Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Kolumne

Bitcoin: Das kommt nach dem Crash

(Grafik: Champ008 / Shutterstock)

Erstmals seit Anfang Dezember hat der Bitcoin-Wert die 10.000-Dollar-Marke unterschritten. War das jetzt schon der große Crash oder geht es noch tiefer bergab? Und wie geht es weiter?

Lange Zeit schien es nur nach oben zu gehen. Experten versprachen ewiges Wachstum. Leute, die sonst wenig bis nichts mit Finanzgeschäften zu tun haben, stiegen ein, weil die Zeitungen drüber berichteten. Manche nahmen gar Kredite auf, in der Hoffnung, dass die Kursgewinne höher als die Zinsen ausfallen würden. Eine Marktaufsicht existierte genauso wenig wie gesetzliche Regulierungen. Dann stagnierten vorübergehend die Kurse, der Markt wurde nervös und schließlich kam es zum Crash, der nicht nur viele Anleger ruinierte, sondern auch der Weltwirtschaft eine jahrelange Depression bescherte.

Die Rede ist nicht vom Bitcoin, sondern vom schwarzen Freitag 1929. Es ist erstaunlich, wie sehr die Entwicklung des Bitcoin diesem Ereignis ähnelt. Oder auch dem Dotcom-Crash im Jahr 2000, der Finanzkrise von 2007 oder der niederländischen Tulpenmanie von 1637, als Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden und ein einziges Exemplar vorübergehend das dreifache eines mondänen Hauses wert sein konnte. Ob man es wirklich mit einer Spekulationsblase zu tun hat, kann grundsätzlich erst beurteilt werden, wenn sie geplatzt ist.

Allerdings gibt es etliche gängige Merkmale, die auf Blasen hindeuten: das Aufkommen neuer Technologien (was im weiteren Sinne sogar für Tulpen galt, die erst im 16. Jahrhundert nach Europa kamen), Innovationen auf den Finanzmärkten, ständige Berichterstattung in den Medien, gesteigertes Interesse in den Teilen der Bevölkerung, die sich sonst nicht mit Geldanlagen beschäftigen, und vor allem eine drastische Überbewertung mit Preisen, die den eigentlichen Wert eines Spekulationsobjektes astronomisch übersteigen.

All diese Punkte treffen so auch auf den Bitcoin zu, wenn auch unklar ist, worin beim Bitcoin der Wert bestehen soll. So häuften sich in letzter Zeit die Warnungen von Ökonomen, die Entwicklung des Bitcoins trage alle Anzeichen einer Spekulationsblase, während die Befürworter der Ansicht waren, der Wert stecke im disruptiven Potenzial Blockchain, das bei weitem noch nicht hoch genug bewertet sei. Manche erwarten einen Kursanstieg des Bitcoin bis auf mehr als 100.000 Dollar in den kommenden Monaten oder Jahren. Wer den Bitcoin nüchtern betrachtet, muss einen weiteren Kursverfall zumindest in Erwägung ziehen, schließlich verliefen auch die Abwärtsbewegungen früherer Blasen über mehrere Plateaus und zogen sich mit kurzen Erholungsphasen über Monate hin. Die spannende Frage ist: Wenn anhand der Vergangenheit die gängigen Muster einer Spekulationsphase bestimmt werden können, dann geht das vielleicht auch für die Zeit danach?

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

2 Reaktionen
ezhkov.vadim74

the market will soon recover. This correction has been observed for 4 years. by the end of the year we are waiting for an increase in the cost of bitcoin * 4

Herr Eismann

"...zahllose redundante Kopien von Blockchains an vielen Stellen im Netz zu pflegen, ausgesprochen hoch und nicht gerade sparsam, wenn es um den Energieverbrauch geht. Hier könnte gewinnen, wem es gelingt, das Blockchain-Konzept zu optimieren, ohne die Redundanz dabei aufzugeben, was nach der Quadratur des Kreises klingt. .."

Schon mal was von NXT, ARDOR, IGNIS und Co. gehört?
Erst infomieren, dann schreiben...

Viele Grüsse

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden