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Bundesnetzagentur untersagt Telekom Stream-On und Vodafone Pass

Mit Zero-Rating bieten Mobilfunkanbieter ihren Kunden Datenvolumen für bestimmte Dienste über ihr Netz kostenfrei an. Damit ist jetzt Schluss. Das entschied die Bundesnetzagentur.

1 Min. Lesezeit
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Die Bundesnetzagentur. (Foto: Tobias Arhelger / Shutterstock)

Wie die Bundesnetzagentur in einer Mitteilung am Donnerstag vermeldete, ist die Vermarktung der Zero-Rating-Optionen „Stream-On“ der Telekom und Vodafones „Vodafone Pass“ ab sofort untersagt. Nach Auffassung der Behörde verstoßen beide Angebote gegen die in Deutschland geltende Netzneutralität.

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Bereits am 2. September des vergangenen Jahres hatte der Europäische Gerichtshof entschieden, dass Stream-On und Vodafone Pass nicht mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung des Datenverkehrs vereinbar sind. Bei beiden Optionen werden bestimmte Anwendungen nämlich bevorzugt behandelt. Dazu gehören neben Social-Media-Apps auch Streamingdienste aus dem Musik- und Videobereich. Wer das entsprechende Paket gebucht hat, kann diese Anwendungen unbegrenzt nutzen, ohne dass das tariflich inkludierte Datenvolumen beansprucht werden muss. Diese Bevorzugung bestimmter Dienste durch Vodafone und die Deutsche Telekom ist nach Ansicht der Bundesnetzagentur nicht weiter zulässig.

Ungleichbehandlung wird verhindert

„Wir beenden die Ungleichbehandlung von Datenverkehren, die mit den Zero-Rating-Optionen verbunden sind“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, in einer Pressemitteilung. „Wir erwarten, dass die Anbieter nun Tarife mit höheren Datenvolumina oder günstigere Mobilfunk-Flatratetarife anbieten. Verbraucherinnen und Verbraucher werden davon profitieren.“

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Die Anordnung der Bundesnetzagentur sieht vor, dass beide Anbieter die Vermarktung ihrer Angebote bis zum 1. Juli 2022 einzustellen haben. Ab diesem Zeitpunkt dürfen die Pakete über keinen Vertriebskanal mehr buchbar sein. Auch Bestandskunden sind betroffen. Sie dürfen die Zero-Rating-Option aber noch bis Ende März 2023 nutzen. Bis dahin müssen Vodafone und die Deutsche Telekom auch hier einen Übergang in andere Tarife für die Verbraucher umgesetzt haben.

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Ich

Na ja Hauptsache die Bundesnetzagentur hat sich mal wieder gemeldet das sie nicht in Vergessenheit gerät sonst hätten sie noch verlangt das mobiles internet generell unlimitiert angeboten wird.wie gesagt Hauptsache man hat wieder wünsche durchgesetzt.

Antworten
Paul

„Wir erwarten, dass die Anbieter nun Tarife mit höheren Datenvolumina oder günstigere Mobilfunk-Flatratetarife anbieten. Verbraucherinnen und Verbraucher werden davon profitieren.“

Da wird doch eher das Gegenteil passieren, da die Kunden jetzt auf mehr Datenvolumen angewiesen sind. Manches Mal fragt man sich echt…
Ja, Klaus Müller ist immer edgy unterwegs, meistens mit Sinn. Heute hat ers geschafft mich abzufucken.

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