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Corona: So stark hat die Digitalisierung den Konjunktur-Einbruch abgefedert

Der Lockdown während der Corona-Pandemie hat nicht nur an den Nerven der Menschen gezehrt, sondern auch hohe wirtschaftliche Schäden verursacht. Nach einer aktuellen Studie hat die Digitalisierung aber für spürbare Linderung gesorgt.

Quelle: dpa
2 Min.
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Ohne die Digitalisierung hätte die Corona-Pandemie die Wirtschaft noch deutlich härter getroffen. (Foto: Peeradontax / Shutterstock.com)

Die wirtschaftlichen Schäden in Deutschland durch die Folgen der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2022 konnten durch die zunehmende Digitalisierung in signifikantem Umfang gemindert werden. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Vodafone Instituts und des Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos haben Onlinehandel, Homeoffice und andere Digitalisierungsmaßnahmen zusammen in einem ähnlichen Umfang wie Staatshilfen dazu beigetragen, einen Komplettabsturz der deutschen Wirtschaft zu verhindern.

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Die Studie beruft sich bei der Höhe der volkswirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie auf Berechnungen des Instituts der Wirtschaft (IW) in Köln, wonach die Wertschöpfung in Deutschland in den Jahren 2020 bis 2022 ohne Corona um insgesamt 420 Milliarden Euro höher ausgefallen wäre. In der Kalkulation des IW werden auch die Folgen des Ukraine-Kriegs mitberücksichtigt. Sie spielen im Vergleich zu der Pandemie aber nur eine untergeordnete Rolle.

Bruttoinlandsprodukt: Ohne Digitalisierung noch deutlich niedriger

Das Vodafone Institut und Prognos haben wiederum berechnet, dass das Bruttoinlandsprodukt ohne die Digitalisierungseffekte in diesem Zeitraum um rund 130 Milliarden Euro geringer ausgefallen wäre. „Damit trug die Digitalisierung genauso stark zur Abmilderung der Corona-Folgen bei wie die Wirtschaftshilfen des Bundes“, erklärte das Vodafone Institut. Die staatlichen Hilfen für Unternehmen in Form von Zuschüssen, Krediten, Rekapitalisierungen und Bürgschaften hätten ebenfalls bei insgesamt 130 Milliarden Euro gelegen.

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Die Forscher haben bei ihren Berechnungen unter anderen die Entwicklungen in verschiedenen Branchen verglichen, die in einem unterschiedlichen Umfang digitalisiert sind. Allein in der Branche Informations- und Kommunikationstechnologie habe die Digitalisierung in den beiden Jahren Umsatzeinbußen in Höhe von 15 Milliarden Euro vermieden. Unternehmen im Verkehr oder im Baugewerbe seien dagegen darauf angewiesen gewesen, ihre Tätigkeit vor Ort durchzuführen. Sie hätten deshalb weniger von der Digitalisierung profitiert.

Insbesondere in den Quartalen mit besonders restriktiven Corona-Maßnahmen hätten sich starke Wirtschaftseffekte der Digitalisierung gezeigt. So sei der positive Effekt dank Homeoffice und E-Commerce im Winter und Frühling 2021 am größten gewesen. Mit dem Aufheben der meisten Maßnahmen ab Sommer 2022 habe der vermiedene Wirtschaftsschaden durch die Digitalisierung wieder abgenommen.

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Netzausbau in Bayern besonders stark vorangeschritten

Im „Innovationsindex Deutschland“ messen das Vodafone Institut und Prognos auch die regionalen wirtschaftlichen Auswirkungen des Netzausbaus. Danach wurde das Netz in Bayern seit 2010 kontinuierlich und stärker als im deutschen Durchschnitt ausgebaut. Vor allem in den ländlichen Regionen in Bayern sei der Netzausbau flächendeckend vorangetrieben worden, hieß es.

Neben den Landeshauptstädten München und Dresden, den Stadtstaaten Hamburg und Berlin sowie Frankfurt am Main hätten städtische Kreise wie Erlangen, Wolfsburg, Regensburg und Ingolstadt überdurchschnittlich stark vom Netzausbau profitiert. Am Ende der Rangliste stehen neben Pforzheim, Münster und Kiel auch weniger dicht besiedelte Kreise in verschiedenen Regionen Deutschlands.

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