr Bedürfnis erfüllen kannst. Verzichte dabei aber bitte auf die Oldschool-in-your-Face-Verkaufsmethoden. Niemand mag sie, jeder hasst sie. Sie sind der Grund, weshalb sich potenzielle Kunden zurückziehen werden.

Denke auch daran, dass bei einem Kauf meist ein paar Gewissensbisse mitgekauft werden. Also unterstütze deine Kunden lieber dabei, sich in ihrer Entscheidung wohlzufühlen, indem du sie darin bestätigst.

8. Sei originell und authentisch

Es bringt absolut nichts, jemanden zu kopieren. Denn du musst nicht seine, sondern deine Zielgruppe ansprechen; auf das Interesse deiner Leute eingehen. Und das mit deinem Stil! Deshalb darfst du auch ruhig den Freak rauslassen und deine Marke mit deiner Persönlichkeit schmücken. Denn sie ist es, was eine Marke einzigartig und Unbekannte zu Kunden macht.

Sei originell. Wenn es dir allerdings an Kreativität fehlt, investiere in Mentoren und Experten. Denn überleg mal, wie gut du dich maximal präsentieren kannst, wenn du dich ausschließlich mit dem zufrieden gibst, was dir eigenhändig möglich ist.

Aber übertreibe es nicht und unterziehe alles einem Nützlichkeitstest. Manchmal schweift nämlich die Einzigartigkeit in Unsinn ab. Und dann haben wir Klebeband, das nach Zitrone riecht, oder Visitenkarten, die der Hose an den unmöglichsten Stellen eine ungewollte Form geben.

9. Sprich die Sprache deiner Zielgruppe

Wenn deine Kunden Fachchinesisch benutzen, lass auch deine Eloquenz sprechen. Wenn nicht, bringt es wenig Sympathiepunkte, so mit deiner Zielgruppe zu reden. Mach es ihnen so einfach wie möglich, dich zu verstehen, indem du den gleichen Jargon verwendest. Aber immer nur soweit, wie es deiner Authentizität bekommt.

Nun ist es so, dass dein Publikum mit der Zeit wachsen und sich auch verändern wird. Um weiterhin relevant zu bleiben, wachse mit ihnen. Passe deine Marke, und dazu zählt auch die Sprache, den neuen Gegebenheiten an.

10. Bringe wirklich alles in deine Marke ein

Um zu wirken, muss sich deine Marke durch jede Faser deines Handelns ziehen. Lass hier nichts ungebrandet und sei konsequent auf die gleiche Art und Weise. Völlig egal, welches Medium du verwendest – von Bildsprache bis Botschaft, von Print bis Produkt.

Und behalte jederzeit das Gesamte im Auge. Egal, was du deinen Kunden anbietest, es muss immer deiner Marke dienen und nicht von ihr ablenken.

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2 Kommentare
juston
juston

Was bedeutet in-your-Face-Verkaufsmethode?

Antworten
Sandra Schwietzer

Gemeint sind die lauten Hard Sell Methoden, die direkt und mit hoher Geschwindigkeit auf dich zurasen. Dabei nicht von dir ablassen und eine sofortige Kaufentscheidung fordern.
Im Gegensatz zu den Soft Sells, die darauf aus sind, eine Beziehung zu den potentiellen Kunden aufzubauen, um sie emotional an das Produkt heranzuführen.

Antworten

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