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Herausforderungen und Möglichkeiten für Augmented Reality im E-Commerce

Wie reichert man das Kundenerlebnis im E-Commerce so an, dass Kund:innen das Gefühl haben, vor Ort zu sein? Wie lässt sich die Lücke zum realen Shoppingerlebnis im stationären Geschäft schließen? Technologien wie Augmented und Virtual Reality sind dafür bestens geeignet.

Von Sebastian Wernhöfer
4 Min. Lesezeit
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Wo funktioniert Augmented Reality besonders gut? (Foto: Shutterstock)


Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Interesse, Augmented Reality beim Onlineshopping und auch im stationären Geschäft zu verwenden. Angefacht von den Versprechen des Metaverse in naher Zukunft, bilden solche Technologien den Brückenschlag zwischen Online- und Offline-Welten.

Wie aber sollte Augmented Reality integriert werden, damit die Kund:innen die Anwendung verstehen, annehmen und nutzen? Wo funktioniert Augmented Reality besonders gut?

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Wie wird Augmented Reality in Onlineshops technisch integriert?

Die gängigsten Anwendungen setzen auf Apps und das Smartphone, um reale Objekte im Geschäft zu erfassen und mittels Augmented Reality zu erweitern. Es ist ebenfalls möglich – mit einigen Einschränkungen – Augmented-Reality-Anwendungen in Onlineshops über Desktop-Browser zu implementieren (Web-AR).

Heute erfolgt eine AR-Integration in den meisten Fällen durch die Entwicklung einer App, die alle relevanten Inhalte und die AR-Logik enthält. Im Shop vor Ort oder über Marketingkampagnen wird ein Link oder QR-Code bereitgestellt, um die App herunterzuladen und zu nutzen.

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Welche Branchen und Anwendungsfälle eignen sich besonders gut für Augmented-Reality-Anwendungen?

Nicht jedes Produkt im Handel eignet sich für AR-Anwendungen. Es erfordert im Einzelfall eine Bewertung des Warenbestandes und der Kundenerwartungen. Was muss ich von einem Produkt wissen und erfahren, um eine Entscheidung zu treffen? Wie kann Augmented Reality einen Beitrag dazu leisten, den:die Kund:inn vom Kauf zu überzeugen?

Erste Erkenntnis: Je erklärungsbedürftiger ein Produkt ist und je teurer, umso eher sind Kund:innen bereit, AR zu nutzen. Kund:innen erwarten aber eine einfach zu bedienende Anwendung.

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Eine weitere Herausforderung sind die Kosten. Die Entwicklung einer solchen App erfordert ein hohes Maß an Fachwissen. Daher findet man Augmented-Reality-Lösungen eher bei großen Marken und Anbietern aus dem Luxussegment.

Die erfolgversprechendsten Anwendungsfälle für Augmented Reality im Handel liegen in Marketingkampagnen, mit denen die Konversionsraten und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden sollen. Das sind beispielsweise:

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Augmented Reality am Point-of-Sale

Marken, die etwa neue Produkte am POS vorstellen und eine Kampagne an einem physischen Ort durchführen, profitieren davon, wenn sie Augmented Reality ermöglichen. Sie müssen den Nutzer:innen eine AR-App zum Download anbieten. Kund:innen nehmen das an, solange die AR-Anwendung das Produkt besser erklärt und eine starke Bindung zur Marke vorliegt.

Was ebenfalls gut funktioniert: der Einsatz digitaler Umkleidekabinen. Hier müssen die Kund:innen weder eine App herunterladen noch sein eigenes Smartphone nutzen. Kameras in den Umkleidekabinen erfassen das Bild, die Kleidungsstücke erscheinen dann im Spiegel am Körper und bieten die Möglichkeit, Kombinationen von Kleidungsstücken auszuprobieren und dann die Kleidungsstücke in der richtigen Größe zu bestellen.

Solche Systeme müssen einfach zu nutzen sein und den Kund:innen einen Mehrwert bieten: Zeit sparen und den Einkauf spannender und bequemer gestalten.

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Möbel und Wohnungsaccessoires

Die Möbelbranche ist ideal für AR-Anwendungen. Ein:e Kund:in, der im E-Commerce-Shop nach passenden Produkten stöbert, kann mithilfe einer AR-App sehen, wie das Produkt bei ihm zu Hause aussehen würde.

Möbelhändler wie Ikea bieten AR-Lösungen an, mit denen man in der eigenen Wohnung Möbelstücke ausprobieren kann: Passt das Sofa zum bestehenden Teppich, ist die Kommode zu klein für den Raum? Dank Augmented Reality können Händler:innen ihre Produkte in den Lebenswelten der Kund:innen visualisieren, bevor die Dinge physisch geliefert werden.

Andere Use-Cases umfassen:

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  • Gemälde an seiner eigenen Wand virtuell ansehen, bevor man sie kauft.
  • Die richtige Wahl von Tapeten in Kombination mit bestehenden Möbeln.
  • Teppiche und Bodenbelage: Mithilfe einer AR-App können Nutzer:innen unterschiedliche Parkettböden in ihr Zimmer virtuell legen lassen, einfach mit der Kamera.
  • Einbauküchen: Mithilfe von AR können Kund:innen vor dem Besuch des Küchenstudios Designs ausprobieren und testen, wie die Küchenelemente im Raum wirken.

Montageprozesse erklären

AR funktioniert besonders gut, wenn es Prozesse beschreibt und erklärt, wie etwa die komplizierte Montage von Apparaten oder den Umbau von Küchengeräten. Hier ist Augmented Reality vor allem wertvoll in der Kundenbetreuung. Das spart Aufwände im Support und steigert nachweislich die Kundenzufriedenheit.

  • Ein:e Kund:in, der:die ein Produkt kauft und mithilfe einer AR-App den Montageprozess visualisiert bekommt. Eine Montageanleitung in 3D versteht jeder besser als Videos, Bilder oder gar reine Textanleitungen. Im Idealfall zeigt die AR-App, welche Teile wie miteinander montiert werden.
  • Oder der Umbau der Küchenmaschine vom Rührgerät zum Mixer wird auf der Arbeitsplatte gezeigt, also genau da, wo das eigene Gerät steht.

Virtual-Try-on mit Kleidung und Accessoires

Augmented Reality im Fashionsegment ist besonders für die Händler:innen hilfreich, da dadurch die Retourenquoten reduziert und Kosten eingespart werden.

Aber auch Kund:innen haben viele Vorteile: Augmented Reality hilft ihnen beim Onlinekauf von Kleidung vorab auszuschließen, was optisch nicht passt. Bei vielen Produkten ist eine Anprobe hilfreich, was mit einer Augmented-Reality-Anwendung auch ohne Ladenbesuch möglich ist.

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Ein weiteres gutes Anwendungsbeispiel sind Accessoires wie Brillen oder Schmuck, da diese immer an derselben Stelle getragen werden und die animierten Elemente so einfacher auf das reale Bild übertragen werden können. Kund:innen können zu Hause am Rechner oder unterwegs über Tablet oder Smartphone unterschiedliche Accessoires ausprobieren – entweder mithilfe ihrer Kamera oder mit einem hochgeladenen Foto.

Auch Kosmetikhändler:innen setzen AR im stationären Handel, über die App und im Onlineshop erfolgreich ein: So können Kund:innen Make-up virtuell ausprobieren.

Fazit

Augmented Reality ist eine Technologie, die die Kundenerfahrung und -zufriedenheit verbessern kann. Trotz der Kosten und Einschränkungen ist AR für einige Anwendungen und Produkte eine nützliche und erfolgversprechende Methode.

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Ihr solltet aber darauf achten, dass Augmented-Reality-Anwendungen sorgfältig geplant und umgesetzt werden und ihr euren Kund:innen einen wahren Mehrwert liefert. Dann sind AR-Anwendungen eine Bereicherung für euren E-Commerce-Auftritt und eine weitere Brücke zwischen Online- und Offline-Shoppingerlebnis.

AR hilft dem:der Kund:inn, sich bei Produkten richtig zu entscheiden und mindert so das Risiko von Fehlkäufen. Davon profitieren auch die Händler:innen, indem Rücksendungen reduziert werden.

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