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Comeback der Luftschiffe: Mehrere Unternehmen wollen den Zeppelin zurückbringen

Das Luftschiff Airlander 10 aus Großbritannien. (Bild: HAV)
Lesezeit: 1 Min.
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Die Abkehr vom Reisen mit dem Flugzeug fördert ein fast vergessenes Transportmittel zurück in den Fokus einer reisewilligen Öffentlichkeit: den Zeppelin. Das klingt erstaunlich, ist es aber nicht.

Flugzeuge sind schwer und nicht von jetzt auf gleich zu elektrifizieren. Zeppeline hingegen sind leicht und verursachen schon bei konventionellem Antrieb weniger als ein Zehntel des Kohlendioxidausstoßes eines konventionellen Passagierfliegers. Relativ leicht können die Verbrennermotoren zudem gegen Elektroantriebe gewechselt werden. Verschiedene Unternehmen arbeiten an entsprechenden Fluggeräten.

Luftschiffe können mit Flugzeugen konkurrieren

Da ist etwa die britische Firma Hybrid Air Vehicles (HAV), die aus ihrem ursprünglich zu Aufklärungszwecken für das Militär entwickelten Luftschiff eines für die zivile Luftfahrt machte. Der Airlander 10 soll bis 2025 in den regulären Flugbetrieb gehen – zunächst mit vier konventionellen Dieselmotoren. An einer Elektrifizierung wird gearbeitet.

Bequem soll gereist werden – im Airlander 10. (Bild: HAV)

Der Airlander 10 soll 100 Passagiere 7.400 Kilometer weit transportieren können. Zwar würde ein Flug von Deutschland nach Mallorca damit statt rund einer über vier Stunden dauern, aber abwegig hoch wäre dieser Zeitverbrauch nicht. Im Interkontinentalbetrieb können Zeppeline immerhin mit schnellen Schiffen mithalten.

Ein solches Luftschiff soll auch in Russland entstehen und eingesetzt werden, um entlegene und klimatisch schwierige Gebiete wie Sibirien an andere Landesteile anzubinden. Dabei schwebt den Machern der Aerosmena, so der Arbeitstitel des Projekts, eine kreisrunde Form vor, die in vier Größen unterschiedliche Lasten tragen und bis zu 250 Kilometer pro Stunde schnell fliegen können soll. Erste Fluggeräte sollen ab 2024 zu erwarten sein.

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In den USA unterstützt Google-Mitgründer Sergej Brin das Luftschiffprojekt LTA Research.

Touristische Nutzung gibt es bereits

Andere Hersteller wie die deutsche Zeppelin NT oder die israelische Atlas LTA wollen die Luftschiffe eher klein halten und für touristische Zwecke, etwa zu Rundflügen, einsetzen. Diese Luftschiffe tragen nur ein paar Dutzend Passagiere, ähnlich der Hindenburg, deren spektakulärer Unfall vor über 100 Jahren die Ära der Luftschiffe recht abrupt beendet hatte. Wenn ihr euch intensiver für die Perspektiven der Luftfahrt mit Zeppelinen interessiert, sei euch dieser Beitrag der 1E9 Community empfohlen.

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2 Kommentare
Horst
Horst

Ein Zeppelin ist ein Luftschiff, aber nicht alle Luftschiffe sind Zeppeline, auch wenn sie im Volksmund oft so genannt werden.

Die Hindenburg hatte nicht nur „ein paar dutzend“ Passagiere, sondern 97 Personen mit Besatzung an Tag des Unglücks:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/LZ_129

Antworten
Gunar Gürgens
Gunar Gürgens

Und in dem Ursprungstext steht auch Barcelona –> Palma 1 Stunde Flugzeug und 4 Stunden Zeppelin

Antworten

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