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Trump wollte sich wohl Markenrechte an „gefälschte Wahl“ sichern

Im Zuge des Untersuchungsausschusses gegen Donald Trump veröffentlichte Dokumente beinhalten Brisantes – und auch Skurriles: So wollte sich Trump anscheinend den Begriff „gefälschte Wahl“ als Marke sichern lassen.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
Donald Trump sorgt wieder einmal für Furore. (Foto: Shutterstock / Christopher Halloran)

Der Untersuchungsausschuss, der sich mit dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 beschäftigt, hat am Montag seine Arbeit abgeschlossen. In den rund eineinhalb Jahren seiner Arbeit wurden mehr als 1.000 Zeug:innen befragt – und nun kommt viel Interessantes ans Licht.

Brisante E-Mail-Konversation

Denn der Untersuchungsausschuss hat Teile der Dokumente veröffentlicht: Die New York Times (NYT) spricht von Dokumenten in verschiedenen Ausführungen (E-Mails, Textnachrichten, Transkripte), deren Umfang sich auf Zehntausende von Seiten belaufen soll.

Darunter soll auch eine skurril anmutende Passage zu einem Vorhaben Donald Trumps sein. Demnach wollte sich der ehemalige US-Präsident die Formulierung „gefälschte Wahl“ (Englisch: „Rigged Election“) sichern lassen.

Laut NYT liegen E-Mails zwischen Dan Scavino, dem damaligen Vize-Stabschef von Trump, und Trumps Schwiegersohn sowie Berater Jared Kushner vor, in denen Kushner mitgeteilt wird, dass der Präsident darum bitte, ihm die Markenrechte an den Formulierungen „gefälschte Wahl!“ und „Save America PAC!“ zu sichern.

„Leute, können wir das so schnell wie möglich machen?“

Die Abkürzung PAC steht in den USA für Political Action Committee, sprich eine Lobbygruppe, die sich darauf konzentriert, Abgeordnete oder Wahlbeamte der Regierung zu unterstützen oder zu bekämpfen. Kushner habe die Mail an weitere Personen weitergeleitet und mit der Bitte versehen: „Leute, können wir das so schnell wie möglich machen?“

Trump hat den Wahlsieg von Joe Biden bis heute nicht eingestanden. Er behauptet immer noch, dass ihm die Wahl „gestohlen“ worden sei. Bei dem Sturm auf das Kapitol, der als direkte Folge gewertet werden kann, sind damals fünf Menschen ums Leben gekommen.

Das steckt hinter der skurrilen Anfrage

Hinter der skurrilen Markenrechtanfrage stecken wohl monetäre Gründe. Die New York Times schreibt, dass Trumps Team nach den verlorenen Wahlen versucht hat, so viel Geld wie möglich einzusammeln – und das anscheinend auch über die Sicherung von Markenrechten.

Der Bericht lässt übrigens keinen Zweifel daran, wer laut NYT die hauptverantwortliche Person für die Geschehnisse am 6. Januar 2021 gewesen ist: „Die zentrale Ursache des 6. Januar war ein Mann, der ehemalige Präsident Donald Trump“, heißt es darin.

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