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Karriere

7 Fähigkeiten, die erstklassige Manager vom Rest unterscheiden

7 Regeln für exzellentes Management. (Grafik: Mind Gym)

Die Unternehmensberatung Mind Gym hat sieben Verhaltensweisen zusammengetragen, mit denen ein exzellentes Management die Ergebnisse eines Teams nachweislich steigern soll. Wie viele davon beherrschst du?

Gutes Management ist auf allen Unternehmensebenen entscheidend

Nicht nur die Geschäftsführer, auch alle anderen Vorgesetzten und „Team Leads“ eines Unternehmens sind wichtig für den Erfolg. Sie sorgen im täglichen Durcheinander für Orientierung und helfen den Angestellten ganz konkret dabei, sowohl ihre persönlichen als auch die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Wie wichtig Manager für die Performance eines Teams sind, hat 2012 eine Studie der Stanford-University gezeigt: Wurde ein schlechter Vorgesetzter durch einen High-Performer ersetzt, wuchs die Produktivität der untersuchten Teams um durchschnittlich zwölf Prozent.

Die britische Unternehmensberatung Mind Gym hat diese und viele weitere Erkenntnisse der psychologischen Forschung zusammengetragen und auf dieser Basis sieben Leitsätze entwickelt, die sich jeder Chef zu Herzen nehmen sollte.

1. Erstklassige Manager gehen Beziehungen ein

7 Regeln für effektives Management von Mind Gym.

Für die Autoren des Whitepapers „The Return of the Manager“ ist es das wichtigste Merkmal herausragender Chefs: die Fähigkeit, Beziehungen zu formen, zu stärken und sie im Bedarfsfall reparieren zu können. Denn die Qualität der Beziehung zwischen Team und Manager ist ausschlaggebend dafür, ob die Kollegen dem Urteil ihres Vorgesetzten vertrauen und sich motiviert den Aufgaben widmen, die er ihnen stellt. Daher hat Mindgym die Fähigkeit „Relate“ in das Zentrum seines Management-Schemas gesetzt.

Die Herausforderung dabei sei es, so Mind Gym, eine Balance zwischen persönlicher Nähe und professioneller Distanz zu finden. Nur so könnten die positiven Effekte erzielt werden, ohne dabei die unternehmerischen Ziele aus den Augen zu verlieren.

2. Erstklassige Manager coachen ihr Team

Der oben zitierten Studie der Universität Stanford zufolge ist die Fähigkeit, Teammitglieder zu coachen, der wichtigste Unterschied zwischen schlechten und guten Managern:

„Was macht ein guter Chef besser als ein schlechter? In einem Wort: er lehrt. Die Vermittlung von Fähigkeiten oder Arbeitsgewohnheiten macht zwei Drittel der Mehrleistung aus, die Chefs zu ihrem Team beisteuern.“

Gute Coaches verstehen es laut Mind Gym, ihre „Lehrlinge“ für neue Herausforderungen zu motivieren und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass das Unternehmen an sie glaubt. Sie fordern ihre Schützlinge durch anspruchsvolle Aufgaben heraus und schaffen eine Atmosphäre, in denen sie sich ausprobieren und aus Fehlschlägen lernen können. Nicht zuletzt beobachten sie genau, wie ein Mitarbeiter sich schlägt und helfen ihm durch konstruktives Feedback dabei, den richtigen Weg zu finden.

3. Erstklassige Manager stecken ihr Team mit ihrer Energie an

Positive Energie verleiht einem Team Flügel. Sie verbreitet sich innerhalb einer Organisation weiter und multipliziert dabei ihre Wirkung – die Effekte sind enorm positiv, wie das Whitepaper unter Verweis auf diverse Erkenntnisse der Arbeits- und Organisationspsychologie betont:

„Energiegeladene Teams sind kreativer, kollaborativ, effizient, fokussiert und entscheidungsfreudig. Sie sind besser darin, Probleme zu lösen oder Konflikte zu bewältigen und es ist weniger wahrscheinlich, dass sie sich vom Unternehmen distanzieren.“

Manager sollten also stets eine positive Grundhaltung haben und dem Team vermitteln, dass die gesteckten Ziele erreicht werden können. Dagegen sollten sie selbst auch an schlechten Tagen davon absehen, ihre Frustration ins Team zu tragen. So sehr man auch nach ein wenig Mitgefühl lechzt: Ein spürbar unmotivierter oder sogar verzweifelter Vorgesetzter bremst das Team deutlich aus.

4. Erstklassige Manager schaffen ein Klima für Innovationen

Gute Manager schaffen Prozesse für Innovationen (Grafik: mustafahacalaki – istockphoto)

Gute Manager müssen nicht unbedingt selbst kreative Genies sein, die am laufenden Band neue Ideen produzieren. Vielmehr müssen sie ein Klima schaffen, in dem die anderen Mitarbeiter ihre Ideen einbringen und diese zu neuen Produkten weiter entwickeln können.

Ein solches Klima für Innovationen zeichnet sich durch Freiräume aus, durch Methoden, mit deren Hilfe neue Ideen bewertet werden können, und durch Prozesse, mit denen die besten Ideen weiter entwickelt und umgesetzt werden können. So stellen exzellente Manager sicher, dass wichtige Innovationen nicht im Sand verlaufen.

5. Erstklassige Manager haben das Wohl ihrer Mitarbeiter im Blick

Wir alle kennen wahrscheinlich die besonders guten Tage im Office, bei denen es einfach „läuft“: Die Aufgaben sind vielfältig und erledigen sich von selbst, das Feedback der Kollegen feuert einen zusätzlich an und man geht mit einem Gefühl der Zufriedenheit nach Hause. Unter dem Schlagwort „Thrive“ fasst die englischsprachige Forschung diesen Geisteszustand und seine Effekte, etwa die Burn-Out-Prävention oder die persönliche und fachliche Weiterentwicklung, zusammen.

Gute Vorgesetzte ermöglichen es ihren Teammitgliedern, diese Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu erleben, indem sie selbst auf ein solches Wohlbefinden bei sich achten und die dafür notwendige Einstellung auch anderen vermitteln. Drei Tipps sollen Managern insbesondere dabei helfen, dieses Verhalten bei sich und anderen zu fördern:

  • Identifizieren, welche Ereignisse, Aktivitäten oder Erfahrungen einen in der Vergangenheit glücklich gemacht haben, und diese fest im Alltag etablieren.
  • Sich mit Menschen umgeben, die einem gut tun und das Wohlbefinden fördern.
  • Gewohnheiten entwickeln, die dauerhaft zum persönliche Wohlbefinden beitragen – zum Beispiel, indem sie zwischenmenschliche Beziehungen fördern.

6. Erstklassige Manager lenken ihr Team

Erstklassige Manager geben die Richtung vor. (Foto: Shutterstock.com)

Exzellente Manager lassen ihr Team nicht kopflos in alle Richtungen rennen, sondern geben eine gemeinsame Richtung („direction“) vor. Die Kunst hierbei ist es allerdings, weder zu viel noch zu wenig ins Detail zu gehen: „Zoomt zu weit heraus und es könnten wichtige Details auf der Strecke bleiben, schaut zu genau hin und ihr verliert das große Ganze aus den Augen oder werdet zu gefürchteten Mikromanagern.“

Die Empfehlung von Mind Gym: Führungskräfte sollten sich darin trainieren, immer wieder verschiedene Perspektiven einzunehmen – vom kleinteiligen Fokus auf aktuelle To-Dos bis hin zur übergeordneten Firmenstrategie. So gelingt es, jedes Teammitglied auf seine eigene Weise auf den vorgegebenen Kurs einzuschwören.

7. Erstklassige Manager sorgen für eine saubere Umsetzung

„Execution is key“ – dieser bekannte Ausdruck versinnbildlicht, dass gute Manager sich letztlich immer an den tatsächlich erreichten Ergebnissen ihres Teams messen lassen müssen. Bei der Ausführung der gestellten Aufgaben müssen alle Rädchen ineinander greifen – wenn Entscheidungen zu langsam getroffen werden oder Teammitglieder sich nicht sicher sind, welchen Beitrag sie zum Erfolg leisten sollen, läuft beim Management einiges schief. Das Unternehmen wird ausgebremst und sieht neben der Konkurrenz alt aus.

Hilfreiche Bausteine für eine exzellente Ausführung sind dagegen ein klares Verständnis des Teams davon, wozu es autorisiert und inhaltlich zuständig ist. Klare Zielvorgaben und ein kontinuierliches Monitoring sind ebenfalls Pflicht. Chefs und Vorgesetzte sollten dafür Sorge tragen, dass sie selbst fokussiert arbeiten und ihrem Team die genannten Rahmenbedingungen geben können.

Diese 7 Management-Regeln sollte jeder kennen

Fähigkeiten exzellenter Manager. (Grafik: Shutterstock)

Führungskräfte sind gut damit beraten, diese sieben Management-Regeln zu befolgen. Und der Rest von uns auch: Immerhin werden die meisten, die über einen längeren Zeitraum auf ihrem Karriereweg bleiben, irgendwann unweigerlich Team-Verantwortung und Management-Aufgaben übernehmen. Es sei denn, sie arbeiten bei Rackspace ...

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3 Reaktionen
Hans im Glück

Bei euch wird auch nur geklaut

Antworten
Lea Weitekamp

Moin Hans im Glück,

nein, eigentlich nicht. Das Whitepaper, das den Ausführungen im Artikel zugrunde liegt, wird sowohl zitiert als auch verlinkt.

Viele Grüße aus der Redaktion
Lea

Antworten
Hans im Glück

Hallo, war ja auch nicht böse gemeint ist ist nur aufgefallen das irgendwie mehrere Seiten ähnliche Themen am selben Tag nur ein wenig zeitversetzt bringen.... schönen Tag noch grösse aus Frankfurt

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