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„Dark Big Bang“: Dunkle Materie laut Forschern bei einem zweitem Urknall entstanden

Unser Universum besteht wohl zum großen Teil aus geheimnisvoller Dunkler Materie, deren Existenz (noch) nicht nachgewiesen ist. Forscher:innen haben jetzt eine mögliche Erklärung für deren Entstehung gefunden – einen zweiten Urknall, den „Dark Big Bang“.

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Dunkle Materie: Big-Bang-Theorie könnte um zweiten Urknall ergänzt werden müssen. (Illustration: Andrea Danti/Shutterstock)

Sichtbare Materie, Sterne, Gas und Staub, macht nur einen kleinen Teil des Universums aus. Zum überwiegenden Teil soll das Universum aus Dunkler Materie bestehen. Die zeigte sich bisher nur durch ihre gravitative Wechselwirkung. Woraus sie besteht, ist unklar.

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Neuer Ansatz für die Entstehung Dunkler Materie

Bisher geht die Forschung davon aus, dass die Dunkle Materie beim sogenannten Urknall („Big Bang“) einfach mit entstanden ist. Die Astrophysiker:innen Katherine Freese und Martin Wolfgang Winkler präsentieren jetzt einen neuen Ansatz für die Entstehung Dunkler Materie.

Demnach wäre das heiße Plasma aus sichtbarer Materie und Strahlung vor rund 13,8 Milliarden Jahren beim Urknall entstanden, wie es das Standardmodell der Kosmologie beschreibt. Die Dunkle Materie folgte laut der Theorie von Freese und Winkler in einem späteren „Dark Big Bang“.

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Dark Big Bang 1 Monat nach dem Urknall?

Den Forscher:innen zufolge gebe es in der für die Strukturbildung relevanten Zeiten des Urknalls keine Beweise für das Vorhandensein Dunkler Materie. Winkler zufolge könne die Bildung Dunkler Materie noch einen Monat später stattgefunden haben – „nach kosmologischen Maßstäben fast eine Ewigkeit“.

Sollte es tatsächlich einen Dunklen Urknall gegeben haben, müsste das Ereignis noch heute über Gravitationswellen nachweisbar sein, wie Gizmodo schreibt.

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Für aktuelle Beobachtungsmethoden, etwa des Ligo (Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatorium), mit dessen Hilfe erstmals Gravitationswellen nachgewiesen wurden, dürften die beim „Dark Big Bang“ entstandenen aber zu langsam und schwach sein.

Gravitationswellen in Pulsar-Licht nachweisbar?

Stattdessen schlagen die Forscher:innen vor, nach Auswirkungen des Ereignisses auf Pulsare zu suchen. Deren regelmäßig ausgestrahltes Licht könne von solchen durch das Universum strömenden Gravitationswellen beeinflusst werden.

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Beobachtung von darauf spezialisierten Radioteleskop-Projekten wie dem International Pulsar Timing Array (IPTA) oder dem Square Kilometre Array Observatory sollen entsprechende Beweise finden, hoffen Freese und Winkler.

Verdacht einer fünften physikalischen Kraft erhärtet sich Quelle: CERN/Peter Ginter

Ihre Ergebnisse haben die Forscher:innen auf dem Preprint-Server arxiv.org veröffentlicht. Ein Peer-Review und die mögliche Veröffentlichung in einem Fachmagazin stehen noch aus.

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Kommentare (1)

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David Bruchmann

Egal wie der Big-Bang abgelaufen ist, können die bestehenden Theorien nicht erklären woher die ganze Materie hätte kommen sollen, die das Universum beinhalted.
Ein unvorstellbar großes schwarzes Loch als Ursprung unseres Universums ergibt meiner Ansicht nach mehr Sinn, somit wäre unser Universum nur ein Teil eines größeren Universums. Dies ließ auch eine andere Erklärung für die dunkle Materie zu, aber das ist nebensächlich.
Der Ursprung des größeren Universums wäre dann natürlich komplett ungeklärt und ließe sich eventuell auch kaum klären.

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