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Mehr Digital wagen: Update für Porsche-Standort in Ludwigsburg

In die Lebenswelt des Kunden vordringen – das ist die Hauptaufgabe der neuen Porsche Digital GmbH, die das Unternehmen in Ludwigsburg installiert hat. (Foto: Porsche)

Entwickler statt Ingenieure: Mithilfe von Startups und Kooperationen entwickelt Porsche Digital Dienste, die auch außerhalb des Fahrzeugs Relevanz haben. Ein Besuch im schwäbischen Ludwigsburg.

Bescheidenheit hat noch nie zu Porsche gepasst. „Den Mythos von Morgen schaffen“ will man neuerdings. Und „dabei Mensch bleiben“. Was sich ein bisschen nach Bernd Stromberg anhört, der die Strukturen im Büro optimieren will, meint Porsche schon aus unternehmensstrategischen Gründen ganz ernst.

Man wolle die digitale Transformation „aktiv mitgestalten“, ist zu hören. Und mit der Gründung der sogenannten Porsche Digital GmbH im schwäbischen Ludwigsburg habe man „den Grundstein zur Lösung eines einschneidenden Systembruchs gelegt“. Das ist die Theorie.

Die Praxis geht so: Im Gegensatz zu den Zuffenhausener Ingenieuren, die neben den beliebten Benzinern mittlerweile auch an der E-Mobility-Hoffnung Taycan basteln, sollen hier findige Entwickler neue Produkte und Services für den Kunden zimmern. Denn der steht wenig überraschend auch bei Porsche mittlerweile im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Nicht ohne Grund, denn digitale Dienste dürften neben dem Verkauf von Neufahrzeugen ein beachtlicher Absatzmarkt werden, das steht jetzt schon fest. Drehen soll sich hier in Ludwigsburg also alles um Konnektivität, autonomes Fahren, Smart Mobility und das, was man auf Neudeutsch „digitale Kundenerfahrung“ nennt. 

Diese Woche hat Porsche mit der „Digital Experience Foundry“ dem jungen Standort ein Update spendiert: eine Simulationsfläche für die Prototypenentwicklung. Zusammen mit Home-IX, einem Startup früherer Porsche-Mitarbeiter, haben Experten in der gepimpten alten Fabrikhalle ein 30 Quadratmeter großes Display installiert. Digitale Prototypen sollen hier „in realitätsnahen Situationen getestet werden“, wie es heißt.

Etwas verspielt wirkt das schon, wenn plötzlich ein heimisches Wohnzimmer auf dem Screen erscheint und passend dazu Lounge-Musik ertönt. Der Chef jedenfalls zeigt sich überzeugt: Solches „frühe Erleben“, wie Thilo Koslowski das nennt, bedeute auch „zeitiges Überprüfen und schnelles Optimieren“. Also all das, worauf es in der neuen, digitalen Welt oft ankommt.

Alte Fabrik als symbolische Wirkstätte

Puristisch und in Reih und Glied: Die neue Wirkstätte der Porsche Digital GmbH. (Foto: Ekki Kern)
Puristisch und in Reih und Glied: Die neue Wirkstätte von Porsche Digital. (Foto: Ekki Kern)

Helfen beim Denken und Entwickeln soll wie sooft auch das Drumherum. Im Fall der Ludwigsburger Tüftler ist das ein ehemaliges Fabrikgelände im Werkzentrum Weststadt. Um die 15.000 Quadratmeter „Bürofläche“ will man hier baldigst beziehen, „rund 700 Mitarbeiter“ der Porsche AG und von Porsche Digital sollen hier aufschlagen. Im Inneren: Offene Räume, stylisch und ergonomisch vorteilhafte Sitzmöbel, loftartiges Ambiente, in ähnlicher Form hat man das alles auch schon anderswo gesehen.

Teure Sitzmöbel sollen zur Aktivität verhelfen: Blick über die Flure der Porsche Digital GmbH. (Foto: Ekki Kern)
Teure Sitzmöbel sollen zur Aktivität verhelfen: Blick über die Flure von Porsche Digital. (Foto: Ekki Kern)

 „Das Fahren allein steht nicht mehr im Vordergrund.“

Zum Beispiel dort, wo Porsche Digital einen weiteren Horchposten installiert hat, im Silicon Valley, in Tel Aviv, in China – und in Berlin. Auch hier will man digitale Kompetenz abgreifen, Kooperationen schmieden – und Konkretes anschließend in die Porsche-Welt überführen. Dafür ist Thilo Koslowski zuständig, der Chef von Porsche Digital.

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Eine Reaktion
Jürgen Preuß

Inhaltsloses Geblubber. Ich sehe in keinem Satz die digitale Zukunft. Ideen sind alt und fühlen sich irgendwie zäh an. Logischerweise der Hinweis im Valley ist alles besser und deshalb sind wir so langsam und die Ideen lahm. Warum muss die digitale Zukunft eigentlich immer in Räumen entwickelt werden die eher wie ein Kindergarten aussehen? Für das Geld das hier investiert wird, hab ich nix interessantes gelesen.

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