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Amazons Project Kuiper hat den ersten Kunden, aber noch keine Satelliten im All

Der Mobilfunkprovider Verizon verkündet, in Partnerschaft mit Amazons Project Kuiper deren Satelliteninfrastruktur für entlegene Gebiete mitnutzen zu wollen. Die gibt es indes noch gar nicht.

2 Min. Lesezeit
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Auch Amazon will hoch hinaus. (Bild: Movie Elements / Shutterstock)

Manche Pressemitteilungen lassen uns staunend zurück. So geschehen mit der heutigen aus den Häusern Verizon und Amazon. Demnach geht Verizon eine Partnerschaft mit Amazon zur Nutzung des Satelliteninternetsystems namens Project Kuiper ein. Damit will Verizon Breitbandzugang in ländliche Gebiete der Vereinigten Staaten liefern. Amazon-Chef Andy Jassy zeigt sich stolz: „Wir sind stolz darauf, gemeinsam [mit Verizon] zu erforschen, wie man schnelles, zuverlässiges Breitband zu den Kunden und Gemeinden bringen kann, die es am meisten brauchen.“

Ambitionierte Pläne, aber zunächst nur Trockenschwimmübungen

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Im Rahmen der Partnerschaft will Verizon Amazons System als Erweiterung seines terrestrischen Dienstes nutzen, wobei Kuiper „zelluläre Backhaul-Lösungen zur Erweiterung der 4G/LTE- und 5G-Datennetzwerke von Verizon“ hinzufügen wird, so die Unternehmen.

Die Teams von Amazon und Verizon hätten bereits begonnen, zusammenzuarbeiten, „um die technischen Anforderungen zu definieren, die helfen, die drahtlose Festnetzabdeckung auf ländliche und abgelegene Gemeinden in den Vereinigten Staaten auszuweiten.“ Die Unternehmen sehen eine Vielzahl von Anwendungsfällen für die Erweiterung des Verizon-Netzes durch Kuiper. Letztlich wollen sie „gemeinsame Konnektivitätslösungen“ für Branchen wie Landwirtschaft, Energie, Fertigung, Bildung, Notfallhilfe, Transport und andere anbieten.

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Das klingt alles sehr spannend. Bis zum heutigen Tag ist aber noch kein einziger Kuiper-Satellit im Orbit, worauf der SpaceX-Chef gelegentlich mit einigem Genuss hinweist:

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Anfang des Jahres hat Amazon indes einen Vertrag mit United Launch Alliance über neun Starts unterzeichnet. Dass die eigenen Raketen der Amazon-Tochter Blue Origin nicht für die Launches genutzt werden würden, war schon länger klar – wenn auch nicht unbedingt eingängig verständlich.

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Das ist Project Kuiper

Amazons Project Kuiper ist ein Projekt, das – ähnlich Starlink – einen Satellitengürtel um die Erde legen will, der auch in entlegenen Gegenden Breitbandinternetzugang gewährleisten soll. Amazon rechnet mit voraussichtlichen Kosten von zehn Milliarden US-Dollar für das Vorhaben.

Project Kuiper soll in der Endausbaustufe über 3.236 Satelliten verfügen, die ebenso wie die Starlink-Einheiten in niedrigen Erdumlaufbahnen fliegen, um die Latenzzeiten kurzzuhalten. Ähnlich wie SpaceX sieht sich auch Amazon eher als Kooperationspartner bestehender Provider denn als Wettbewerber. So könne Project Kuiper 5G- und anderen Providern dabei helfen, neue Regionen zu erschließen.

Im August 2020 hatte Amazon die Genehmigung der US-Kommunikationsbehörde FCC, die die Wege Funk, Kabel und Satellit reguliert, erhalten. Dabei wurden indes Auflagen erlassen. So muss Amazon bis Mitte 2026 mindestens die Hälfte aller Satelliten in ihren Umlaufbahnen haben. Bis Mitte 2029 muss das Projekt abgeschlossen sein. Amazon sieht das unproblematisch.

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Im Dezember 2020 konnte Amazon die Erreichung eines Meilensteins in der Entwicklung des eigenen Breitbandinternet-Projekts verkünden. Die für die Satellitenanbindung erforderlichen Kundenterminals sollen fertig entwickelt und durchgetestet sein.

Das klingt gut. Einen Termin für einen ersten Launch der Kuiper-Satelliten gibt es aber auch im Oktober 2021 noch nicht.

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