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Recherche deckt massenhaften Betrug mit Affiliate-Links auf

Affiliate-Programme sind für manche Blogger und Medienangebote im Web eine wichtige Einnahmequelle. Dem Magazin c’t zufolge sind solche Programme manipuliert worden. Der Schaden ist beträchtlich.

2 Min.
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Provisionen von Affiliate-Links wurden auf das Konto von gutscheincodes.de gelenkt. (Screenshot: t3n)

Partnerprogramme großer Online-Händler und -Netzwerke sind nach Recherchen des Computermagazins c’t in großem Stil über Monate hinweg manipuliert wurden. Bestimmte Erweiterungen für die Browser Firefox und Chrome, die eigentlich beim Surfen Rabattgutscheine von Händlern einblenden sollten, hätten die Partner-Links manipuliert. Damit seien Provisionszahlungen stets der Berliner Firma Wonderize zugeordnet worden.

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Viele Medienseiten und Blogs – darunter auch t3n.de – veröffentlichen in ihren Artikeln bei Produkt-Rezensionen Partner-Links (Affiliate-Links). Besucht ein Nutzer über einen solchen Link die Seite eines Online-Händlers oder Service-Anbieters und kauft dort ein, wird der Affiliate-Partner in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt.

Browser-Erweiterungen von Saphire Max Media manipulierten Affiliate-Links

Mehrere deutschsprachige Browser-Erweiterungen des thailändischen Herstellers Saphire Max Media haben den Recherchen der c’t zufolge dieses System ausgetrickst. „Sie luden Code nach, schrieben hinterrücks – ohne Wissen der Surfer – Cookies um oder luden unsichtbar Shop-Webseiten neu.“ Diese Manipulationen hätten zur Folge gehabt, dass Partner-Provisionen für Käufe im Shop der Firma Wonderize gutgeschrieben wurden, die über ihr Portal gutscheincodes.de Affiliate vieler Partnerprogramme ist. Betroffen könnten demnach über 100 Online-Shops sein, die mit solchen Affiliate-Systemen arbeiten.

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Ein großer deutscher Online-Händler habe nach einigen Tagen technischer Analyse die Beobachtungen der c’t bestätigt. Ein Sprecher kündigte Konsequenzen an. Sollte sich der Verdacht bestätigen, läge ein gewerbsmäßiger Betrug vor. Geschädigt wären nicht nur die Partnerprogramm-Anbieter, sondern auch jene Medien und Blogger, denen die Provisionen vorenthalten wurden.

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Die Nutzer der Browser-Erweiterungen, die unwissentlich zum Teil des Abzocke-Systems geworden seien, hätten keinen finanziellen Schaden getragen.

Wonderize GmbH sieht sich selbst gettäuscht

Die Wonderize GmbH erklärte am Freitagabend, man habe „davon Kenntnis erlangt, dass einer unserer Kooperationspartner offenbar systematisch gegen unsere Marketing-Standards verstoßen hat.“ In diesem Zusammenhang habe das Unternehmen die Möglichkeit geprüft, ob dieser Partner die Wonderize-Gutscheine nicht nur für die vereinbarte Gutscheinseite, sondern auch missbräuchlich im Rahmen eines Browser Add-Ons eingesetzt habe. „Unsere Ermittlungsergebnisse scheinen sich nunmehr durch die Recherchen der c’t zu bestätigen.“ Wonderize habe diesem Kooperationspartner bereits vor zwei Wochen die Zusammenarbeit fristlos aufgekündigt. „Wir haben die Entschädigung betroffener Affiliate-Partner schon eingeleitet.“ Parallel lasse Wonderize derzeit durch eine Rechtsanwaltskanzlei die rechtlichen Möglichkeiten prüfen. dpa

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