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Blockchain: 60 Prozent der deutschen Banken prüfen Datenschutz

Blockchain und Datenschutz: Viele Banken wollen sich des Themas annehmen. (Foto: Jorg Hackemann)

Verbraucher, die über die Blockchain bezahlen, sollen gegen den Verlust persönlicher Daten gesondert abgesichert werden. Banken müssen nun die Kontrolle über Kundendaten auf die Blockchain übertragen.

Robo-Advisory- und Blockchain-Lösungen gibt es immerhin schon bei 14 Prozent der deutschen Banken, ergab jüngst eine Befragung des „Branchenkompass Banking 2017“. Doch welche Rolle spielt für die Institute das Thema Datensicherheit im Hinblick auf die neuen Technologien?

Die Studie „Blockchain – Evolution oder Revolution?“, die im Auftrag des IT-Dienstleisters DXC-Technology durchgeführt worden ist, will diesbezüglich herausgefunden haben, dass sechs von zehn Banken in Deutschland bei der Zukunftstechnologie Blockchain spezielle Sicherheitsfragen für Datenschutz und Nutzeridentifikation „auf die Agenda setzen“, wie es heißt.

Der Grund hierfür: Verbraucher, die mit Hilfe der neuen Technik bezahlen wollen, sollen gegen den Verlust persönlicher Daten gesondert abgesichert werden. Deshalb müssten Banken die Kontrolle über vormals zentral abgelegte Kundendaten nun auf die Blockchain übertragen.

Auch Blockchain-Nutzer hinterlassen Spuren

Die Mehrheit der Institute, sagen die Studienautoren, sehe Handlungsbedarf, die Zuverlässigkeit der Daten innerhalb der Blockchain zu verbessern. Zwar würden einmal in der Blockchain gespeicherte Daten als manipulationssicher gelten, doch die relevanten Informationen versteckten sich hinter anonymen Zahlenkolonnen.

„Die Blockchain funktioniert wie ein digitales Grundbuch, das öffentlich alle getätigten Transaktionen festhält“, erklärt Jens-Thorsten Rauer, Director Banking and Capital Markets bei DXC-Technology. Welche Personen hinter einer abgewickelten Zahlung stecken, ließe sich jedoch nicht ohne Weiteres überprüfen.

Grundsätzlich verspreche das System zwar eine hohe Sicherheit für die eigenen Daten. Es gelte jedoch, die besonderen Risiken rund um die neue Technologie zu beachten, heißt es in der Studie. Denn Blockchain-Nutzer hinterlassen Spuren, ähnlich wie beim Verlauf eines Internet-Browsers, der besuchte Websites auflistet. Wer digital Geld überweist, wird mit seiner anonymen Kennung in der Blockchain gespeichert.

Diese Daten lassen sich mit anderen Informationen beispielsweise von Online-Geschäften abgleichen, um die Person hinter einer Blockchain-Adresse zu ermitteln. Damit werden anonyme Zahlungen gefährdet: „Mit ausreichend Daten lässt sich jeder im Internet eindeutig identifizieren“, sagt Jens-Thorsten Rauer, „das gilt auch für die Blockchain.“

Manuelle Korrektur explizit ausgeschlossen

Gibt es Probleme, würden Verbraucher speziellen Schutz benötigen. Denn gerade bei öffentlich betriebenen Blockchains fehle den Instituten ein direkter Zugriff, wie es heißt. Selbst bei schwerwiegenden Versehen sei eine manuelle Korrektur explizit ausgeschlossen. Daraus, sagt die Studie, würden sich für Banken „vollkommen neue Compliance-Risiken“ ergeben: „Die Idee hinter einer öffentlichen Blockchain besteht darin, eine zusätzliche Regulierung überflüssig zu machen, da Transaktionen elektronisch durch die Beteiligten freigegeben werden“, sagt Rauer.

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