Ratgeber

Cybersecurity und Datenschutz: Wie schützen Unternehmen sich und ihre Kunden?

(Foto: Shutterstock / GlebStock)

Die Digitalisierung der Wirtschaft hat der Wirtschaftskriminalität neue Einfallstore geöffnet. Um sich davor zu schützen, müssen auch Unternehmen aufrüsten. Deshalb ist Cybersecurity wichtiger denn je. Was aber müssen Unternehmen dabei beachten?


Der wirtschaftliche Schaden, den Unternehmen durch digitale Angriffe erleiden, wird auf mehrere Billionen US-Dollar geschätzt. Dabei stehen nicht nur große Konzerne im Fokus der Angreifer: Laut einer aktuellen Studie zählen 43 Prozent aller Opfer zu den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Hinter diesen Angriffen steht ein ausgereiftes, dunkles Ökosystem – eine kriminelle Schattenökonomie –, in dem Angreifer Methoden entwickeln, verfeinern, bündeln und anbieten; und das alles zu einem dieser dunklen Marktwirtschaft angemessenen Preis.

Si vis pacem para bellum – Wenn du Frieden willst, bereite den Krieg vor

So kaufen und verkaufen Cyberkriminelle zum Beispiel potenzielle Sicherheitslücken und bündeln sie, um automatisierte und orchestrierte Angriffe zu unternehmen. Es werden sogar ganze „Dienstleistungspakete“ verkauft – wie Ransomware mit kompletter Abwicklung von erpressten Zahlungen auf ein Konto im sicheren Finanzhafen eines Drittlandes. Ein beliebtes Ziel solcher Angriffe ist das Stehlen von Daten. Ein Angreifer kann zum Beispiel detaillierte Kundendaten aus einem Unternehmen abgreifen und an einen Mitbewerber verkaufen. Datenschutz ist daher ein wichtiger Aspekt der Cybersecurity.

Warum ist Cybersecurity aber überall wichtig, wenn doch Investitionen in verstärkte Computersicherheit traditionell eher in stark regulierten Sektoren wie zum Beispiel der Finanzindustrie anzutreffen waren? So, wie die Digitalisierung der Unternehmen voranschreitet und dabei immer mehr Branchen als auch Unternehmensbereiche erfasst, so entwickelt sich auch die Cyberkriminalität weiter. Cybersecurity ist deshalb mittlerweile ein Thema für alle Ebenen eines Unternehmens. Unter anderem auch deshalb, weil die Nichteinhaltung von Sicherheitsstandards zu erheblichen Regressansprüchen und damit zu großen finanziellen Schäden und Betriebsausfällen führen kann.

Unternehmen sind also gut damit beraten, diese Gefahr nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Getreu der alten römischen Devise: Si vis pacem para bellum – Wenn du Frieden willst, bereite den Krieg vor. Cybersecurity heißt dabei, dass ein System sicher ist vor unerlaubtem Zugriff auf elektronische Daten und Dienste. Die Maßnahmen, die diese Sicherheit gewährleisten, werden dabei in diese Definition mit eingeschlossen. Da die Bedrohungen und die dahinterliegenden Akteure oft nicht sehr deutlich wahrzunehmen sind, ist Cybersecurity aber auch eine sehr komplexe Angelegenheit.

Deshalb ist es auch wichtig, das Problem und die Lösungen nicht als rein binär anzusehen. Ein IT-System oder ein Zusammenschluss solcher Systeme sind nicht per se und für immer sicher oder unsicher. Vielmehr lohnt es sich, Cybersecurity als das aktive Managen von Risiken aufzufassen und gegebenenfalls mit dem Managen anderer Risiken holistisch zu betrachten. In diesem Sinne ist ein System einfach nie ganz sicher.

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