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„Boomer Papers“: Agentur Boomer erklärt die Internet Culture

Was ist das Geheimrezept von Agentur Boomer? Sie haben die Internet Culture verstanden und genutzt. Mit den „Boomer Papers“ zeigen sie, was die Internet Culture genau ist.

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Jens Taubert, Luisa Kiefer, Michael Peukert und Johannes Ehrenwerth von Agentur Boomer. (Foto: Felix Salazar/Agentur Boomer)


Agentur Boomer startete als Memeseite von Sebastian Galla, Co-Geschäftsführer der Dortmunder Agentur Brandneo, und ist heute eine eigene Consulting-Unit. Seit Anfang 2022 bietet das fünfköpfige Team aber auch Beratungen zur Internet Culture an. Die Internet Culture sei ein bisher unbespieltes Feld der Vermarktung – das hätten Marken bereits erkannt, sie wüssten nur meist nicht, wie sie das umsetzen sollen. Um die Internet Culture zu definieren, wurden in Zusammenarbeit mit Appinio 1.000 Teilnehmer:innen von 18 bis 44 Jahren 28 Fragen gestellt. Die Antworten wurden in den heute veröffentlichten „Boomer Papers“ zusammengefasst: zu einem Whitepaper, das zeigen soll, was das Netz umtreibt, und wieso das für Marketer:innen relevant ist.

Dabei zeigte sich unter anderem, dass Kryptowährungen und NFT nicht nur Trend-Themen sind, sondern bereits angenommen werden. 45 Prozent der Befragten haben bereits mit einer Kryptowährung bezahlt, 34 Prozent haben schon NFT gekauft. Memes funktionieren noch immer, sofern sie für die Nische passende Sprache und Bilder nutzen. Im Gaming-Bereich sehen die Befragten neue Möglichkeiten an Jobs, vor allem In-Game. 41 Prozent können sich außerdem vorstellen, ihr Wissen oder ihr Talent online zugänglich zu machen. 54 Prozent haben Freund:innen, die sie online öfter sehen als offline. Eine Zielgruppe zu erreichen bedeutet, sie zu verstehen – die Internet Culture zu verstehen ist ein Schritt in diese Richtung.

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Mini-Case-Studies sollen die Umsetzung veranschaulichen: Netflix startete beispielsweise zum Start des Films Bird Box eine Kampagne, die stark auf Memes basierte. Es wurden eigene Meme-Accounts angelegt, die Key Visuals zum Meme gemacht und eine Hashtag-Challenge mit Streamer:innen gestartet. Der Film ist bis heute eine der erfolgreichsten Netflix-Eigenproduktionen, obwohl der Film auf Rotten Tomatoes vom Publikum nur 57 Prozent bekam und als mäßig gut gelungen empfunden wurde.

5 Fragen an Sebastian Galla und Johannes Ehrenwerth zu den Boomer Papers

t3n: Warum die Boomer Papers – und für wen?

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Johannes Ehrenwerth: Weil wir darauf aufmerksam machen wollen, dass es diese Culture überhaupt gibt und wie groß sie ist. Für alle, die sich einen Überblick über den Status quo des Internets machen wollen.

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Sebastian Galla: Die Boomer Papers sind notwendig, weil viele Menschen viele Fragen zu den Themen rund um Internet, Memes und Metaverse haben. Wir möchten einen Einstieg bieten, damit Marken auch für sich erkennen können, wo das Potenzial liegt.

t3n: Ganz grob: Was ist die Internet Culture und warum ist sie für das Marketing überhaupt relevant?

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Johannes Ehrenwerth: Die IC besteht grob aus allen Menschen, die sich aktiv in Online-Communities bewegen und ihre Nischen weiterentwickeln – sei es mit Memes, Online-Gaming, Krypto-Trading oder anderen Dingen.

Sebastian Galla: Die Internet Culture besteht aus den Menschen, die sich zum Internet hingezogen fühlen und Lust haben, dieses zu erleben und zu gestalten. Die Einstiegspunkte sind dabei sehr unterschiedlich: Die einen spielen lieber, die anderen möchten sich über ein Hobby austauschen, die Dritten wollen unterhalten werden.

t3n: Warum ist es so schwer, die Internet Culture zu erkennen und für das Marketing zu nutzen?

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Sebastian Galla: Weil Agenturen Internet Culture oft mit Social Media gleichsetzen. Social Media ist aber nur eine Art der Kanal-Kategorisierung.

Johannes Ehrenwerth: Ist es eigentlich gar nicht, aber das ist der Punkt. Wir starten mit den Papers den Versuch einer Definition der Culture, die übrigens immer weitergehen wird.

t3n: Welche Ergebnisse der Befragung haben euch selbst überrascht?

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Johannes Ehrenwerth: Mich hat besonders überrascht, wie viele Leute schon jetzt das Metaverse auf dem Schirm haben und Kryptos nutzen. Außerdem fand ich krass, dass die Mehrheit der Befragten Freund:innen hat, die sie öfter online als offline sehen.

Sebastian Galla: Mich hat vor allem gefreut und bestätigt, dass Hardcore-Gamer die Arbeitnehmer der Zukunft sind. Spätestens im Metaverse wird es Menschen geben, die moderieren, neue Welten schaffen, Prozesse definieren. Hello Nerds!

t3n: Gerade die Internet Culture macht auch die Schnelligkeit von Trends und Informationen aus. Habt ihr nicht Angst, dass die Studie in drei Wochen veraltet ist?

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Sebastian Galla: Die Grundpfeiler der Culture bestehen schon seit Jahrzehnten, wie Memes, Kommunikation und Co. Der Rest ist stetiger Wandel. Was die Digitalisierung im Real Life ist, ist der Weg ins Web3 für die Internet Culture mit allen technischen, inhaltlichen und kulturellen Hürden.

Johannes Ehrenwerth: Wir sehen die Papers ganz klar als Momentaufnahme, die aber generell genug ist, um für die nahe Zukunft relevant zu bleiben. Wir stehen gerade am Anfang des Web3 und da wird in den kommenden Jahren extrem viel passieren. Und wir werden dranbleiben und das Paper weiter updaten, damit es relevant bleibt!

Die Boomer Papers kannst du auf der Webseite von Agentur Boomer herunterladen. Galla und Ehrenwerth haben außerdem im t3n Podcast über die „Boomer Papers“ und die Bedeutung der Internet Culture gesprochen!

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