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Analyse

Digitalisierung der Arbeitswelt: Deutsche schätzen „kompetente Führung”

Was bedeutet die Digitalisierung der Arbeitswelt für die Mitarbeiter? (Bild: Shutterstock)

Sind die meisten Arbeitnehmer betriebsblind? Eine Studie von Deloitte will herausgefunden haben, dass die meisten „kaum oder wenig“ Veränderung ihrer eigenen Arbeit durch Digitalisierung erkennen.

Ist die Digitalisierung nur ein Hype? Diese bewusst gewagte These formuliert das Beratungsunternehmen Deloitte, das im Rahmen der paneuropäischen Studie „The Voice of the Workforce“ 15.000 Beschäftigte in zehn europäischen Ländern dazu befragt hat, wie sie die Zukunft ihrer Arbeit denn so einschätzen.

Also: Was wünschen und erhoffen sich diese Mitarbeiter, was motiviert sie, und wie lange können oder wollen sie künftig arbeiten? In Deutschland haben 2.000 Personen teilgenommen. Und viele unter ihnen geben sich bemerkenswert gelassen.

Diagnose: Selbstüberschätzung

„Viele der Befragten spüren keine Notwendigkeit, sich mit dem Thema Lernen als lebenslanger Prozess zu beschäftigen.“

Ein ebenso zentrales wie interessantes Ergebnis der Studie: Die Beschäftigten antizipieren „kaum oder wenig“ Veränderung ihrer eigenen Arbeit durch Digitalisierung und „neigen zur Selbstüberschätzung im Umgang mit technologischem Wandel“, schreiben die Studienautoren.

Ältere Arbeitnehmer würden sich „durchweg zufriedener“ mit ihren Jobs zeigen und seien zu einem längeren und flexibleren Berufsleben bereit. Auf Basis der Befragungsergebnisse, die Befindlichkeiten und Vorstellungen der Arbeitnehmer deutlich machen sollen, identifiziert die Studie insgesamt fünf Ansätze, um Beschäftigte besser auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten.

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Unter anderem wolle man, „einen Weckruf im Hinblick auf technologischen Wandel senden“, lebenslanges Lernen fördern, Motivation und Engagement nicht nur materiell steigern, die Vorteile längerer Karrierewege nutzen und alternative Karrieremodelle entwickeln.

Lebenslanges Lernen? Kein Thema!

„Während Umfragen oft zeigen, dass Arbeitnehmer durchaus abstrakte Änderungen der allgemeinen Arbeitswelt antizipieren, sagen unsere Ergebnisse, dass sie das für ihren eigenen Job nicht sehen“, sagt Maren Hauptmann, Leiterin Organization Transformation & Talent bei Deloitte. Dementsprechend würden viele der Befragten auch keine Notwendigkeit verspüren, sich mit dem Thema Lernen als lebenslanger Prozess zu beschäftigen.

Doch gerade das sei wichtig. Schon deswegen, weil das World Economic Forum 2016 festgestellt hat, dass sich bis 2020 über 30 Prozent der Qualifikationsanforderungen „deutlich verändern“ werden. Der Erwerb neuer Kompetenzen gehöre daher zu den „wichtigsten Aufgaben“, heißt es von Deloitte. Dennoch gehen offenbar nur zwei Prozent der Befragten in Deutschland davon aus, dass ihr Job in der nächsten Dekade komplett verschwindet, und „nur“ 18 Prozent sehen „erhebliche neue Anforderungen“ auf sich zukommen.

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