Kommentar

Krempelt der Apple-M1 den Markt der Windows-Rechner um?

Die ARM-Variante M1 ist der erste hauseigene Prozessor von Apple. Ein stärkerer Nachfolger soll sich in Entwicklung befinden. (Screenshot: Apple/ t3n)

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Der Apple-Prozessor schlägt Intel selbst auf eigenem Terrain. Jahrzehnte lang galt der Markführer als unbesiegbar – wendet sich die Industrie nun den ARM-Prozessoren zu?

Es wird eng für Intel. Jahrelang hat es der Markführer nicht hinbekommen, seine Prozessorfertigung auf niedrigere Strukturgrößen umzustellen, jetzt erhält er die Quittung. Wenn Einsteiger-Macs mit Bastellösungen schon doppelt so hohe Performance auf Windows erbringen wie die Originale von Microsoft – was wird erst passieren, wenn etwa Parallels seine professionelle Virtualisierung fertig hat? In der FAQ-Sektion der Corel-Tochter heißt es auf die Frage „Unterstützt Paralles Desktop Macs mit dem Apple-M1-Prozessor?“: „Eine neue Version (…) für Macs mit M1-Prozessor befindet sich in aktiver Entwicklung.“ Wie man auf der Keynote der WWDC sehen konnte, sitzt Parallels schon seit Längerem an einem virtuellen Linux auf M1-Maschinen. Die Linux-Community arbeitet derweil an eigenen Wegen, für die sich auch Linus Torvalds einsetzt.

Spannend werden auch die Performance-Zahlen von Crossover 20. Hersteller Codeweavers ließ bereits verlauten, die aktuelle Version laufe auf M1-Macs. Der Wine-Client macht damit das Ausführen von Programmen und Spielen ohne eine installierte Vollversion von Windows möglich. Die Virtualisierung läuft über Rosetta 2. In ihrem Blog zeigen die Entwickler, wie sie auf einem M1-Mac Quicken verwenden und Among Us spielen. Angeblich läuft sogar der Rollenspieltitel Witcher 3 in einer spielbaren Qualität. Die Befürchtung, mit dem Abgesang von Bootcamp kämen keine Windows-Programme mehr auf den Mac, ist also unbegründet. Nein, im Gegenteil: Apple geziemt sich, der bessere Windows-Computer zu werden, wenn sich dieser Leistungstrend verfestigt.

Und das ist erst der Anfang. Hier geht es um die allerersten Schritte der Emulator-Szene. Sie arbeiten mit Beta-Versionen und Entwickler-Builts und trotzdem kann sich die Leistung sehen lassen. Richtig wuchtig wird es, wenn Apple mit dem M1X nachlegt und auch noch die verbliebenen Topränge von Intel und AMD einnimmt. Wie schnell wird Windows auf einem M1X-iMac laufen? Viermal so schnell?

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Stellt Microsoft auch um?

Microsoft hat schon lange die Zeichen der Zeit erkannt. Seit 2017 besitzt die hauseigene Entwicklungsumgebung Visual Studio SDK und Tools, um 64bit ARM-Apps zu schreiben. Der Softwareriese wird es nicht gerne sehen, dass sein „Pro“-Surface von Einsteiger-Laptops aus dem Hause Apple auf die hinteren Plätze verwiesen wird. Der Wechsel auf ARM-Prozessoren scheint auch in anderen Bereichen nicht mehr undenkbar zu sein. In Redmont sieht man jetzt, was sich aus der ARM-Technologie rausholen lässt. Vielleicht löst Chipfertiger TSCM bald Intel als Hauptlieferant für Computerprozessoren ab. Eine Entwicklung wie bei den Smartphones wäre denkbar, wo ARM-Chips im Custom-Design zum guten Ton gehören. Das Surface wäre bereit und auch andere Hersteller, etwa Lenovo, experimentieren weiter mit ARM-Prozessoren.

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2 Kommentare
dennis
dennis

Sei mir nicht böse, aber das ist so ein richtiger Fan-Boy Artikel. Ich mag Apple selbst und nutze es ständig, aber so etwas völlig unreflektiertes. Da fehlt komplett die Aussage und der Titel ist einfach nur Bild Niveau.

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Raimund Schesswendter

Das hat tatsächlich weniger mit Apple als mit Intel zu tun. Die Aussage ist, wenn Apple jetzt Intel so hinter sich lässt, werden sich auch andere Hersteller nach Alternativen umschauen. Und das könnte durchaus den Markt umkrempeln – insofern ist der Titel schon korrekt. ;)

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