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Bauarbeiter wollten defekte Glasfaserleitung mit Panzertape flicken

Bei Bauarbeiten in Lüdenscheid ist ungewollt ein Glasfaserkabel durchtrennt worden. Die Arbeiter:innen wollten den Schaden auf unkonventionelle Weise beheben. Das hatte unangenehme Konsequenzen für zwei Betriebe.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
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Glasfaserkabel sind empfindlich. (Foto: Shutterstock/ChiccoDodiFC)

In Lüdenscheid hat sich ein ärgerlicher Glasfaserkabel-Vorfall ereignet. Bei Arbeiten zum Glasfaserausbau, der 2024 flächendeckend vorangetrieben werden soll, haben Arbeiter:innen ungewollt das Kabel durchtrennt, was durchaus passieren kann. Was definitiv nicht passieren sollte, war ihre Reaktion darauf.

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Der Schaden wurde nicht gemeldet

Sie flickten es einfach mit Panzertape und meldeten den Schaden nicht beim zuständigen Versorgungsdienstleister Vodafone, berichtet die Online-Lokalzeitung come-on.de. Die Folge: Zwei kleine selbstständige Unternehmen in Lüdenscheid waren deshalb tagelang telefonisch nicht erreichbar, was dazu führte, dass sie einiges an Kundschaft verloren.

„Fehler können passieren, das ist ja gar nicht das Problem. Der Umgang damit ist das Schlimme“, betonte Heiko Schönenberg, dessen Gesundheitsstudio betroffen war.

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Betroffene: „Das kann ich mir eigentlich nicht leisten“

Erst als er aktiv wurde und sich bei Vodafone erkundigte, konnten die Reparaturarbeiten in Gang gesetzt werden. Mittlerweile sind sie beendet und in beiden Betrieben funktionieren wieder Internet und Telefon. Die Vodafone-Pressestelle bestätigte gegenüber come-on.de, dass die Störung „bei Bauarbeiten“ entstanden sei. „Eine Meldung des vermeintlichen Verursachers an Vodafone erfolgte jedoch nicht“, sodass man erst „durch die Kunden von der Störung erfahren“ habe.

Ebenfalls davon betroffen war das Friseurgeschäft von Aliki Boussi, bei der nach eigenen Angaben mehr als 30 Kund:innen keinen Termin ausmachen konnten und deshalb ausblieben. „Das kann ich mir eigentlich nicht leisten“, sagte Boussi. An eine Entschädigung glaubt übrigens weder sie noch Schönenberg.

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Beschädigtes Glasfaserkabel sorgt für Probleme am Frankfurter Flughafen

Wie groß das Ausmaß von beschädigten Glasfaserkabel sein kann, wurde im Februar deutlich. Beim Ausbau einer Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Kassel durchtrennte ein Bagger vier Glasfaserkabel der Deutschen Telekom, wodurch das Back-up der Luftlinie ausfiel.

Die Folge: Rund 230 Annullierungen von Flügen am Frankfurter Flughafen, vor allem der Lufthansa. Viele Passagiere waren nicht nur von Flugausfällen, sondern auch von Verspätungen betroffen. „Ein schwarzer Tag für die Infrastruktur in Deutschland“, schrieb der Münchner Merkur dazu.

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Im vergangenen Jahr hatten Unbekannte in Teilen Frankreich das Internet lahmgelegt, indem sie mehrere Glasfaserkabel beschädigten.

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Max

Ist natürlich keine Art von den Bauarbeitern. Aber dass einem als Betrieb nichts einfällt um Internet Ersatz zu bekommen… das gibt’s ja Lösungen die man mieten kann.

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