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Warum ein 1-Dollar-Chip zu weltweiten Engpässen führt

Display-Driver-Chips sind vergleichsweise einfache Bauteile, die üblicherweise nur einen US-Dollar in der Herstellung kosten. Aber auch sie sind von der aktuellen Halbleiterknappheit betroffen. Das hat Folgen.

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Die Lage bei der Chipproduktion bleibt angespannt. (Foto: Shutterstock.com)

Von der Automobilbranche bis zu Sonys Playstation 5: So ziemlich jeder, der auf Halbleiter angewiesen ist, leidet unter der derzeitigen Chipknappheit. Der Chipengpass betrifft allerdings nicht nur komplizierte Halbleiterprodukte von Herstellern wie Intel, AMD oder Nvidia, sondern auch vergleichsweise simple Bauteile wie Display-Driver-Chips. Diese Chips befinden sich in Monitoren, Fernsehern, Notebooks und so ziemlich allem, was über ein Display verfügt.

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Üblicherweise kostet ein Display-Driver-Chip in der Herstellung nur einen Dollar. Nur haben Halbleiterproduzenten wie TSMC oder United Microelectronics derzeit so viele Aufträge, dass sie mit der Produktion der Driver-Chips nicht hinterherkommen. Das hat massive Auswirkungen auf den Display-Markt. Laut einem Bericht von Bloomberg hat sich beispielsweise der Preis für ein LCD-Panel für einen 50 Zoll großen Fernseher seit Anfang 2020 verdoppelt.

Chipknappheit: Display-Driver-Produktion lässt sich derzeit kaum steigern

Um die geringen Preise von Display-Driver-Chips zu erreichen, werden sie überwiegend im veralteten 15-Nanometer-Verfahren hergestellt. Dadurch wird eine hohe Ausbeute bei der Produktion erreicht. Halbleiterhersteller produzieren High-End-Chips mittlerweile bereits im Fünf-Nanometer-Verfahren. Die Produktionskapazitäten für die ältere Produktionsweise sind derzeit nach Bloomberg-Angaben überwiegend ausgeschöpft. Neue werden wohl nicht hinzukommen, weil es für die Hersteller kaum rentabel wäre, veraltete Produktionsstraßen neuzubauen.

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Immerhin profitieren die Entwickler von Display-Driver-Chips an der Börse von der derzeitigen Situation. Die Aktienkurse der Hersteller Himax und Novatek sind seit November 2020 deutlich gestiegen. Am Produktionsengpass ändert das indes nichts. Nach Angaben von Himax-Chef Jordan Wu ist das Ende der Halbleiterknappheit noch lange nicht erreicht. Die Branche geht derzeit davon aus, dass die Industrie noch bis mindestens 2022 unter dem Problem leiden wird.

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Kommentare (2)

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Martin P

Hallo,

hmm… eine Antwort auf die eigentliche Überschrift dieses Artikels wurde hier nicht genannt. Ich habe also euren Artikel gelesen und habe aber keine für mich befriedigende Antwort erhalten. Deshalb gebe ich euch jetzt meine Antwort.

Diese ungewollte „Knappheit“ ist nur ein Zeichen dafür in welche Richtung wir gerade gehen.
Ich finde mann kann hier nur von einer „ungewollten“ Knappheit bzw. Engpässen sprechen.

Diese Knappheit ist seit Beginn der Coronakrise entstanden. Dadurch sind wir in die nächste Stufe des digitale Zeitalter katapultiert worden. Viele Menschen im Homeoffice mit neuen Rechnern. Auch die Gamingindustrie schreibt seit dem Rekordzahlen. Und die Sozial Media Plattformen platzen durch Aktivitaten der Nutzer. Also der Mensch sitzt nicht nur für die Arbeit vor dem Rechner, sondern auch privat.

Also absolut kein Wunder. Uns bleiben in dieser „veränderten Welt“ ja nicht viele Möglichkeiten. Wir sind Menschen und sind soziale Wesen. Wir brauchen Kontakte… und wenn sie auch erstmal nur digital sind. Also bitte sprecht hier nich von einer Knappheit bzw. einem Engpass!

Ich bin ein Vater von 2 Kindern. Auch ich sitze beruflich und privat viel vor dem Rechner. Ein Fluch und Segen zugleich.

Die Frage ist nur…

wie lange kann bzw. will ein Mensch nur einen digitalen Kontakt. Wie lange müssen bzw. wollen wir das noch aushalten.

Einen schönen Abend euch allen.

Martin P

Peter

Da sollten sich die Herren und Damen an der Geräte-Entwicklungs-Front mal die Frage stellen, ob es wirklich notwendig ist jede dumme Kaffemaschine, Kühlschrank oder meine Klospülung mit einem unnötigen Display, Wifi und Internt Anbindung zu versehen, nur um „irgendwas neues“ an den Mann zu bringen – fancy displays and sh#t sind dem Verbraucher doch sowieso komplett egal

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