Ratgeber

Code-Editoren im Vergleich: Atom vs. Visual Studio Code

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Hier kann Atom gegenüber VS Code punkten. Es wird eine aufgeräumte und übersichtliche Oberfläche ausgeliefert, auf der man sich direkt zurechtfindet. Das zieht sich auch durch die Menüführung, Einstellungen und alle anderen Bereiche. Die Menüführung ist klar strukturiert und der gewünschte Punkt lässt sich meistens schnell erreichen.

Bei VS Code wirkt alles ein bisschen überladen und den gewünschten Menüpunkt findet man häufig nur über die Suche. Weitere Vergleiche der Oberfläche findest du in der folgenden Galerie.

 

Auch VS Code kann aufgeräumt sein: hier mit ausgeblendeten Seitenleisten. (Screenshot: t3n.de)

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Individualisierung beider Code-Editoren

Beide Editoren kommen mit einer riesigen Palette an herunterladbaren Erweiterungen daher: Themes und Programmiersprachen sind nur einige davon. Auch funktionserweiternde Pakete lassen sich in den Package-Managern finden. Die bei VS Code integrierte Minikarte beispielsweise kann bei Atom mithilfe der Installation eines Plugins nachgerüstet werden.

Durch die riesige Auswahl an Erweiterungen lässt sich insgesamt kein grundlegender Funktionsunterschied zwischen beiden Editoren feststellen. Sobald der jeweilige Code-Editor an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist, Einstellungen vorgenommen und die nötigen Plugins installiert wurden, ist man mit Atom sowie auch mit VS Code gleichermaßen gut beraten. Die direkten Einstellungsmöglichkeiten sind bei Visual Studio Code jedoch deutlich größer als bei Atom.

Performance

Ein Github-Nutzer veröffentlichte vor einiger Zeit einen Vergleich der Performance aller gängigen Code-Editoren. Auffällig: Atom schneidet dort nicht gut ab. Der Editor ist bei einigen Testfällen deutlich schlechter als der von Microsoft. Auch wenn der Test von 2016 ist und deswegen mit einer älteren Atom-Version durchgeführt wurde, konnte Github die Performance-Probleme noch nicht gänzlich beseitigen.

Zusammenfassung der wesentlichen Unterschiede

AtomVisual Studio Code
+ Riesige Auswahl an Erweiterungen+ Ebenfalls riesige Auswahl an Erweiterungen
+ Von Beginn an eine aufgeräumte Benutzeroberfläche mit klar strukturierter Menüführung- Zu Beginn unübersichtlich mit zu vielen Menüleisten. Teilweise unklare Menüführung und merkwürdig benannten Menüpunkten
+ Gut strukturierte Einstellungen- Ändern von Einstellungen ein bisschen umständlich
- Dafür fehlt die ein oder andere Einstellungsmöglichkeit+ Mit über 500 Einstellungsmöglichkeiten kann vieles bereits ohne installierte Plugins realisiert werden
- Im Vergleich zu anderen Editoren hat Atom eine schlechte Performance, die sich vor allem bei größeren Dateien und Projekten bemerkbar macht+ Die Performance ist im Vergleich zu Atom noch deutlich besser
+ Nahezu jede Programmiersprache wird unterstützt+ Auch hier kaum ein Unterschied in der Auswahl. Die Qualität kann sich in einzelnen Plugins im Vergleich zu Atom aber deutlich unterscheiden (positiv wie auch negativ)

Insgesamt lassen sich nur wenige Unterschiede feststellen. Beide Code-Editoren machen im Kurztest eine gute Figur. Die größten Unterschiede tun sich bei der Benutzeroberfläche und der Performance auf. Vor allem die Benutzeroberfläche ist zum größten Teil aber auch abhängig vom persönlichen Geschmack. Bei der Autovervollständigung wiederum funktioniert der eine Editor mal besser, mal schlechter, abhängig von der Programmiersprache. Am besten probierst du beide Editoren mit der gewünschten Sprache aus und passt ihn an deine Bedürfnisse an. Häufig können es Kleinigkeiten sein, die bei einem Code-Editor stören und die der andere besser löst.

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7 Kommentare
Werner Laude
Werner Laude

Das nervige an Visual (auf dem Mac) ist, das es – typisch für M$ Produkte, sofort und ungefragt die Kontrolle über einige Dateitypen als zugewiesener Editor übernimmt, und sich mit entsprechenden Icons im Finder bemerkbar macht. Ein solches Verhalten wird mit sofortiger Deinstallation ‚bestraft‘.

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Benjamin Wagener
Benjamin Wagener

Da GitHub ja nun an Microsoft geht, ist es da nicht wahrscheinlich, dass einer der Editoren (wohl eher Atom) auf kurz oder lang die offizielle Entwicklungsunterstützung verliert und man sich nur noch auf einen von beiden konzentriert?

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Andreas Domin

Hallo Benjamin,

der Gedanke kam mir ebenfalls. Deswegen habe ich am Anfang eine Aussage von Nat Friedman verlinkt. Beide Editoren sollen wohl unabhängig voneinander weiterentwickelt werden:
https://www.reddit.com/r/AMA/comments/8pc8mf/im_nat_friedman_future_ceo_of_github_ama/e0a2b2e/

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Werner Laude
Werner Laude

schaun mer mal.. In einem Jahr ist davon erfahrungsgemäß nichts mehr zu hören.

Benjamin Wagener
Benjamin Wagener

Ich bin da bei Werner Laude. Da verbessert man halt die Menüführung bei VSCode ein bisschen, übernimmt die Module wo die Sprachunterstützung besser ist und schon ist Atom schlicht überflüssig. Und dann fragt sich halt inwiefern da die Entwicklungsressourcen für den zusätzlichen Editor gerechtfertigt sind. Das muss nicht dazu führen, dass Atom komplett eingestellt wird, aber dass es zumindest allein der Community überlassen wird da für eine Weiterentwicklung zu sorgen und wenn da nichts kommt, dass man das Projekt dann einschlafen lässt. Würde ich jedenfalls so machen.

mantik

Obwohl ich Anti-Microsoft bin, muss ich zugeben, dass ich vor kurzem auf den Visual Studio Code umgestiegen bin.

Genau wegen der Performance. bei Atom geht es ewigs bis das Ding auch leer startet und es ist einfach nicht so smooth beim arbeiten.

Der Grund warum ich aber solang bei Atom geblieben bin, war das VSC noch keine gute FTP-Erweiterung hatte um Dateien direkt zu bearbeiten (ohne Download). Hab vor kurzem nen neuen Test gemacht und das geht nun mit simple-Ftp.

Zeit für mich zu wechseln.

Nun gibt es schon 2 Sachen die ich von MS mag: Typescript und VSC :D
Als nächstes test ich mal Azure :P

Vielleicht werden wir nochmal Freunde.

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JMichael
JMichael

Atom war lange für die JS und HTML-Entwicklung „alternativlos“. Aber VS Code kam mit brachialer Gewalt und mit jedem Update und mit jeder Erweiterung schmolz der Abstand, die klar bessere Performance hat mich Anfang des Jahres dann wechseln lassen. Inzwischen bin ich mit dem Editor so gut verraut, dass ich die Menüs gar nicht mehr öffne und alles über Tastatur-Shortcuts oder Quickbefehle erreiche.

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