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Alle Jahre wieder: Amazons Logistikzentren werden bis Heiligabend bestreikt

(Foto: dpa)

Wie schon in den vergangenen Jahren kommt es auch diese Weihnachten wieder zu Streiks an verschiedenen Amazon-Logistikzentren in Deutschland.

Amazon: Streiks in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachen und Hessen

Schon seit dem 19. Dezember 2016 wird der Amazon-Standort in Koblenz bestreikt. Am 21. Dezember haben die Angestellten von zwei Amazon-Standorten in Nordrhein-Westfalen und einem in Bayern nachgezogen. Ab heute, dem 23. Dezember 2016, kommt es darüber hinaus auch zu Arbeitsniederlegungen in Leipzig sowie im hessischen Bad Hersfeld. Das teilt die Gewerkschaft Verdi auf ihrer Website mit. Der Streik soll vorläufig bis zum 24. Dezember 2016 andauern.

Bei dem Arbeitskampf geht es erneut darum, den Versandriesen zur Einführung eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels zu bewegen. Schon seit Jahren versucht Verdi Amazon in diese Richtung zu bewegen. Dabei nutzt die Gewerkschaft auch immer wieder Streiks, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Der Online-Riese bleibt bislang allerdings stur und lehnt Tarifverhandlungen ab.

Amazon: Schon seit Jahren versucht Verdi das Unternehmen zum Abschluss eines Tarifvertrages zu bewegen. (Foto: dpa)

Amazon: Schon seit Jahren versucht Verdi das Unternehmen zum Abschluss eines Tarifvertrages zu bewegen. (Foto: dpa)

Verdi: Nicht nur die Löhne der Amazon-Mitarbeiter in der Kritik

Verdi kritisiert nicht nur das geringe Gehaltsniveau der Lagerarbeiter bei Amazon. „Permanente Kontrollen, Arbeitshetze und körperlich belastende Tätigkeiten führen zu einer Extrembelastung für die Beschäftigten, das zeigt sich noch einmal besonders im Weihnachtsgeschäft“, sagt Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Amazon zeigt sich wie schon in den vergangenen Jahren unbeeindruckt von den Streiks. Alle Lieferversprechen sollen eingehalten werden, heißt es von dem Unternehmen. Doch auch wenn der Kunde von den Streiks tatsächlich nichts bemerkt, dürften sie einige Kosten für den Online-Versandhändler verursachen. Ob das in naher Zukunft die Gesprächsbereitschaft von Amazon erhöhen wird, bleibt jedoch unwahrscheinlich.

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2 Kommentare
lola
lola

Welche Kosten entstehen Amazon durch den Streik.
1. Lohnkosten – keine
2. Durch den berechenbaren Ausfall einiger Mitarbeiter – keine
3. Imageschaden – keiner

Verdi sollte gegen die Abschaffung steuerbefreiter Nebenjobs – in Berlin demostrieren. Gegen die ständig steigenden Lohnnebenkosten. Für die Erweiterung der Einzahler in die Sozialsysteme. Für die Strafbarkeit im Arbeibtsrecht und Kontrollen durch den Staat.

Aber ständig ne Weihnachtslachnummer…..

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Ribert
Ribert

Drückebergerkolonne. Von Wirtschaft keine Ahnung.

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