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Besser als das Original? Tiktoker kreiert Drake-Song mit KI

Ein KI-generierter Drake-Song ist am Wochenende viral gegangen. Der Fall stellt die Musikindustrie vor die große Frage, wie sie künftig mit künstlicher Intelligenz umgehen will.

Von Insa Schniedermeier
2 Min. Lesezeit
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Rapper Drake im März 2023. (Foto: picture alliance / Cover Images | Madame Tussauds/Cover Images)

Es gibt einen neuen Drake-Song featuring The Weeknd namens „Heart on My Sleeve“. Er stammt allerdings nicht wirklich von Drake und The Weeknd, sondern von einer künstlichen Intelligenz (KI) und wurde vor wenigen Tagen vom Tiktoker Ghostwriter977 veröffentlicht.

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In kurzer Zeit trendete er und konnte mehr als 15 Millionen Views generieren. Fans dachten zunächst, der Song sei echt, denn das Lied ist erschreckend nah am Original.

Ghostwriter977, der sich in dem Clip als Geist mit Bettlaken über dem Kopf und Sonnenbrille zeigt, hatte den Song auch auf Apple Music und Spotify veröffentlicht.

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Darf er das?

Anwalt und Tiktoker mordy4prez sagt in einem Tiktok-Video: „Das ist illegal.“ Stars hätten Persönlichkeitsrechte und ihre Stimme sei ein Teil ihrer Marke. Die Veröffentlichung auf Spotify und Apple Music sei sogar noch gravierender, da er auf diesen Streamingplattformen Geld mit dem Song verdienen kann. „Drake hat hier starke Argumente auf seiner Seite“, sagt der Anwalt.

Ghostwriter977 hat den Song inzwischen von Tiktok, Spotify und Apple Music entfernt. Auf Youtube ist er aktuell noch abrufbar:

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Auch auf seinem Tiktok-Profil ruft Ghostwriter977 weiterhin dazu auf, eine Website zu besuchen, über die er Interessenten den Drake-Song zuschicken will. Im Profil steht: „Ich fange gerade erst an.“

Scharfe Kritik von Musikindustrie

Der Hype um den falschen Drake-Song eröffnet spätestens jetzt eine spannende Diskussion darüber, wie die Musikindustrie mit KI-Technologie umgehen wird. In einem am 17. April veröffentlichten Statement hat die Universal Music Group (UMG) die „Rechte verletzende[n] Inhalte, die mit generativer KI erstellt wurden“, scharf verurteilt.

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Der Fall werfe die Frage auf, auf welcher Seite der Geschichte die Beteiligten im Musikökosystem stehen wollen: „Auf der Seite der Künstler:innen, der Fans und des menschlichen kreativen Ausdrucks oder auf der Seite der tiefgreifenden Fälschungen, des Betrugs und der Verweigerung der den Künstler:innen zustehenden Vergütung.“

„Wir werden nicht zögern, Schritte zu unternehmen, um unsere Rechte und die unserer Künstler:innen zu schützen“, soll UMG bereits im März an Onlineplattformen kommuniziert haben, wie die Financial Times berichtete.

In E-Mails soll UGM Streamingplattformen, darunter Spotify und Apple, dazu aufgefordert haben, künstliche Intelligenzdienste daran zu hindern, Melodien und Texte aus ihren urheberrechtlich geschützten Liedern auszulesen.

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