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Bewertungseinbruch um 85 Prozent ­– Klarna ist nicht mehr Europas wertvollstes Startup

Trotz neuer Finanzierungsrunde sinkt die Bewertung des Fintechs von 45,6 auf 6,7 Milliarden US-Dollar. Damit werden die Schweden von zwei Fintechs aus London überholt.

Von Insa Schniedermeier
2 Min.
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Korrektur von Klarna: Investor:innen haben das Fintech deutlich niedriger bewertet als im Rekordjahr 2021. (Bild: Shutterstock / Gary L Hider)

Klarna musste diese Woche einen herben Rückschlag einstecken: Zwar konnte das schwedische Fintech in einer neuen Finanzierungsrunde rund 800 Millionen Dollar (etwa 794 Millionen Euro) einsammeln, seine Bewertung sank jedoch von 45,6 Milliarden Dollar auf 6,7 Milliarden Dollar – ein Einbruch um rund 85 Prozent. Klarna ist somit nicht mehr Europas wertvollstes nicht-börsennotiertes Startup.

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Tatsächlich landet Klarna mit seiner Bewertung nicht einmal mehr in der europäischen Top 3. Das britische Checkout.com hat seit diesem Jahr eine Bewertung von 40 Milliarden Dollar. Die Neo-Bank Revolut, ebenfalls aus London, kommt auf 33 Milliarden Dollar. Northvolt, ein Batterie-Hersteller aus Schweden, schloss vor einer Woche eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar ab und kommt damit auf eine Bewertung von 12 Milliarden Dollar.

Korrektur nach unten

Sebastian Siemiatkowski, CEO von Klarna, erklärt den Abschwung mit der aktuellen Konjunkturlage. In der Pressemitteilung spricht er vom „stärksten Einbruch der globalen Aktienmärkte seit über fünfzig Jahren“. Während der Corona-Pandemie profitierte die gesamte Paymentbranche noch davon, dass der Onlinehandel boomte und das Wachstum anzog. Das aktuelle Marktumfeld aus Inflation, höheren Zinsen und Ukrainekrieg mache zurzeit Tech-Unternehmen weltweit zu schaffen. Auch börsennotierte Unternehmen müssten zum Teil Abschläge von 75 bis 90 Prozent hinnehmen.

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Oft ist in diesem Zusammenhang von einer „Korrektur“ die Rede. „Es gab bei einigen Paymentfirmen hohe Überbewertungen, was sich auch in hohen Übernahmepreisen widerspiegelte. Das Wachstum, das es in der Coronakrise gab, lässt sich so nicht fortschreiben“, sagte Sebastian Maus, Paymentexperte und Partner bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger Ende Mai gegenüber dem Handelsblatt.

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Klarna bleibt optimistisch

Doch die Schweden bleiben optimistisch. In der aktuellen Pressemitteilung zeigt Klarna seine Entwicklung im Vergleich zu ausgewählten Konkurrenten seit 2018 auf – und sieht dabei mit einem Plus von 219 Prozent solide aus. Doch auch der Blick auf die Bewertungen von Klarna zwischen den Jahren 2018 und 2022 lohnt sich, um die Dinge ins rechte Licht zu rücken. Im Jahr 2019 wurde Klarna mit 5,5 Milliarden Dollar bewertet, gefolgt von 10,6 Milliarden Dollar im Jahr 2020 und 31 Milliarden Dollar im März 2021. Im Juni 2021 erreichten die Schweden schließlich eine Bewertung von 45,6 Milliarden Dollar.

Unternehmensbewertung ausgewählter Fin-Techs seit 2018. (Bild: Klarna)

Unternehmensbewertung ausgewählter Fintechs seit 2018. (Grafik: Klarna)

CEO Siemiatkowski sagt: „Klarna ist das einzige Fintech-Unternehmen der Welt, das in den ersten 14 Jahren seines Bestehens profitabel war. Im Jahr 2017 verzeichnete Klarna eine EBT-Marge von 12 Prozent.“ Den Stimmungsumschwung der Anleger:innen wolle das Unternehmen nun nutzen, um zu einem „Modus Operandi des Wachstums und der Rentabilität zurückzukehren.“

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An Klarnas aktueller Finanzierungsrunde beteiligten sich neue und bestehende Investor:innen, darunter Sequoia, Silver Lake, die Commonwealth Bank of Australia, der Staatsfonds der Vereinigten Arabischen Emirate Mubadala Investment Company und das Canada Pension Plan Investment Board (CPP Investments).

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