Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Digitalisierung: Wie ineffizienter Umgang mit Technik die Arbeit lähmt

Die Digitalisierung hat unsere Produktivität massiv erhöht. Dennoch verschwenden Fachkräfte ein Drittel ihrer Arbeitszeit. Das liegt auch an dem ineffizienten Umgang mit der Technik. Doch das lässt sich ändern.

Quelle: dpa
2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Die Digitalisierung hat auch Schattenseiten. (Foto: Anel Alijagic / Shutterstock.com)

Tausende Mails, zähe Online-Meetings und stundenlanges Dateigesuche: Der Digitalisierungsschub, den die Corona-Pandemie in der Arbeitswelt ausgelöst hat, scheint daran nichts verändert zu haben.

Anzeige
Anzeige

„Die Folgen der Corona-Pandemie haben den Umgang von Firmen mit vielen Dingen noch verschlimmert“, sagt Jürgen Kurz, Experte für effiziente Bürostrukturen. Er stützt seine Aussagen auf seine Erfahrungen aus der Beratungspraxis – und eine Online-Umfrage, die sein Unternehmen unter 850 Beschäftigten und Führungskräften durchgeführt hat.

Demnach würden Fachkräfte ein Drittel ihrer Arbeitszeit verschwenden, vor allem wegen eines ineffizienten Umgangs mit der Digitalisierung. Das hält Kurz gerade in Zeiten des Fachkräftemangels für fatal.

Anzeige
Anzeige

Problem an der Wurzel packen

Die größten Probleme? „Durch das dezentrale Arbeiten sind zum Beispiel die Mängel beim Projektmanagement, etwa was eine strukturierte Datenablage angeht, noch schlimmer geworden“, sagt Kurz. Auch E-Mails und Meetings gehören Kurz zufolge weiterhin mit zu den größten unnötigen Zeitfressern.

In Unternehmen seien sich Verantwortliche und Beschäftigte des Problems oft durchaus bewusst. „Aber es wird nicht an der Wurzel gepackt“, sagt Kurz. Ineffiziente Strukturen sollen dann am besten mit einer Schulung gelöst werden. „Eine Schulung kann zwar hilfreich sein, um mit neuen Systemen umzugehen. Viel wichtiger aber wäre, dass man Spielregeln schafft“, sagt Kurz.

Anzeige
Anzeige

„Ähnlich wie im Straßenverkehr“ müsse es auch in Unternehmen allgemeinverbindliche Regeln gelten, die auf oberster Ebene festgelegt werden – während gleichzeitig Raum für Individualität bleibt: Rot heißt also überall stehen, grün heißt gehen. Gleichzeitig kann es in bestimmten Bereichen zum Beispiel verkehrsberuhigte Zonen geben.

Selbst Spielregeln aufstellen

Wer nun als Beschäftigter am Unternehmensmanagement verzweifelt und seit Monaten darauf wartet, dass eben solche Spielregeln kommen, um Meetings oder die Dateiablage effizienter zu machen, sollte besser selbst tätig werden. „Es wäre fatal, einfach zu sagen, ich kann selbst nichts ändern“, sagt Kurz.

Anzeige
Anzeige

Er rät, Spielregeln für sich selbst aufzustellen. Die Zahl an E-Mails lasse sich zum Beispiel eindämmen, wenn man sich genau überlegt, welcher Verteilerkreis für ein bestimmtes Thema angemessen ist.

Meetings werden dann effizienter, wenn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst darauf achten, konsequent bei der Sache zu sein und nicht noch drei Dinge nebenher erledigen. „Es hilft mir auch, meine Tagesordnungspunkte gut vorzubereiten oder vielleicht selbst ein kleines Protokoll mit zu skizzieren, das ich im Anschluss in die Runde schicke“, rät Kurz.

Gemeinsam mit Teammitgliedern können sich Beschäftigte auch die Dateiablage für ein bestimmtes Projekt angucken und entscheiden, wie ein effizientes System aussehen könnte. „Gibt ein Einzelner positive Entwicklungen oder Erfahrungen an andere weiter, habe ich oft erlebt, dass der Personenkreis, der ebenfalls auf den Zug aufspringt, schnell größer wird“, sagt Kurz. Und dann folgt womöglich auch die Abteilungsleitung oder das Management.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige