Porträt

„Mir fehlte dieses Gefühl von Beweglichkeit im Job“ – Dirk Fehse von Paulcamper

Heute zu Gast: Dirk Fehse.

In der Serie „5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann“ fragen wir Webworker, worauf sie im Job nicht verzichten können. Heute zu Gast: Dirk Fehse von Paulcamper.

Dirk Fehse ist Gründer von Paulcamper. Als Head of Passion leitet er Deutschlands mittlerweile größte private Sharing-Plattform für Camper und Wohnmobile aller Art. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann und einem BWL-Studium arbeitete er zunächst in einem großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Die konventionelle Karriere hängte er allerdings recht bald an den Nagel und widmete sich ganz seiner Geschäftsidee rund um den eigenen VW-Bus „Paul“. Auch privat liebt Dirk Fehse das Reisen, hat ein Faible für Spiritualität und den Erdbeerkuchen seiner Oma. Worauf er in seinem Arbeitsalltag nicht verzichten kann, ist Flexiblität: „Mein Leben ist dynamisch, mein Unternehmen ist dynamisch und alle Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, sind es auch“, erklärt er im neuesten Teil dieser Serie.

5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann: Dirk Fehse von Paulcamper

Camper „Paul“ war der erste Wagen im Fuhrpark und ist Flottenführer. (Foto: Paulcamper.de)

Fahrrad: Ich bin großer Fan davon, mit dem Fahrrad zu fahren. Vor allem in Berlin komme ich damit viel schneller und flexibler von A nach B. Ohne mein Rad wäre ich sicher zu vielen Terminen zu spät gekommen, denn sind wir mal ehrlich: Der Hauptstadtverkehr ist einfach unberechenbar. Zudem hab ich so gleich Bewegung und Sport. Die Zeit in überfüllten S- und U-Bahnen ist eh tote Zeit. So oder so ist Fahrradfahren eine wunderbar bodenständige Art und Weise der Fortbewegung. Ich liebe meinen Camper zwar sehr, aber es muss nicht immer „Paul“ sein. Abgesehen davon ist er eh oft vermietet.

Flexibilität und Beweglichkeit: Ich bin kein Mensch, der einmal einen Weg eingeschlagen hat und ihn dann nicht mehr verlässt. Mein Leben ist dynamisch, mein Unternehmen ist dynamisch und alle Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, sind es auch. Bevor ich Paulcamper vor fünf Jahren gegründet habe, fehlte mir dieses Gefühl von Beweglichkeit im Job. Ich bin jeden Morgen zur gleichen Zeit ins Büro gegangen und spätabends wieder zurück. Heute arbeite ich von überall aus, ich brauche keinen eigenen Schreibtisch, kein eigenes Büro. Ich habe meine Vision in mir. Und eine Vision braucht Raum. Aber auch physisch gesehen bewahre ich mir meine Beweglichkeit – Yoga und Bouldern sei Dank!

Espressokocher: Ja, es ist ein bisschen Klischee, aber ich bin ein Feinschmecker und liebe einen guten Kaffee. Ganz ohne wäre ich früher oder später am Tag dann doch so ziemlich aufgeschmissen. Vor allem, wenn ich auf Reisen gewesen bin und mir unterwegs klassisch auf dem Campingkocher die nötige Ladung Koffein zusammengebraut habe, freue ich mich umso mehr auf die erste Tasse als Start in den Tag. Ein Espressokocher ist für mich Luxus und ich bin froh, dass mich meine Art zu Reisen so bewusst für die kleinen Freuden im Leben macht.

Datenvolumen und Akku: Sowohl mein Smartphone als auch mein Laptop haben eine lange Akku-Laufzeit. Das ist in meinem Alltag auch extrem wichtig. Es ist unerträglich, wenn mittendrin der Bildschirm schwarz wird und ich nicht weiterarbeiten kann. Gleiches gilt für mein Datenvolumen. Eine schnelle Internetverbindung und jede Menge Gigabyte sind Grundvoraussetzung für ein effizientes und freies Arbeiten für mich. Allerdings gibt es bei mir auch Zeiten, da bleibt alles still – ganz bewusst. Denn immer erreichbar zu sein kann auf Dauer einfach nicht gesund sein. Ich brauche kleine Pausen vom Alltag, um zu reflektieren und den Kompass neu auszurichten.

Videotelefonie: Ich bin ständig unterwegs und auch mein Team arbeitet nicht immer nur im Office. Ich lege großen Wert darauf, dass wir selbst das leben, was wir unseren Nutzern versprechen: nämlich Freiheit zu erfahren. Deshalb arbeiten wir regelmäßig „On the Road“. Wir bekommen auf diesem Weg viele neue Impulse, sammeln Ideen und tanken zusätzliche Kraft. Videotelefonie ermöglicht es uns während dieser Zeit, einander nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Das hilft ein Stück mehr, die Nachteile des nicht physischen Zusammensitzens zu kompensieren.

Alle Artikel aus dieser Serie findet ihr hier.

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