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Ratgeber

Betriebsklima: Diese Übung zeigt, was Kollegen wirklich über dich denken

Wie sehen dich deine Kollegen? Mit dieser intensiven Übung findest du es heraus. (Foto: Shutterstock-Nattakorn_Maneerat)

Was denken die Kollegen? Wer diese Frage ehrlich stellt, kann manch eine Überraschung erleben. Antworten sind gut für das Betriebsklima, vielmehr helfen sie jedoch dabei, sich weiterzuentwickeln.

Es ist nicht immer leicht zu verstehen, wie andere Menschen uns wahrnehmen. Der ein oder andere fühlt sich unsicher und ist verwirrt, weil ihm nicht bewusst ist, was er gerade projiziert. Dieser Mangel an Selbstbewusstsein kann sich auch auf die eigene Karriere auswirken. Und dann gibt es noch diejenigen, die zu selbstbewusst sind. Und fälschlicherweise glauben, genau zu wissen, was für eine Stellung sie im Team haben. Die Führungskräfte-Trainerin Kristi Hedges kennt das. Im Harvard Business Review spricht sie darüber, wie ein Klient sich beispielsweise für die C-Suite – die oberste Hierarchie-Ebene eines Unternehmens (CEO, CCO et cetera) –bewarb, jedoch nicht befördert wurde, weil das Team ihn als „schwierige Person“ beurteilte.

Die Autorin schreibt, dass ihr Kunde unter dem litt, was Psychologen die „Illusion of Transparency“ nennen. Menschen wie er wissen genau, was sie mit ihren eigenen Worten meinen und erwarten deshalb, dass auch andere das tun. Tatsächlich irrte der Klient jedoch gewaltig. „Er war fassungslos“, schreibt die Autorin etwa. „Er hielt sich für analytisch und gründlich und nahm an, dass alle es verstanden, wenn er deren Feedback nochmal überprüfte, um bessere Antworten zu bekommen.“ Auf die Kollegen wirkte das Verhalten jedoch kleinkariert. Sie glaubten, er würde ihnen nicht vertrauen. Außerdem sei er sich nie darüber bewusst gewesen, dass er, wenn er Informationen verarbeite, dazu tendiere eine Mimik aufzusetzen, die verärgert wirke.

Der Mann hat sich völlig falsch eingeschätzt. Kristi Hedges hat sich dem Thema zuletzt auch in einem Buch beschäftigt und sich darin gefragt, wie dem Problem beizukommen ist. In „The Power of Presence“ beschreibt sie eine Methode, mit deren Hilfe sich Menschen vergegenwärtigen können, wie Arbeitskollegen sie wahrnehmen. Das Prinzip erinnert an das des Peer-Feedbacks, bei dem persönlich ausgewählte Kollegen sich treffen, um dem Feedback-Nehmer eine Rückmeldung zum Leistungsstand und der Persönlichkeit zu geben. Bei beiden Methoden bedarf es nur ein paar konkreter Fragen, die die Teilnehmer beantworten. Hedges schreibt jedoch auch, dass das Prinzip viel Reife des Fragenden voraussetze, da es „psychisch sehr intensiv sein“ könne.

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