Reportage

„Ich liebe das!“: Apple-Chef Tim Cook begeistert von deutscher Tischlerkunst

Apple-Chef Tim Cook in einer Produktionshalle des auf Ladenbau spezialisierten Unternehmens Dula in Vreden. (Foto: dpa)

Ortsbesuch im Münsterland: Apple-Chef Tim Cook schaut sich erstmals die Fabrik im kleinen Vreden an, aus der die Tische für die durchdesignten Apple Stores herkommen.

„Das sieht auf der Rückseite auch noch schön aus. Ich liebe das!“, schwärmte Apple-Chef Tim Cook hinter einem Schrank für den neuen Apple Store in Köln. Statt des üblichen Eichen-Furniers blickt man auf der Rückseite zwar in die Mechanik der Schubladen und es sind aneinandergereihte Spanplatten zu sehen – aber eben alles gerade, präzise und sauber. „Es gibt nichts Vergleichbares zu deutscher Handwerkskunst“, stellte Cook fest.

Apple-Chef Tim Cook besucht Dula im Münsterland

„Das ist etwas Langfristiges, es ist keine kurzfristige Sache, wir haben eine Partnerschaft.“

Der Apple-Chef besuchte am Dienstag zum ersten Mal die Firma Dula aus dem Münsterland. Das Familienunternehmen produziert die Möbel für alle Apple Stores in Europa und diverse andere Länder – und rüstet demnächst auch die neue riesige Konzernzentrale mit aus. So konnte Cook schon mal über die Oberfläche des noch halbfertigen Schreibtischs streichen, den Dula gern für sein neues Chef-Büro liefern würde: „Ich kann es kaum erwarten“. Vielleicht könnten die Dula-Leute das Möbelstück ja noch schnell fertigmachen, damit es in den Flieger nach Hause mitkommt, scherzte er.

Apple-Chef Tim Cook (Mitte) betrachtet in einer Produktionshalle des auf Ladenbau spezialisierten Unternehmens Dula in Vreden Furnier für Möbel in einem zukünftigen Apple-Store. (Foto: dpa)

Es herrschte eine lockere Atmosphäre in einer unentspannten Zeit. Zuhause fordert der gefälligst Jobs in den USA schaffen. Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt, das seine Produktion größtenteils in Asien abwickelt, stand von Anfang an bei Trump im Visier. Cook betonte, dass Partner wie Dula nicht infrage gestellt werden: „Das ist etwas Langfristiges, es ist keine kurzfristige Sache, wir haben eine Partnerschaft.“ Zulieferer in Europa seien „der Schüssel für Apples Erfolg“ – auch in der Zukunft.

Dula, gegründet 1953, wuchs in den vergangenen zehn Jahren zusammen mit den Apple-Aufträgen. Es fing an mit einem Aufsteller für iPod-Player, inzwischen beschäftigt Dula ein Fünftel mehr Mitarbeiter und weiht bald eine automatisierte Produktlinie ein, die Platten zuschneidet. Ein bei Dula entwickelter und patentierter Schleif-Roboter wird daran angeschlossen.

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3 Kommentare
Daniel Bocksteger

Mein ihr tatsächlich eine neue ‚Produktlinie‘? Oder doch eher eine ‚Produktionslinie‘?

Antworten
Manu
Manu

Ist das Holz denn jetzt aus nachhaltiger Produktion oder nicht ?

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Robin Jahn
Robin Jahn

Hat nicht die Google Mutter Alphabet, Apple kürzlich als wertvollste Firma der Welt abgelöst?!

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