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Bundesregierung kann Digitalisierungspläne in der Verwaltung wohl nicht einhalten

Die Digitalisierung deutscher Ämter geht nur schleppend voran. Noch immer wird vielerorts wie vor 40 Jahren gearbeitet. Vertreter der deutschen Wirtschaft fordern mehr Tempo bei der Digitalisierung.

1 Min. Lesezeit
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Ein Faxgerät in all seiner Pracht. (Foto: Shutterstock)

Wer schon einmal einen neuen Personalausweis oder Reisepass beantragen musste oder sonstigen Verwaltungspapierkram zu erledigen hatte, kennt sie: Die alten Büros deutscher Ämter, in denen Technik aus einem vergangenen Jahrhundert zu bestaunen ist und sich der kalte Rauch längst erloschener Zigaretten noch an die klimpernden Tasten der analogen Tastatur klammert. Das ratternde Faxgerät im Hintergrund darf nicht fehlen.

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Die Digitalisierung der Verwaltung steht bei der Bundesregierung ganz oben auf der Agenda. Interessenvertretern wie Iris Plöger geht es allerdings nicht schnell genug. „Die nächste Bundesregierung muss mit oberster Priorität die Modernisierung des Staatswesens als eines ihrer Kernthemen angehen“, sagte die Frau, die Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Deutschen Industrie ist, dem Handelsblatt. „Für mehr Flexibilität und Schnelligkeit führt an einer zentralen politischen Steuerung der Digitalisierung kein Weg vorbei.“

Deutsche Unternehmen verlieren an Boden

Plöger zeigt sich dabei nicht sonderlich optimistisch, dass der Zeitplan der Bundesregierung eingehalten werden kann. Bis Ende 2022 sollen 575 Verwaltungsleistungen digitalisiert worden sein. „Deutschland ist noch meilenweit von einer funktionierenden digitalen Verwaltung entfernt“, sagt sie. Aus Sicht der deutschen Industrie wäre schon eine minimale Verwaltungsdigitalisierung ein Fortschritt. „Analoge Verwaltungsverfahren schwächen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen schon heute massiv“, so die BDI-Expertin.

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Dieselbe Meinung vertritt auch der Präsident des Familienunternehmerverbands Reinhold von Eben-Worlée gegenüber dem Handelsblatt. „Das Fax beherrscht die deutschen Amtsstuben“, prangert der Verbandschef an. „Dadurch wird die ohnehin schon alles erstickende und kostenverursachende Bürokratie weiter zementiert“. Durch undigitale Prozesse geraten deutsche Unternehmen im globalen Kampf um Wettbewerbsfähigkeit mehr denn je in Rückstand.

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