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Bard: EU bremst Google aus – kein Start des ChatGPT-Konkurrenten in dieser Woche

Google möchte mit seinem KI-Chatbot Bard den großen Konkurrenten ChatGPT angreifen. In der EU gestaltet sich das aufgrund von Datenschutzbedenken aber schwierig, denn noch gibt es keine Freigabe.

Von Christian Bernhard
1 Min. Lesezeit
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Google muss den Start seines KI-Chatbots Bard in der EU verschieben. (Bild: Ascannio/Shutterstock)

Eigentlich wollte Google mit Bard bereits diese Woche in der EU loslegen. Doch der US-Konzern wurde ausgebremst – und zwar von europäischen Datenregulierungs­behörden.

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Unzureichende Informationen abgegeben

Laut der US-Zeitung Politico habe Google unzureichende Informationen darüber abgegeben, wie es mit Bard die Datenschutz­bestimmungen der EU einhalten wolle. Deshalb wurde das US-Unternehmen gezwungen, die Einführung von Bard in der EU zu verschieben.

Die irische Datenschutz­kommission teilte am Dienstag mit, dass Google bisher nicht genügend Informationen darüber bereitgestellt habe, wie sein generatives KI-Tool die Privatsphäre der Europäer:innen schütze. Das ist eine der Mindestanforderungen für die Einführung in der EU. Die in Dublin ansässige Behörde ist gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Googles wichtigster europäischer Datenaufseher.

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„Bard wird diese Woche nicht starten“

Deren stellvertretender Kommissar Graham Doyle teilte laut Politico mit, dass Google eigentlich in dieser Woche Bard in der EU hätte einführen wollen. Doch der Aufsichtsbehörde reichten die dafür eingereichten Datenschutz­unterlagen nicht aus, weshalb sie Google gebeten habe, „dringend“ weitere Fragen zu beantworten.

Laut Doyle seien weder eine „ausführliche Unterweisung noch eine Datenschutz-Folgenabschätzung oder andere unterstützende Unterlagen“ an die EU-Behörden übermittelt worden. Seine Antwort auf Googles Startpläne für Bard in der EU war deshalb eindeutig: „Bard wird diese Woche nicht starten.“ Wann der Start stattdessen erfolgen kann, ist unklar.

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Bard ist bereits in 180 Ländern am Start

In 180 anderen Ländern läuft Bard bereits, darunter die USA und Großbritannien. Von EU-Ländern hat sich Google aber bis zu diesem Zeitpunkt ferngehalten – womöglich auch deshalb, weil der Konzern mitbekommen hat, wie genau europäische Datenschutzbehörden ChatGPT auf die Finger schauten. In Italien wurde ChatGPT im März vorübergehend sogar verboten.

Bard erhält mittlerweile regelmäßig Updates – im Mai gab es ein besonders massives. Laut Computerbase bekam er zuletzt beispielsweise verbesserte Coding-Fähigkeiten und ist nun auch in der Lage, über ihn generierte Tabellen direkt in Google Sheets zu übermitteln.

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2 Kommentare
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legume

Seit wann und warum braucht Google eine Freigabe der EU bevor irgendwelche Produkte veröffentlicht werden dürfen?

Antworten
Peter

typisch EU. so wird Europa abgehängt…

Antworten

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