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Donald Trumps „große Ankündigung“: Hässliche NFT auf einer windigen Website

Donald Trump verkauft jetzt NFT – schlechtes Photoshop, fragwürdige Geschäftspraktiken und potenzielle Copyright-Verletzungen inklusive.

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Donald Trump verkauft jetzt NFTs (Foto: Evan El-Amin / Shutterstock.com)

Am Mittwoch hat Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social verkündet, es gäbe bald eine „große Ankündigung“. Dieses Statement hat er in ein Video mit dramatischer Musik und einer an Superman angelehnten Zeichnung von ihm selbst und den Worten „Amerika braucht einen Superhelden“ gepackt.

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Seine erneute Kandidatur als US-Präsident hatte Trump allerdings bereits diesen November bekannt gegeben, worum könnte es sich also handeln?

Überraschung oder naheliegend? Trump steigt in NFT ein

Auf einer Liste, was in Donald Trumps umstrittenem Wirken noch fehlt, stünde „ein Kryptoprojekt“ vermutlich für viele sehr weit oben. Dahinter kann dank der neuen NFT-Kollektion jetzt auch ein Haken gesetzt werden.

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Die NFT sind auf der extra dafür eingerichteten Website collecttrumpcards.com zu sehen. Sie zeigen Trump unter anderem als Astronaut, Cowboy, Footballspieler oder beim Golfen. Selbst in geringer Auflösung stechen die mittelmäßigen Bildbearbeitungseffekte und die fragwürdigen Design-Entscheidungen ins Auge, was zugegebenermaßen keine Neuigkeit bei NFT ist.

Eine Karte kostet 99 US-Dollar (Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen) und berechtigt außerdem zur Teilnahme an einem Trump-Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es unter anderem ein Dinner oder eine Runde Golf mit dem Ex-US-Präsidenten. Wer 45 NFT (4.455 Dollar) kauft, gewinnt laut Website direkt ein Essen mit Trump.

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Merchandise in allen Varianten: Donald Trump bleibt sich treu

Trump war schon immer gut darin, seine Politikkarriere zu monetarisieren und seinen Anhängern die unterschiedlichsten Arten von Merchandise zu verkaufen – darunter auch eine Trump-Käseplatte. Wie Forbes unter Berufung auf Trumps Schwiegersohn Jared Kushner schreibt, brachten die charakteristischen „Maga“-Kappen 2016 zeitweise 80.000 Dollar pro Tag ein.

Jetzt verkauft Trump seinen Anhängern also in NFT und könnte sich dafür eigentlich kaum einen ungeeigneteren Zeitpunkt ausgesucht haben.

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Das Handelsvolumen auf dem NFT-Markt hatte seit Januar um 97 Prozent abgenommen, wie Bloomberg berichtet. Immer mehr Projekte entpuppen sich als komplette Scams oder müssen einen katastrophalen Wertverlust hinnehmen – darunter auch viele von US-Celebrities unterstützte Projekte. Hinzu kommt jetzt die FTX-Pleite, die den kompletten Kryptomarkt in Bedrängnis bringt.

Lesenswert: 9 Krypto-Projekte, die komplette Scams waren

Erneut fragwürdige Praktiken bei Trump

Es sind aber nicht nur der Zeitpunkt, der Preis und das ohnehin umstrittene Konzept von NFT, was bei der Trump-Aktion für Stirnrunzeln sorgt. Wie Gizmodo berichtet, sind die Bilder so lieblos zusammengestellt, dass man beispielsweise den Ursprung von Trumps Uniformen per Rückwärtsbildersuche rekonstruieren kann. Mögliche Urheberrechtsverletzungen liegen somit ebenfalls auf der Hand. Es sei unklar, ob die Bilder achtlos bearbeitet oder von einer Bild-KI erstellt worden sein.

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Zudem scheint es sich nicht um eine Fundraising-Aktion für die kostspielige Wahlkampagne zu handeln. Die NFT INT LLC, die die NFT offiziell vertreibt, gibt an, die Sammelkarten hätten keine Verbindung zu politischen Kampagnen und würden Trumps Bilder lediglich lizenzieren. Die Geschäftsadresse des Unternehmens befindet sich in einem kleinen Einkaufscenter in Utah mit UPS-Store.

In der Vergangenheit hat es laut Gizmodo immer wieder mit Trump oder Truth Social verknüpfte Unternehmen gegeben, die auf dem Papier lediglich über ein UPS-Postfach operiert haben.

Echte Trump-Fans halten diese windige Geschäftspraktiken natürlich ebenso wenig auf, wie die Tatsache, dass sich die Bilder auch einfach per Rechtsklick aus dem Browser heraus speichern ließen. Alle 45.000 NFT waren innerhalb von 24 Stunden ausverkauft, was einem Erlös von 4,45 Millionen Dollar entspricht.

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Das sind die 10 teuersten NFT der Geschichte Quelle:

Kryptoszene reagiert gereizt

Die unter anderem via Ether bezahlbaren Sammelkarten stoßen auch in der Kryptoszene auf Kritik, wie bei Decrypt zu lesen ist. Auf Twitter finden sich unter anderem Reaktionen wie „Verkauft alles, der Bärenmarkt hat gewonnen“.

Andere Twitter-User zeigen berechtigterweise auf, dass Trump sich früher deutlich gegen Kryptowährungen positioniert hatte. Diese Meinung scheint er zugunsten eines Millionengeschäfts revidiert zu haben.

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