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Circ: E-Scooter-Startup Flash tauft sich um und startet in Deutschland

Der E-Scooter von Circ. Das Modell für den deutschen Markt erhält eine zweite Bremse und eine Vorrichtung zum Anbringen der Versicherungsplakette. (Foto: Circ)

Das deutsche E-Scooter-Startup Flash benennt sich kurz vor dem offiziellen Deutschlandstart in Circ um – im gleichen Atemzug kündigt das Unternehmen an, ab dem 5. Juni in der ersten deutschen Stadt zu starten.

Das im August 2018 gegründete E-Scooter-Startup-Flash hatte erst im Januar 2019 eine ordentliche Finanzierungsspritze von 55 Millionen Euro erhalten. Jetzt schickt es sich nach Präsenzen in sieben Ländern und 21 Städten an, allmählich in Deutschland zu starten. Dazu gehört ein Rebranding, das dem Unternehmen einen neuen Anstrich verpassen soll.

Aus Flash wird Circ: E-Scooter-Unternehmen will in Deutschland durchstarten

Der Name Flash ist fortan Geschichte, der Name spiegele zwar das rasante Wachstum des Startups wider: So verkündet das Startup stolz, den Meilenstein von einer Million Fahrten in nur 132 Tagen erreicht zu haben. Der deutsche Mitbewerber Tier benötigte für diese Anzahl an Fahrten 192 Tage.

Jedoch werde der Name Flash auch stark mit Geschwindigkeit assoziiert, was nicht zum Unternehmensziel passe. Durch die neuen Marke Circ ziele das Unternehmen darauf ab, die eigentlichen Werte zu kommunizieren. Mit Circ sollen unter anderem Sicherheit, Verantwortlichkeit und Komfort in Verbindung gebracht werden, erklärt COO Boris Mittermüller die Umbenennung gegenüber t3n.

Aus Flash wird Circ. (Foto: Circ)

Aus Flash wird Circ. (Foto: Circ)

Der Name Circ spiegele zudem den kreisförmigen Charakter des Dienstes wider, da die Fahrzeuge des Unternehmens für eine konstante, gemeinsame Nutzung ausgelegt seien „und die Stadt umrunden, während sie von Person zu Person weitergegeben werden“, erläutert das Unternehmen weiter.

Circ startet in Deutschland – zuerst in Herne

Abgesehen vom Rebranding kündigte Circ seinen Deutschlandstart an. Ab dem 5. Juni können die E-Tretroller des Unternehmens im nordrheinwestfälischen Herne offiziell im öffentlichen Stadtbereich genutzt werden. Dies sei möglich, da der Bürgermeister der Stadt, Frank Dudda, der Mikromobilität offen gegenüber stehe.

Für die 50 Roller, die zum Start verfügbar sein werden, bestehe jeweils eine Einzelbetriebserlaubnis (EBE). Herne sei indes nur der die erste deutsche Stadt, in der die Roller an den Start gehen werden. Derzeit führe man mit rund 100 Städten Gespräche, um Circ auf die Straßen zu bringen. Es sei dem Unternehmen wichtig, die Roller nicht einfach in die Städte zu kippen, ohne mit den jeweiligen verantwortlichen Behörden Absprachen getroffen zu haben, so das Startup.

Der E-Scooter von Circ. Das Modell für den deutschen Markt erhält eine zweite Bremse und eine Vorrichtung zum Anbringen der Versicherungsplakette. (Foto: Circ)

Der E-Scooter von Circ. Das Modell für den deutschen Markt erhält eine zweite Bremse und eine Vorrichtung zum Anbringen der Versicherungsplakette. (Foto: Circ)

Wann es in Deutschland nach dem Start in Herne weitergeht, steht auch schon halbwegs fest: Zwar trete die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) am 15. Juni in Kraft, jedoch werde es noch ein paar Wochen dauern, bis alle Vorkehrungen in die Wege geleitet seien. Ende Juni sei ein realistischer Zeitrahmen für den Startschuss in weiteren deutschen Städten.

Dass Circ bestrebt ist, ein Teil des öffentlichen Personennahverkehrs zu werden, zeigt sich unter anderem daran, dass das Unternehmen dem Internationalen Verband für öffentliches Verkehrswesen (UITP) beigetreten ist. Dabei handelt es sich um den weltweiten Verband für Träger des öffentlichen Verkehrs. Ferner ist Circ eine Partnerschaft mit den Schweizerische Bundesbahnen SBB eingegangen: Fahrgäste mit einem Zugticket können einen Circ-Scooter nutzen, um vom Bahnhof zu ihrem Zielpunkt zu gelangen. Laut Mittenmüller sei man dabei, mit anderen Unternehmen ähnliche Kooperationen wie mit der SBB auszuarbeiten, um eine nahtlose, multimodale Reise zu ermöglichen.

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