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Bei Einsatz beschossen: Spot von Boston Dynamics zeigt, warum Polizei-Roboter so wichtig sind

Der Roboterhund Spot gehört seit einigen Jahren zur Ausstattung verschiedener US-Polizei-Behörden. Jetzt wurde erstmals einer von ihnen im Einsatz „verletzt“.

2 Min. Lesezeit
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Der Roboterhund Spot von Boston Dynamics kann jetzt auch sprechen. (Foto: Antonello Marangi/Shutterstock)

Damit hatte der bewaffnete Eindringling nicht gerechnet. Anfang dieses Monats war die Polizei im US-Bundesstaat Massachusetts per Anruf über eine bewaffnete Person informiert worden, die sich in einem Haus in der Stadt Cape Cod verbarrikadiert hatte.

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Bewaffneter Mann schießt auf Beamte – ein Fall für Spot

Beim Eintreffen des Sondereinsatzkommandos am Tatort schoss der Eindringling umstandslos auf die Beamten. Die entscheiden daraufhin, den Roboterhund Spot – zusammen mit zwei PackBot 510-Robotern – einzusetzen, um den Verdächtigen in der Wohnung zu lokalisieren.

„Der Einsatz der ferngesteuerten Roboterplattformen ermöglichte es dem Team, auf sichere Weise wichtige Informationen zu sammeln und ein Situationsbewusstsein für den Verdächtigen und das Innere des Hauses zu schaffen“, teilte die Polizei von Massachusetts (MSP) am Mittwoch in einem Facebook-Post mit.

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Spot verfolgt Verdächtigen durchs ganze Haus

Danach war Spot, der von der MSP Roscoe genannt wird, ferngesteuert in den Keller geschickt worden. Dort war er „gerade dabei, eine weitere Tür zu öffnen, als der männliche Verdächtige plötzlich mit einem Gewehr bewaffnet aus einem Schlafzimmer erschien“.

Der Verdächtige habe Roscoe umgestoßen und begonnen, mit dem Gewehr in der Hand, zu fliehen. Dabei bemerkte er wohl nicht, dass Spot die Fähigkeit hat, wieder auf die Beine zu kommen. Entsprechend nahm der kleine Roboter unverzüglich die Verfolgung auf und verfolgte den Verdächtigen die Treppe hinauf.

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„Als der Verdächtige mit offensichtlicher Überraschung feststellte, dass Roscoe hinter ihm auf der Treppe war, stieß er den Roboter erneut um und hob dann sein Gewehr in Roscoes Richtung. Der Roboter verlor plötzlich die Kommunikation.“

Spot fängt sich drei Kugeln

In der Nachuntersuchung stellte sich heraus, dass der Verdächtige dreimal auf Roscoe geschossen hatte, wodurch der Roboter funktionsunfähig wurde. Die Einsatzkräfte setzten dann Tränengas ein, um den Mann zu überwältigen, was ohne weitere Zwischenfälle gelang.

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„Der Vorfall war ein deutliches Beispiel für die Vorteile mobiler Plattformen, die in der Lage sind, bei taktischen Einsätzen mit bewaffneten Verdächtigen Türen zu öffnen und Treppen zu steigen“, so die MSP. „Der Einsatz von Roscoe in der Wohnung des Verdächtigen ermöglichte nicht nur, Räume zu öffnen und die Lage zu erkunden, sondern verhinderte auch, dass in dieser Phase des Einsatzes menschliche Einsatzkräfte und ein echter Hund eingesetzt werden mussten und dass ein Polizist oder ein Hund in einen Schusswechsel verwickelt wurde.“

Beschädigter Spot zu Forschungszwecken behalten

Später wurde der Spot-Roboter zu Boston Dynamics gebracht, wo der Schaden begutachtet und die Kugeln entfernt wurden. Die MSP erhielt einen neuen Spot, weil Boston Dynamics den beschädigten Roboter zu Forschungszwecken behalten wollte.

Am selben Tag hatte Boston Dynamics einen Blogbeitrag darüber veröffentlicht, wie Spot effektiv von Ersthelfern eingesetzt werden kann. So suche Spot in Katastrophengebieten nach Überlebenden, in Kriegsgebieten nach Minen, unterstütze Strafverfolgungsbeamte bei der Lösung von Geiselsituationen und untersuche Drogenlabors und Brandherde.

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Dein t3n-Team

Mr. T

„..warum Polizei-Roboter so wichtig sind“.
Irgendwo müssen die Werbeeinnahmen ja herkommen, auch wenn versteckt in journalistischem Gewand.

Ich wünsche mir auch, dass möglichst viele solcher Roboter zum Einsatz kommen, vor allem bei Demos, um möglichst viele Aufnahmen von Menschen zu unser aller „Sicherheit“ machen zo können. Mit Militärtechnik im zivilen Raum fühle ich mich gleich viel sicherer!

Merkt ihr eigentlich noch was?

Ich lese nun jedenfalls kein t3n mehr, das ist ja unerträglich.

ciao

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