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Würdest du diese Lippen küssen? Startup aus China erfindet Kuss-Device fürs Smartphone

Seit dem Launch von „Mua“ wurden bereits mehrere Tausend Stück verkauft. Die Resonanz ist gemischt. Nutzer:innen fehlt vor allem eine entscheidende Sache.

Von Insa Schniedermeier
3 Min. Lesezeit
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Ein Kuss-Device aus China will Paaren Fernbeziehungen erleichtern. (Bild: Siweifushe)

Das Gerät, das Küsse simulieren soll, heißt „Mua“, benannt nach dem schmatzenden Geräusch eines echten Kusses. Erfunden wurde Mua von dem chinesischen Startup Siweifushe.

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Mua ist ein Aufsatz aus Silikon fürs Smartphone mit farblosen, geschürzten Lippen, die aus der Vorderseite herausragen. Die Plastiklippen sind mit Bewegungssensoren ausgestattet, mit denen Kussdaten der Benutzer:innen übertragen werden können. Beim Benutzen macht das Device zudem Geräusche und erwärmt sich, um ein möglichst authentisches Kussgefühl zu replizieren.

Um es zu benutzen, müssen Kusswillige zunächst eine App auf ihr Smartphone herunterladen und ihre Kussgeräte koppeln. Wenn sie das Gerät küssen, küsst es zurück – und zwar in real-time. Das Gerät ist in verschiedenen Farben mit denselben Unisex-Lippen erhältlich.

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Fremdküssen ist übrigens nicht möglich; das Gerät lässt sich nur mit einem anderen Gerät koppeln.

Inspiration: Lockdown-Isolation

Inspiriert wurde die Erfindung durch die Lockdown-Isolation während der Corona-Pandemie. Die chinesische Regierung ging dabei besonders strikt vor und verbot chinesischen Bewohner:innen teilweise monatelang, ihre Wohnungen zu verlassen.

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„Ich war damals in einer Beziehung, konnte mich aber wegen der Ausgangsperren nicht mit meiner Freundin treffen“, sagte der Erfinder Zhao Jianbo gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Jianbo studierte damals er an der Filmakademie in Peking und beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit mit dem Mangel an körperlicher Intimität in Videocalls. Später gründete er das Startup Siweifushe, das am 22. Januar 2023 sein erstes Produkt, Mua, auf den Markt brachte. Der Preis des Geräts liegt bei 260 Yuan (rund 35 Euro).

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Kritik: Keine Zunge

Laut Jianbo habe das Unternehmen in den zwei Wochen nach der Markteinführung über 3.000 Kussgeräte verkauft und etwa 20.000 Bestellungen erhalten. Die Bewertungen von User:innen fallen dabei gemischt aus. Einige Nutzer:innen finden es faszinierend, während andere sagen, es sei ihnen unangenehm. Einer der Hauptkritikpunkte ist das Fehlen einer Zunge.

Eine Person beschreibt, dass die Mua-Lippen sich wie ein „warmer Schnuller“ anfühlen. Andere sagen, es habe ihren Fernbeziehungen geholfen. Ein anderer Rezensent sagt, es sei ein lustiges Produkt, „auch wenn man Single ist“.

Einige Kommentator:innen auf der Social-Media-Website Weibo äußern auch Bedenken, dass das Gerät für erotische Onlineinhalte verwendet werden könnte, die in China streng reguliert sind. Zhao sagte dazu, dass sich sein Unternehmen an die Vorschriften halte und dass sie nicht beeinflussen könnten, wie die Menschen das Gerät benutzen.

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Mua ist nicht das erste Gerät zum Fernküssen. Bereits im Jahr 2011 erfanden Forscher:innen der University of Electro-Communications in Tokio ein „Kussübertragungsmaschine“. 2016 folgte eine ähnliche Erfindung namens „Kissinger“ des Imagineering Institute in Malaysia. Interessant ist, dass all diese Erfindungen aus Asien stammen.

 

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Ikea: Diese Smart-Gadgets gibt es für euer Zuhause Quelle: Ikea

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