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Gadgets & Lifestyle

Chromecast: Android-Bildschirminhalte spiegeln und ohne WLAN verbinden

(Quelle: youtube.com)

Googles Chromecast hat auf der I/O 2014 einige neue Features spendiert bekommen und wird damit immer vielseitiger und einfacher zu bedienen. Die Koppelung zwischen Smartphone und Chromecast funktioniert nun via Ultraschall und die beiden Geräte müssen sich auch nicht mehr im gleichen WLAN-Netzwerk befinden.

Neue Übersichtsseite für Chromecast-fähige Apps

Der Streaming-Empfänger Chromecast ist inzwischen fast ein Jahr auf dem Markt und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Nicht zuletzt deswegen, weil Google das Produkt nach und nach immer attraktiver gemacht hat. gesammelt alle Chromecast-kompatiblen-Apps finden können.

Google Cast: Ökosystem wird um Smart TVs und Set-Top-Boxen erweitert

Außerdem verkündete Google in der Keynote der I/O 2014 auch, dass das Cast-Protokoll zukünftig auch Bestandteil von Googles neuer Smart-TV-Plattform namens Android TV sein soll. Bereits Ende des Jahres sollen erste Smart-TVs aus dem Hause Sony und Sharp auf den Markt kommen, die Android TV integriert haben. Diese funktionieren dann auch wie ein herkömmlicher Chromecast-Empfänger.

Ebenfalls auf der I/O kündigte Google einige neue Features für Chromecast an, die auf den ersten Blick sehr marginal klingen. Allesamt sorgen dafür dass die Verwendung des Geräts für Otto Normalverbraucher noch einfacher gemacht wird. Und genau dieses Kriterium ist in einem Consumer-Bereich, wie dem Smart-TV-Markt, besonders wichtig.

Bisher musste sich jedes Gerät (egal ob Smartphone, Tablet oder Laptop), von dem man Inhalte an den Chromecast bzw. den damit verbundenen Fernseher senden wollte, im gleichen WLAN-Netzwerk befinden wie der Chromecast. Gerade für Gäste oder Besucher im privaten Wohnzimmer war es damit schwer, schnell Inhalte auf dem Chromecast auszugeben, da man sich zunächst ins WLAN einloggen musste, was der Gastgeber unter Umständen aus Sicherheitsgründen gar nicht möchte. Deswegen lässt sich der Chromecast nun auch mit zwei alternativen Verfahren mit einem Sendegerät koppeln:

Chromecast und Sendegerät können via Ultraschall gekoppelt werden

Aktiviert der Besitzer eines Chromecasts die neue Funktion zur „Ausgabe auf Geräten in der Nähe“, dann gibt der Chromecast über die Fernseh-Lautsprecher ein, für Menschen unhörbares, Audiosignal aus. Dieser Ultraschall-Ton wird anschließend von dem jeweiligen Smartphone oder Tablet erkannt und leitet die Kopplung der Geräte ein. Sollte das aus irgendeinem Grund nicht funktionieren (zum Beispiel weil der Fernseher stummgeschaltet ist), kann der Nutzer die Kopplung auch manuell mit einem vierstelligen Zifferncode vornehmen. Diesen Code zeigt der Chromecast auf seinem Home-Bildschirm an, und er muss nur im neuen, fremden Sendegerät eingegeben werden. Beide Verfahren können auch ohne WLAN-Zugang, nur über das Mobilfunknetz abgewickelt werden.

Die Kopplung zwischen Google Chromecast und einem neuen Smartphone oder Tablet erfolgt künftig mittels eines Ultraschall-Signals. (Quelle: youtube.com)
Die Kopplung zwischen Google Chromecast und einem neuen Smartphone oder Tablet erfolgt künftig mittels eines Ultraschall-Signals. (Quelle: youtube.com)

Das Verfahren ist natürlich nur realisierbar, weil zwischen Sendegerät und Chromecast meistens gar kein echter Videostream übertragen wird, denn dieser benötigt eine relativ große Bandbreite. Stattdessen schickt das Sendegerät lediglich den Link zur eigentlichen Quelle (zum Beispiel ein YouTube- oder Netflix-Video) an den Chromecast, welcher dann selbstständig die Wiedergabe fortsetzt. Die Größe dieser Steuerinformationen bewegt sich im Bereich einiger Kilobyte, und deswegen können sie auch über das Mobilfunknetz gesendet werden.

Chromecast kann jetzt auch den Bildschirminhalt von Android-Geräten übertragen

Lange erwartet wurde außerdem das Feature um endlich den kompletten Bildschirminhalt eines Android-Geräts zu übertragen. Das Feature wird innerhalb der nächsten Wochen ausgerollt, ist allerdings zunächst nur für einige wenige Geräte verfügbar. Darunter befinden sich aber die meisten aktuellen und populären Android-Flaggschiffe, zum Beispiel das Samsung Galaxy S4 und S5, das HTC One M7 und M8, das Nexus 5, das Nexus 7 und einige mehr. Trotz intelligenter Komprimierung verbraucht dieses Verfahren allerdings deutlich mehr Bandbreite als die oben beschriebene normale Funktionsweise des Chromecast.

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Eine Reaktion
Rico Weigand

Hallo Moritz,

Klasse Artikel. Mir stellt sich jetzt nur die Frage, ob ich für die Übertragung des Android Screens auf den Chromecast die Chromecast App installieren muss, oder ob das ganze in den Einstellungen über den Punkt Bildschirm Übertragung läuft.

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