Anzeige
Anzeige
News

Effiziente Solarzellen: Durchbruch bei Silizium-Alternative Perowskit

Perowskite gelten seit Jahren als Hoffnungsträger für die Solarmodule der Zukunft, sind im Betrieb jedoch zu wenig robust. Jetzt ist es Forschern gelungen, hocheffiziente und besonders stabile Perowskit-Zellen zu entwickeln.

Von Hannah Klaiber
1 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

Solarzellen aus Silizium sind stabil und effizient – aber relativ teuer. Jetzt könnte ein günstigeres, hocheffizientes und robustes Material den beliebten blauen Zellen den Rang ablaufen. (Foto: Shutterstock.com/ Bilanol)

Sie werden als günstig, angenehm leicht und flexibel gelobt – den Praxistest haben Perowskit-Solarzellen jedoch aufgrund fehlender Belastbarkeit noch nicht bestanden. Bis jetzt zumindest, denn nun ist es einem Forschungsteam unter der Leitung von Chemikern der City University of Hong Kong (CityU) und des Imperial College London gelungen, neue, hocheffiziente und stabile Perowskit-Solarzellen zu entwickeln.

Durchbruch in der Perowskit-Photovoltaiktechnologie

Anzeige
Anzeige

Mit dieser Entwicklung könnte die Kommerzialisierung der Perowskit-Photovoltaiktechnologie erheblich beschleunigt und eine vielversprechende Alternative zu Silizium-Solarzellen geschaffen werden, heißt es in einem Bericht des Portals Techxplore. Silizium als herkömmliches Material für Solarzellen zeichnet sich durch eine hohe Leistungsumwandlungseffizienz und eine gute Stabilität aus – allerdings sind diese Solarzellen vergleichsweise teuer. Die bisherigen Schwächen der Perowskit-Materialien – die fehlende Robustheit bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit und damit kurze Lebensdauer – konnten in den Experimenten der internationalen Forschungsgruppe ausgehebelt werden: Das Team fügte das metallhaltige Ferrocen zu Perowskit-Solarzellen als Schnittstelle zwischen der lichtabsorbierenden Schicht und der Elektronentransportschicht hinzu. Durch das Ferrocen reduzierte sich die Reaktivität der Perowskit-Oberfläche.

Die neuen Solarzellen können dem Forschungsbericht zufolge länger als 1.500 Stunden unter Dauerbeleuchtung laufen und behalten dabei mehr als 98 Prozent ihres anfänglichen Wirkungsgrads bei. Die Geräte zeigen zudem eine überlegene Stabilität in einer heißen und feuchten Umgebung (85 Grad Celsius und 85 Prozent Luftfeuchtigkeit). „Wir sind das erste Team, das invertierte Perowskit-Solarzellen erfolgreich auf einen Rekordwirkungsgrad von 25 Prozent ankurbelt“, wird einer der Forscher, Dr. Zhu, im Bericht zitiert. Den Stabilitätstest der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) hat die Entwicklung bestanden, das Forschungsteam hat sein Design bereits patentieren lassen.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige