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Analyse

Transformation der Autobranche: Ungeahntes Potenzial für Zulieferindustrie

PWC: Die Zulieferer sind dem digitalen Wandel doch nicht ausgeliefert. (Foto: Shutterstock)

Totgesagte leben länger: Die Transformation der Autobranche biete der oft in den Abgrund geschriebenen Zulieferindustrie völlig neue Chancen, will das Beratungsunternehmen PWC herausgefunden haben.

Den klassischen Zulieferern der Autoindustrie ist in den vergangenen Jahren häufig eine wenig aussichtsreiche Zukunft prognostiziert worden. Die automobile Transformation, die derzeit bekanntlich auch den Fahrzeugherstellern schwer zu schaffen macht, werde sie in schwere Bedrängnis bringen, war häufig zu lesen.

Mit durchaus guten Nachrichten um die Ecke kommt jetzt das Unternehmen PWC. Das Schicksal der Zulieferer könnte sich doch noch zum Guten wenden, heißt es in der passenderweise „Don’t panic – The Transformation of the Automotive Value Chain“ betitelten Studie.

„Dass diese Erkenntnisse bislang kaum verbreitet sind, liegt daran, dass der eigentliche Charakter der automobilen Transformation noch kaum erkannt wird.“

Für die Analyse haben die Experten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft die Produktionskosten eines Autos in sieben sogenannte Funktionsgruppen und 40 Komponenten unterteilt. Anschließend hat man detailliert errechnet, wie sich der Wertschöpfungsbeitrag der einzelnen Bestandteile in den nächsten Jahren verändern könnte.

Prognose: Wertschöpfung sinkt doch nicht

Das Ergebnis: Die durchschnittlichen Herstellungskosten eines in Deutschland verkauften Pkw könnten sich bis 2030 von heute ungefähr 18.000 Euro um real zehn Prozent auf ungefähr 19.800 Euro erhöhen. Diese Kosten, schreiben die Studienautoren, entsprächen auch der Wertschöpfung, die Zulieferer und Automobilkonzerne in der Herstellung erbringen.

Anzahl Verkauf Neufahrzeuge (Grafik: Studie PWC)
Anzahl Verkauf Neufahrzeuge. (Grafik: Studie PWC)

Und anders als oft angenommen sinkt die Wertschöpfung dadurch im deutschen Markt nicht, sondern sie steigt laut bis zum Jahr 2030 von momentan 63,2 Milliarden Euro um real 22 Prozent auf 77,2 Milliarden Euro.

„Trends wie autonomes Fahren, Carsharing oder Elektromobilität verlangen nach tiefgreifenden Veränderungen, bieten für die Zulieferindustrie aber auch große Chancen“, sagt Felix Kuhnert, Global Automotive Leader bei PWC. Wer sich frühzeitig auf diesen Wandel einstelle, werde „entsprechend profitieren“.

Wie erwartet werde das heutzutage wertvollste Fahrzeugsystem, der klassische Antriebsstrang, im Zuge der Umstellung auf den Elektromotor „allmählich an Bedeutung verlieren“ und 2030 bezogen auf den deutschen Markt noch einen Wertschöpfungsbeitrag von 13,1 Milliarden Euro leisten.

Prognose: Verluste werden „mehr als kompensiert“

Zum Vergleich: Aktuell sind es geschätzte 15,9 Milliarden Euro, das Maximum werde 2023 mit 17,4 Milliarden Euro erreicht. Diese Verluste würden aber durch die zusätzlichen Umsätze bei elektrischen Antriebsstrangkomponenten „mehr als kompensiert“, heißt es von PWC. Schon heute sorgt die Nachfrage des deutschen Markts nach elektrischen Antrieben für eine Wertschöpfung von ungefähr 1,3 Milliarden Euro.

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