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5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: Künstliche Intelligenz wird greifbar

Jeden Montagmorgen berichten wir über fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Diesmal geht es unter anderem um ein KI-Projekt, das verstorbene Stars zeigt, abgelaufene Impfzertifikate und Alternativen zur Gehaltserhöhung.

Von Holger Schellkopf
6 Min. Lesezeit
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Was war das wohl für eine Überschrift? (Bild: t3n via Dall-E)

KI wirkte lange Zeit wie so eine Art herbstlicher Nebel: immer da, aber doch nicht zu fassen. Das hat sich in der jüngeren Vergangenheit geändert. Aus allen Ecken treten nun Anwendungen zutage, die ganz zentral auf dem Einsatz von künstlicher Intelligenz basieren. Das Modell Text-zu-Bild-KI ist aktuell eine der ganz heißen Nummern im Netz. Die nächste Evolutionsstufe ist auch schon da: Zuckerbergs Meta ist dieser Tage mit Make-A-Video um die Ecke gekommen. Wie der Name schon sagt, geht es hier um einen Videogenerator.

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Ganz neu ist das alles nicht. Adobe hat beispielsweise in vielen Programmen schon beeindruckende Anwendungen aus dem eigenen KI-Framework Sensei im Einsatz. Die einfache Verfügbarkeit von Plattformen wie Dall-E sorgt aber für eine ganz andere Wahrnehmung des ganzen Themenkomplexes KI. Der Nebel ist plötzlich greifbar geworden. Wir sehen, welche Möglichkeiten in diesen Lösungen stecken. Wir sehen aber auch, dass mit derart mächtigen Werkzeugen allerlei (auch gefährlicher) Unsinn angestellt werden kann. Es ist gut und wichtig, dass KI aus dem Ungefähren in das Handfeste kommt. Nur so können wir die Möglichkeiten nutzen und die Risiken berücksichtigen.

Übrigens: Vergangenen Freitag war der Internationale Podcast-Tag. Für uns bei t3n genau der richtige Tag, um unser neues Podcast-Angebot zu präsentieren. Weekly kennt ihr ja, aber wie sieht es denn mit Daily, Catch Up oder Interview aus? Ach ja, t3n Daily gibt es wie t3n Weekly auch als Newsletter. Für die Podcasts gibt es jetzt auch eine eigene Seite.

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1. Wir haben einer Bild-KI unsere Headlines gegeben – das ist passiert

Um Bild-KI gibt es aktuell einen riesigen Hype. Eines der ambitioniertesten Projekte, Dall-E, ist jetzt für alle zugänglich. Wir haben nicht gezögert und direkt den Test gemacht. Wir haben uns gefragt, was passiert, wenn wir die Bild-KI mit den Überschriften unserer Artikel füttern.

Schnell wird klar: Ohne eine richtige Abfrage, beziehungsweise Aufforderung („Prompt“) ist auch das beste KI-Modell nicht präzise. Richtig gute Ergebnisse gibt es nur mit etwas Geduld und Übung, richtig lustige gibt aber auch so.

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Dabei solltet ihr im Kopf behalten: Formuliert exakt und präzise, was ihr auf dem Bild sehen wollt. Achtet auf die Syntax. Und probiert verschiedene Stilrichtung aus (z.B. Renaissance, Retro, Futuristic, Oil Painting oder In the Style of in Kombination mit dem Namen einer künstlerischen Größe).

Eine Bild-KI kann nur mit Unmengen von Trainingsdaten gut funktionieren. Das kann unangenehme Konsequenzen haben. Erst kürzlich fand eine KI-Künstlerin Bilder aus ihrer eigenen (privaten) Krankenakte in KI-Trainingssatz wieder. Glücklicherweise gibt es mittlerweile Websites, die euch sagen, ob ein Bild von euch zum Training von KI-Modellen genutzt wurde.

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2. Alternativen zur Gehaltserhöhung

In schwierigen Zeiten ist es nicht so einfach, über Gehaltserhöhungen zu sprechen. Das gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie für die Unternehmen. Für Arbeitgeber kann das über kurz oder lang zu einem echten Problem werden. Wenn Angestellte über längere Zeit hinweg unzufrieden mit ihrer Gehaltsentwicklung sind, leidet nicht nur die Motivation. Im schlimmsten Fall suchen sich die Fachkräfte einen Arbeitsplatz, an dem sie besser verdienen. In der Regel wird das für Arbeitgeber dann richtig teuer: Nicht nur, dass ein kostenintensiver Recruiting-Prozess startet, die Mitarbeiter nehmen auch Wissen mit. Neue Kolleginnen und Kollegen einzuarbeiten, kostet ebenfalls einiges an Zeit und Geld.

Häufig gibt es aber durchaus interessante Alternativen zur Gehaltserhöhung, von denen beide Seiten profitieren können. Steuer- und sozialabgabenfreie Extras wie ein Notebook oder ein Smartphone-Vertrag können unter Umständen mehr einbringen als ein höheres Bruttomonatsgehalt. Zudem kann der Arbeitgeber die Extras abschreiben. Auch vom Arbeitgeber übernommene Jobtickets, Yogakurse oder Kitabeiträge können monatlich für Entlastungen und somit für mehr Geld in der Brieftasche sorgen.

Nachteil dabei: Steuerfreie und sozialabgabenfreie Extras fließen nicht in die Berechnung eines eventuellen Arbeitslosengelds oder der späteren Rente ein.

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3. Google-Suche wird bildlastiger

Zum dritten Mal in Folge stellte Google im Search-On-Event Neuerungen seiner Produkte vor. SEO-Expert:innen müssen sich darauf einstellen, dass Bilder noch wichtiger werden. Die Google-Suche wird nämlich einen neuen Anstrich bekommen: Sie nähert sich Discover und ein bisschen auch an Pinterest an. Dazu kommt Multisearch nach Deutschland und überall sind mehr Vorschläge, damit Nutzer:innen ihre Suchen möglichst einfach konkretisieren können. Zuletzt ist die Verbesserung in der Google Lens optimiert worden: Wird Text im Bild übersetzt, gibt es in Zukunft keine unschönen Textkästen mehr. Stattdessen wird berechnet, wie das Bild hinter dem Text wohl aussieht, und entsprechend eingefügt.

Die Multisearch wurde zum ersten Mal im Search-On-Event 2021 angekündigt. Dabei werden verschiedene Informationsarten zu einer Suchanfrage kombiniert, beispielsweise ein Bild und Text. Die Multisearch oder Kombisuche ist bereits weltweit auf Englisch verfügbar. In den kommenden Monaten soll sie in über 70 weiteren Sprachen ausgerollt werden, darunter auch Deutsch. Die Multisearch soll bald auch mit dem „In meiner Nähe“-Feature funktionieren.

4. KI-Projekt zeigt verstorbene Stars gealtert

Wie würde wohl Prinzessin Diana heute aussehen? Oder Heath Ledger, Kurt Cobain, Michael Jackson? Der Fotograf Alper Yesiltas will mithilfe von künstlicher Intelligenz genau diese Frage beantworten. Der in Istanbul lebende türkische Rechtsanwalt und Fotograf Alper Yesiltas fotografiert seit fast 20 Jahren. Seine Fotos wurden mehrfach ausgezeichnet und in Büchern, Zeitschriften oder Ausstellungen gezeigt. Im Rahmen seines Projekts „Als ob nichts passiert wäre“ lässt Yesiltas eine KI die Bilder verstorbener Stars so verändern, dass es so aussieht, als würde man die Stars heutzutage fotografieren – wenn sie nicht gestorben wären. Entstanden sei die Idee zu dem Projekt, als sich Yesiltas wünschte, er könnte einige der Menschen, die er besonders vermisse, noch einmal vor sich haben. Der härteste Teil dieses kreativen Entstehungsprozesses bestehe darin, dass sich die Bilder für ihn echt anfühlen müssen, sagt Yesiltas.

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Der Fotograf verwendet verschiedene Softwareprogramme, darunter die KI-gestützte Foto-App Remini sowie Bearbeitungsprogramme wie Lightroom oder VSCO. Wie lange es dauert, bis eines der Bilder fertig ist, könne er nicht genau sagen. Yesiltas hat schon eine ganze Reihe Stars auf diese besondere Weise porträtiert. Folgende verstorbene Persönlichkeiten finden sich auf dem Instagram-Account @alperyesiltas: Freddie Mercury, Heath Ledger, Janis Joplin, Michael Jackson, Kurt Cobain, Jimi Hendrix, John Lennon, Ringo Starr, George Harrison, Bruce Lee, Elvis Presley, 2pac, Prinzessin Diana, Selena Quintanilla-Pérez, Paul Walker und Amy Winehouse.

5. Was du tun solltest, wenn das Impfzertifikat jetzt abläuft

Bei vielen, die vor einem Jahr ihre Impfung gegen Corona erhalten haben, schlägt jetzt die Zertifikatsdatei der Corona-Warn-App oder der Covpass-App Alarm. Ein Impfzertifikat ist in Deutschland für genau ein Jahr gültig. Das bedeutet aber nicht, dass man sich – unter technischen Gesichtspunkten – erneut impfen lassen muss, um das Zertifikat zu verlängern oder ein neues zu erhalten. Es geht vielmehr darum, das Impfzertifikat zu erneuern, was man über den Punkt „Zertifikate erneuern“ erledigen kann. Das geht laut Bundesgesundheitsministerium bis zu dreimal.

Auch wenn in Deutschland an vielen Stellen schon kein Impfnachweis mehr verlangt wird, solltest du die Aktualisierung des Zertifikats vornehmen. Denn zum einen hast du, falls sich die Lage im Herbst ändern sollte, gleich alle Zertifikate verfügbar, zum anderen kann es bei Auslandsreisen durchaus vorkommen, dass in anderen Ländern oder an Zollstellen und Flughäfen ein Impfnachweis verlangt wird. Dies gilt insbesondere für außereuropäische Länder, die hier teilweise deutlich strenger sind als die EU-Staaten.

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Viele von uns haben sich im Laufe der Zeit ein neues Smartphone oder Mobilgerät zugelegt. Dann kann man entweder die QR-Codes der Zertifikate erneut einlesen, was die einfachste Lösung ist, wenn man diese noch verfügbar hat. Andernfalls kann man aus dem alten Smartphone aber auch die Zertifikate exportieren – über den Punkt „Zertifikate“ und dort oben den Export-Button.

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