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Diese Dax-Vorstände sprechen am häufigsten über Digitalisierung und Umwelt

Markus Braun von Dax-Neuling Wirecard spricht offenbar lieber über Digitalisierung als über die Umwelt. (Bild: DPA)

Um herauszufinden, wie digital die großen börsennotierten deutschen Konzerne ticken, hat ein Unternehmen CEO-Reden gescannt. Ganz vorne ist eine recht junge Firma.

Schätzungen zufolge könnten in Deutschland bis zum Jahr 2035 rund 1,5 Millionen Jobs durch die Digitalisierung verloren gehen, aber ebenso viele neu entstehen. Dementsprechend scheint es wichtig, dass die größten Unternehmen des Landes diesbezüglich eine Vorreiterrolle einnehmen.

Doch welcher der Dax-30-Konzerne thematisiert Digitalisierung, aber auch Umweltaspekte am häufigsten? Dieser Frage ist die WBS-Gruppe, ein Bildungsanbieter, auf den Grund gegangen und hat aktuelle Hauptversammlungs-Reden auf verschiedene Stichworte hin zum Thema Umwelt und Digitalisierung analysiert.

Wirecard: 62 Stichworte

„Mit Abstand am häufigsten“ habe Markus Braun von Wirecard über die Digitalisierung gesprochen, schreiben die Studienautoren: In der frei gehaltenen Rede des Fintech-Vorstandsmitglieds seien insgesamt 62 Mal Stichworte wie künstliche Intelligenz, 5G, Automatisierung, oder auch die Digitalisierung selbst gefallen.

Am zweithäufigsten habe Hans van Bylen von Henkel die Digitalisierung thematisiert, nämlich 32 Mal. Komplettiert wird die Top 3 durch die Rede des Vorstandsvorsitzenden von Infineon, Reinhard Ploss (28 Nennungen).

So oft haben die Dax-30-Redner die Themen Digitalisierung und Umwelt thematisiert. (Tabelle: WBS-Gruppe)

So oft haben die Dax-30-Redner die Themen Digitalisierung und Umwelt thematisiert. (Tabelle: WBS-Gruppe)

Vergleichsweise selten hätten hingegen Rolf Martin Schmitz von RWE, Frank Appelt von der Deutschen Post (je vier Mal), Stephan Sturm von Fresenius (zwei Mal) und Rolf Buch von Vonovia (ein Mal) die analysierten Stichworte zum Thema Digitalisierung geäußert.

Anderes Bild beim Thema Umwelt

Für Umweltfragen hatte Wirecards geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Markus Braun, weniger Redezeit übrig: Lediglich ein Mal hat der Österreicher von Nachhaltigkeit gesprochen – und somit ebenso selten über Umwelt und Klimaschutz wie die Redner von der Münchener Rück, Covestro, Merck, SAP und Thyssenkrupp. Stephan Sturm von Fresenius habe kein einziges der analysierten Stichworte direkt in seiner Rede verwendet, heißt es.

6 Fragen, die sich jedes Unternehmen in der Digitalisierung stellen sollte

Nutze ich effiziente Software?

1. Haben meine Mitarbeiter mobil Zugriff auf wichtigste Unternehmensdaten wie CRM, ERP und Business-Intelligence?

2. Gibt es ein Software-Tool wie Slack, mit dem die interne Kommunikation effizienter werden kann?

3. Für welche Dinge wird im Unternehmen Microsoft Excel eingesetzt? Gibt es eine bessere Software?

4. Gibt es On-Premise-Lösungen, die in eine Public Cloud ziehen könnten?

(Foto: © Rawpixel.com Adobe Stock)

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Positiv habe sich in dieser Hinsicht hingegen der Belgier Hans van Bylen von Henkel hervorgetan: 19 Mal hat er die analysierten Umwelt-Stichworte genannt, und somit am häufigsten im Vergleich zu seinen Kollegen. Auch Christian Sewing von der Deutschen Bank (16 Nennungen), Martin Brudermüller von BASF (15 Nennungen) sowie Stefan de Loecker von Beiersdorf und Carsten Spohr von der Lufthansa (je 13 Nennungen) haben vergleichsweise häufig über die Umwelt gesprochen.

Um herauszufinden, welcher der Dax-30-Redner auf der Hauptversammlung am häufigsten über Umwelt oder Digitalisierung gesprochen hat, hat die WBS-Gruppe Reden (bis auf die von Heidelberg Cement, die „digital nicht verfügbar“ gewesen sei), auf die Nennung folgender Stichworte hin analysiert: digital, Digitalisierung, Transformation, künstliche Intelligenz, 5G, innovativ, Innovation, Automatisierung, automatisiert, Umwelt, nachhaltig, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Klima und Umwelt.

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Ein Kommentar
Stephan
Stephan

Scheint eine sehr oberflächliche Betrachtung zu sein. Welche Reden wurden da mit welcher Sorgfalt betrachtet, dass z.B. ein Vorstandswechsel aus 2018 bei einem Erhebungszeitraum „Juni 2019“ noch nicht berücksichtigt wird?

Antworten

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