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Dragonfly: Diesen Hubschrauber will die Nasa auf einem Saturnmond landen

So groß wie ein Auto und mit acht Rotoren: Der Dragonfly soll Proben auf dem Titan entnehmen. Es ist das erste Mal, dass die Nasa ein mehrrotoriges Fahrzeug für wissenschaftliche Zwecke auf einem anderen Planeten einsetzen will.

Von Tatjana Standky
2 Min. Lesezeit
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Das Ziel der Dragonfly-Mission ist es, Proben vom Titan zu sammeln und zu untersuchen, ob ein Leben auf Wasser-oder Kohlenwasserstoffbasis existiert hat. (Bild: ManuMata / Shutterstock)

Anfang des Jahres hat die Nasa-Mission Dragonfly alle Kriterien der vorläufigen Entwurfsprüfung bestanden. Am 28. November gab es grünes Licht für die endgültige Konstruktion des zweifachen Quadrocopters, den Dragonfly. Die Mission hat damit die Genehmigung erhalten, mit der Arbeit an der finalen Missionsplanung und -fertigung – auch bekannt als Phase C – 2024 fortzufahren.

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Der Dragonfly verfolgt einen neuartigen Ansatz bei der Erforschung von Planeten: Der zweifache Quadrocopter wird abgesetzt und soll sich auf dem Titan fliegend fortbewegen und so mehrere Orte des Mondes erkunden.

Dragonfly setzt auf bereits verwendete Technologien

Das Gefährt für die Mission auf dem Titan hat acht Rotoren und fliegt wie eine Drohne. Das Fluggerät wird speziell für diese Mission konzipiert, da es Hunderte Kilometer zur Untersuchung des Titan zurücklegen wird.

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Die Mission hat eine Laufzeit von drei Jahren: In dieser Zeit soll der Dragonfly an mehreren Orten starten und landen und die Bedingungen vor Ort untersuchen.

Die Kameras des Dragonfly sind bereits in der rauen Umgebung des Mars an Bord des Marsrovers der Nasa getestet worden. Betrieben wird das neue Gefährt der Nasa nuklear und verwendet dabei ein System, das dem des Marsrovers sehr ähnlich ist: Den Multi-Mission Radioisotope Thermoelectric Generator.

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Das System wird zum Aufladen einer Reihe von Lithium-Ionen-Batterien verwendet und soll dem Dragonfly mit dieser höheren Energiedichte dazu verhelfen, in kurzen Sprüngen über die Titanoberfläche zu fliegen.

Der zweifache Quadrocopter soll selbstständig an verschiedenen Orten starten und landen - und erreicht dabei eine Höhe von 4000 Metern.

Der zweifache Quadrocopter soll selbstständig an verschiedenen Orten starten und landen – und erreicht dabei eine Flughöhe von 4.000 Metern. (Bild: Nasa / Johns Hopkins APL / Steve Gribben)

Im Dragonfly verbaut ist außerdem ein Gammastrahlen- und Neutronenspektrometer, das schon bei Missionen zum Mars, Merkur, Mond und verschiedenen Asteroiden zum Einsatz gekommen ist.

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Wenig Schwerkraft auf dem Titan: Dragonfly kann bis zu 4.000 Meter Höhe erreichen

Auf dem Titan stellen die sich schnell drehenden Flügel des Raumschiffs sicher, dass der fast 1.000 Pfund (450 Kilogramm) schwere Drehflügler von A nach B kommt. Der Dragonfly kann dadurch auch eine Flughöhe von über 4.000 Metern erreichen. Diese Höhe ist aber auch deshalb möglich, weil es auf dem Titanmond wenig Schwerkraft zu überwinden gilt.

Um den Dragonfly auf den autonomen Flug vorzubereiten, haben die Ingenieur:innen Modelle des Fluggerätes in Wüstenumgebungen getestet. Bislang haben die Testdrohnen über 100 Flüge absolviert.

Ziel der Nasa-Mission Dragonfly

Das Ziel der Dragonfly-Mission ist es, die Bewohnbarkeit der Umgebung des Mondes zu charakterisieren und nach chemischen Hinweisen zu suchen, ob auf dem Titan einmal Leben auf Wasser- oder Kohlenwasserstoffbasis existiert hat.

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Dragonfly ist die vierte Mission des Nasa-Programms New Frontiers, das vom Marshall Space Flight Center der Nasa in Huntsville, Alabama, für das Science Mission Directorate geleitet wird.

2019 hatte die Nasa verkündet, dass der Dragonfly im Jahr 2026 starten und 2034 ankommen würde. Das Dragonfly-Team hat eine Neuplanung der Mission auf der Grundlage der in 2024 voraussichtlich zur Verfügung stehenden Mittel vorgenommen und schätzt den Starttermin nun auf Juli 2028.

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